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Verbesserung der Überlebensprognose

18. Aug. 2020

Rauch­stopp hat prognos­tische Relevanz

Im Gespräch mit Kongress­prä­sident Professor Dr. Gernot Rohde, Leiter des Schwer­punktes Pneumologie/Allergologie der Medizi­ni­schen Klinik 1, Univer­si­täts­kli­nikum Frankfurt, Facharzt für Innere Medizin, Pneumo­logie, Aller­go­logie, Infek­tio­logie und Schlaf­me­dizin, erfahren wir mehr über aktuell in der Diskussion befind­liche Themen – in Anlehnung an den nächsten wissen­schaft­lichen Pneumo­lo­gie­kon­gress der Deutschen Gesell­schaft für Pneumo­logie und Beatmungs­me­dizin e.V. (DGP).

In einer kleinen Serie veröf­fent­lichen wir täglich jeweils eine aktuelle Frage­stellung, beant­wortet von Professor Rohde. Morgen erfahren Sie mehr über „Inhala­ti­ons­the­rapie".

Ein Symposium wird mit den prognos­tisch relevanten Fortschritten in der Pneumo­logie befassen. Können Sie uns zur Verdeut­li­chung einige Beispiele in Bezug auf chronisch obstruktive Atemwegs­er­kran­kungen aufzeigen?

Entwick­lungen in der Medizin sind zunächst die Voraus­setzung sind, um prognos­tisch relevante Fortschritte zu ermög­lichen. Eine bessere Lebens­qua­lität der Patienten, aber vor allen Dingen eine längere Lebenszeit bei guter Lebens­qua­lität stehen als Ziele dabei im Vorder­grund.

Bei der chronisch obstruk­tiven Atemwegs­er­krankung COPD nimmt mit jedem weiteren Stadium die Schwere im Verlauf der Erkrankung zu. Vor allem in höheren Stadien ist die Lebens­er­wartung beein­trächtig.

Die Vermeidung von sog. Exazer­ba­tionen, akuten Anfällen spielt im Hinblick auf die prognos­tische Relevanz daher eine wichtige Rolle. Eine Vielzahl von medika­men­tösen und auch nicht-medika­men­tösen Maßnahmen steht zur Vermin­derung des Risikos einer Exazer­bation zur Verfügung. Beispiels­weise zählen dazu die inhalative Medikation, ebenso wie die Rehabi­li­tation und die Physio­the­rapie, aber auch endosko­pische Verfahren der Lunge und Beatmungs­ver­fahren. Ein breites Feld möglicher thera­peu­ti­scher Optionen.    

Aller­dings sollte eine Maßnahme aufgrund ihrer prognos­ti­schen Relevanz und Minimierung von Exazer­ba­tionen ganz besonders hervor­zu­heben ist: die Rauch­ent­wöhnung.

Aktuelle Studien dokumen­tieren, dass Raucher, die über das 40. Lebensjahr hinaus weiter­rauchen, etwa eine Dekade, also ein Jahrzehnt ihres Lebens verlieren. Mit jedem weiteren Raucherjahr muss mit einer reduzierten Lebenszeit von etwa drei Monaten gerechnet werden.

Drama­tische Zahlen, die jedoch unmiss­ver­ständlich vor Augen führen, welche Bedeutung einer Raucher­ent­wöhnung für eine Verbes­serung der Überle­bens­pro­gnose zukommt.  


Hier finden Sie mehr zum nächsten Pneumo­lo­gie­kon­gress.
Aktuelle Infor­ma­tionen finden Sie auch auf den Seiten der Deutschen Gesell­schaft für Pneumo­logie und Beatmungs­me­dizin e.V. (DGP).


Der Gesamt­beitrag wurde in der Frühjahrs­ausgabe 2020 der Patienten-Bibliothek – Atemwege und Lunge veröf­fent­licht.

Bildnachweis:
Professor Dr. Gernot Rohde
Thomas Reimer – Adobe­Stock

Interview/Text:
Sabine Habicht, Redak­ti­ons­leitung Patienten-Bibliothek


Schlagwörter: Lungenemphysem, Pneumologie, Prognose, Rauchen, Rauchstopp

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