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Inhalationstherapie

19. Aug. 2020

Eine perso­na­li­sierte Therapie

Im Gespräch mit Kongress­prä­sident Professor Dr. Gernot Rohde, Leiter des Schwer­punktes Pneumologie/Allergologie der Medizi­ni­schen Klinik 1, Univer­si­täts­kli­nikum Frankfurt, Facharzt für Innere Medizin, Pneumo­logie, Aller­go­logie, Infek­tio­logie und Schlaf­me­dizin, erfahren wir mehr über aktuell in der Diskussion befind­liche Themen – in Anlehnung an den nächsten wissen­schaft­lichen Pneumo­lo­gie­kon­gress der Deutschen Gesell­schaft für Pneumo­logie und Beatmungs­me­dizin e.V. (DGP).

In einer kleinen Serie veröf­fent­lichen wir täglich jeweils eine aktuelle Frage­stellung, beant­wortet von Professor Rohde. Morgen erfahren Sie mehr über „Atemwegs­in­fek­tionen”.

Inhala­ti­ons­the­rapie persönlich und präzise. Ein gleich­na­miges Symposium ist den Heraus­for­de­rungen der am häufigsten einge­setzten medika­men­tösen Darrei­chungsform in der Pneumo­logie gewidmet. Welche Lösungswege und neuen Ansätze sind zu erwarten bzw. werden disku­tiert?

Die Inhala­ti­ons­the­rapie ist ein Schwer­punkt­thema des Kongresses. Neben dem Symposium finden daher mehrere Weiter­bil­dungen sowie zusätzlich ein Postgra­du­ier­tenkurs statt, an dem nicht nur Ärzte, sondern auch Arzthel­fe­rinnen, Atemthe­ra­peuten etc. teilnehmen können. 

Eine Inhala­ti­ons­the­rapie bedeutet immer auch eine perso­na­li­sierte Therapie, denn jeder Mensch ist anders, atmet anders und verfügt über eine andere Kapazität beim Einatmen. Ein Patient mit einem Lungen­em­physem verfügt beispiels­weise aufgrund der Überblähung seiner Lunge über eine geringere Einatem­ka­pa­zität.

Indivi­duelle Aspekte eines jeden Patienten sind bei der Verordnung zu berück­sich­tigen. Um den Anfor­de­rungen gerecht zu werden, steht eine Vielzahl an unter­schied­lichen Inhala­ti­ons­ge­räten (Devices) und Wirkstoffen/Wirkstoffkombinationen zur Verfügung.

Einige Weiter­ent­wick­lungen der Inhala­ti­ons­the­rapie werden in Leipzig disku­tiert. Beispiels­weise zählt hierzu eine Wirkstoff­kom­bi­nation, die sog. Aerody­na­mische Partikel verwendet. Durch eine geringe Dichte, gewellte Oberfläche und spezi­fische Nanostruktur der Träger­par­tikel „verschmelzen“ die darin enthal­tenen Substanzen quasi mit der Schleimhaut und ermög­lichen eine höhere Wirkstoff­de­po­sition in der Lunge.

Auch teleme­di­zi­nische Aspekte sind Teil des Sympo­siums. Wobei es nicht nur um Inhala­toren mit einem integrierten Zählwerk zur Dokumen­tation der Inhala­ti­onshübe geht, sondern zudem um sog. Intel­li­gente Lösungen, die nachvoll­ziehbar werden lassen, wie viel Wirkstoff tatsächlich in einer Lunge ankommt.

Diese Technik kann bei einem Asthma beispiels­weise unmit­telbar darüber Auskunft geben, ob eine Therapie mögli­cher­weise inten­si­viert werden muss.

Die Patien­ten­schulung und ein besseres Verständnis hinsichtlich der Fehler­quellen liegen ebenfalls im Fokus der Veran­staltung.


Hier finden Sie mehr zum nächsten Pneumo­lo­gie­kon­gress.
Aktuelle Infor­ma­tionen finden Sie auch auf den Seiten der Deutschen Gesell­schaft für Pneumo­logie und Beatmungs­me­dizin e.V. (DGP).


Der Gesamt­beitrag wurde in der Frühjahrs­ausgabe 2020 der Patienten-Bibliothek – Atemwege und Lunge veröf­fent­licht.

Bildnachweis:
Goffkein – Adobe­Stock
Professor Dr. Gernot Rohde

Interview/Text:
Sabine Habicht, Redak­ti­ons­leitung Patienten-Bibliothek



Schlagwörter: Asthma, COPD, Device, Inhalation, Inhalationstherapie, Lunge, Lungenemphysem, Pneumologie

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