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Zurück ins Leben! Aber wie?

14. Juli 2020

Selbst­hilfe geht weiter - Ausblick

Seit Mai zeichnen sich Locke­rungen ab, die regional sehr unter­schiedlich sind. Selbst­hil­fe­kon­takt­stellen öffnen wieder für persön­liche Beratungen unter Einhaltung von Hygie­ne­maß­nahmen. Selbst­hil­fe­gruppen bereiten sich auf die Wieder­auf­nahme ihrer Gruppen­treffen vor und entwerfen Empfeh­lungen dafür.

Welche Formen des persön­lichen und digitalen Austauschs für einzelne Gruppen geeignet sind, hängt von verschie­denen Faktoren ab: Teilneh­mende mit chroni­schen körper­lichen Erkran­kungen (zu denen auch Lungen­er­kran­kungen wie COPD, Lungen­em­physem, Lungen­krebs etc. zählen) oder Behin­de­rungen, die zur sogenannten Risiko­gruppe gehören, müssen sich in beson­derer Weise vor einer Infektion schützen.

Die Nationale Kontakt- und Infor­ma­ti­ons­stelle zur Anregung und Unter­stützung von Selbst­hil­fe­gruppen, NAKOS, veröf­fent­licht auf ihrer Inter­net­seite www.nakos.de unter anderem Empfeh­lungen für den virtu­ellen Austausch wie auch für die Wieder­auf­nahme persön­licher Treffen.

Erste Konzepte von Selbst­hil­fe­kon­takt­stellen

Bundesweit haben Selbst­hil­fe­kon­takt­stellen und Selbst­hil­fe­or­ga­ni­sa­tionen Empfeh­lungen erarbeitet, wie in Zukunft Gruppen­treffen möglichst sicher durch­ge­führt werden können. Zu beachten ist, dass die Möglich­keiten von Gruppen­treffen von verschie­denen Faktoren abhängen: den Vorgaben der zustän­digen Behörden sowie der Vermieter der Gruppen­räume, den räumlichen Gegeben­heiten und natürlich dem Perso­nen­kreis der Gruppen­teil­neh­menden.

…eine neue Form der Begrüßung? Kreati­vität ist jetzt gefragt.

Häufig ist eine maximale Teilneh­merzahl durch die Behörden vorge­geben oder zu empfehlen, um einen Mindest­ab­stand zu gewähr­leisten. Einige Gruppen haben sich daher aufge­teilt und führen mehrere Treffen durch.

Exempla­risch werden auf der Inter­net­seite auf besonders umfang­reiche Konzepte hinge­wiesen, die zur Orien­tierung für Selbst­hil­fe­gruppen dienen, wie z. B.:

  • Hygie­ne­vor­schläge für Gruppen­treffen der Kontakt­stelle für Selbst­hil­fe­gruppen in Schwaben (Augsburg)
  • Empfeh­lungen für ein Corona-Schutz­konzept des Dachver­bands der Berliner Selbst­hilfe-Kontakt­stellen
  • Empfeh­lungen für Selbst­hil­fe­grup­pen­treffen während der Corona-Pandemie vom Selbst­hil­febüro Korn

Auszug der Vorschläge des Selbst­hil­febüro Nieder­sachsen:

  • Abstand halten, keine körper­lichen Berüh­rungen
  • Hygie­ne­regeln beachten
  • Lüften hilft
  • Maske tragen
  • Teilneh­mer­listen
  • Zuständigkeiten/Verantwortlichkeiten regeln
  • Reden hilft und keine Panik

Die Inhalte der Empfeh­lungen finden Sie auf www.nakos.de/aktuelles/corona.

Umfrage

Die NAKOS und das Gesunde-Städte-Netzwerk haben eine Umfrage „Zurück ins Leben! Aber wie?“ begonnen, wie Menschen mit erhöhtem Schutz­bedarf wieder am gesell­schaft­lichen Leben teilnehmen und Selbst­hil­fe­gruppen ihre Arbeit aufnehmen können.

Erste Ergeb­nisse der Umfrage finden Sie ebenfalls auf den Inter­net­seiten der NAKOS.

Digitaler Austausch statt Gruppen­treffen

Video­kon­fe­renzen:
Etliche Selbst­hil­fe­gruppen tauschen sich über Video­kon­fe­renzen aus, solange persön­liche Treffen nicht möglich sind. Häufig gibt es Fragen, wie der virtuelle Austausch per Video­kon­ferenz einfach und zugleich sicher möglich ist.

Häufig genutzte Anwen­dungen sind Zoom und Skype. Beide Anwen­dungen haben Mängel, was den Daten­schutz anbelangt. Als daten­schutz­freund­li­chere Alter­native wird Jitsi Meet empfohlen. Jitsi Meet ist kostenfrei und wird direkt vom Browser, also ohne Download eines Programms genutzt.            

Telefon­kon­fe­renzen:
Auch Telefon­kon­fe­renzen werden als Alter­native genutzt. Es gibt verschiedene Anbieter für Telefon­kon­fe­renzen. Diese unter­scheiden sich unter anderem nach Kosten, Regis­trierung und Funktionen. Viele Selbst­hil­fe­gruppen testen nach Recherche von NAKOS gerade verschiedene Anbieter aus. Empfeh­lungen sind noch schwer zu geben. Aufgrund des unkom­pli­zierten Anmel­de­ver­fahrens entscheiden sich mehrere Gruppen für den Anbieter www.meebl.de.

Weitere Tipps für den digitalen Austausch:

Arbeits­hilfe für die Planung und Organi­sation von virtu­ellen Treffen von Selbst­hil­fe­gruppen des Paritä­ti­schen Gesamt­ver­bandes unter www.der-paritaetische.de.

Inter­net­ba­sierte Kommu­ni­kation in der Corona-Krise der BAG Selbst­hilfe unter www.bag-selbsthilfe.de.

Liste verschie­dener Digital­platt­formen des Selbst­hil­fe­zen­trums München unter www.shz-muenchen.de.

Technik-Tipps für Homeoffice des Verein Digital­courage auf www.digitalcourage.de.

Kontakt
NAKOS Nationale Kontakt- und Infor­ma­ti­ons­stelle
zur Anregung und Unter­stützung
von Selbst­hil­fe­gruppen
Otto-Suhr-Allee 115, 10585 Berlin
Telefon 030 – 31 01 89 80
Telefax 030 – 31 01 89 70
selbsthilfe@nakos.de
www.nakos.de

Service­te­lefon NAKOS 030 31 01 89 60:
Dienstag 10–14 Uhr
Mittwoch 10–14 Uhr
Donnerstag 14–17 Uhr
Freitag 10–14 Uhr


Quelle/Auszug:
NAKOS, www.nakos.de, Stand 5. Juni 2020

Bildnachweis:
Hector Pertuz, Ljupco Smokovski – Adobe­Stock

Redaktion:
Sabine Habicht, Redak­ti­ons­leitung Patienten-Bibliothek

Der Beitrag wurde in der Sommer­ausgabe 2020 der Patienten-Bibliothek – Atemwege und Lunge veröf­fent­licht.

Schlagwörter: COPD, Corona, CoVid-19, Hygienemaßnahmen, Infektion, Lungenemphysem, Lungenkrebs, NAKOS, Risikogruppen, Selbsthilfe, Selbsthilfegruppen, Selbsthilfekontaktstellen, Zurück ins Leben

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