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Asthmatherapie – heute und morgen

29. Juni 2020

…verschiedene Erschei­nungs­formen kennen

Das Wissen um die Entstehung des Asthmas hat sich stark verändert. Dachte man noch vor einigen Jahren, dass es sich um ein einziges Krank­heitsbild handelt, weiß man heute, dass einem Asthma bronchiale verschiedene Phäno­typen (Erschei­nungs­formen) zugrunde liegen können.

Im Nachgang des Bad Reichen­haller Pneumo­logie Kollo­quiums sprach die Redaktion mit Professor Dr. Roland Buhl, Mainz.


Was ist unter Asthma Phäno­typen zu verstehen? Welche Erschei­nungs­formen bzw. Subgruppen sind insbe­sondere von Bedeutung?

Im Grunde genommen sollte man Asthma nicht als eine Krankheit, sondern als ein bestimmtes, definiertes Beschwer­debild bezeichnen. Dieses Beschwer­debild geht immer mit einer anfalls­ar­tigen – also variablen – Luftnot und einer Brustenge einher und weist eine Überemp­find­lichkeit (Hyper­re­agi­bi­lität) und eine Entzündung der Bronchien auf.

Dem asthma­ti­schen Beschwer­debild können jedoch verschiedene Ursachen zugrunde liegen. So, wie z. B. eine auftre­tende Luftnot Ausdruck einer Erkrankung des Herzens, der Lunge oder einer anderen vorlie­gender Erkran­kungen sein kann, so können auch für die Entwicklung eines asthma­ti­schen Beschwer­de­bildes unter­schied­liche Grund­er­kran­kungen verant­wortlich sein.

Das aller­gische Asthma ist die Erschei­nungsform des Asthmas bronchiale, die wir bisher am längsten und somit am besten kennen. Die vorlie­genden Bezie­hungen sind hier absolut eindeutig. So kann z. B. eine Allergie auf bestimmte Pollen zu einem saiso­nalen aller­gi­schen Asthma führen. Fliegen die Pollen, auf die der Betroffene aller­gisch reagiert, und werden von ihm einge­atmet, kann sich ein asthma­ti­sches Beschwer­debild entwi­ckeln. Genauso verhält es sich bei einer Allergie gegen Tierhaare. Kommt der Betroffene z. B. mit der Katze des Nachbarn etwa durch Strei­cheln in direkten Kontakt, können sich kurze Zeit später typische asthma­tische Beschwerden äußern, die über mehrere Tage anhalten.
Ein aller­gi­sches Asthma ist also ein Phänotyp, d. h. eine mögliche Form des Asthmas bronchiale.

In den vergan­genen Jahren haben wir gelernt, dass neben dem aller­gi­schen Asthma weitere Ursachen bzw. weitere Phäno­typen eines Asthmas vorliegen können.

Derzeit im Fokus der wissen­schaft­lichen Diskus­sionen steht insbe­sondere das sogenannte eosino­phile Asthma.

Seinen Namen hat das eosino­phile Asthma von einem roten Farbstoff, dem Eosin (aus dem Altgrie­chi­schen Eos = Morgenröte). Mit diesem Farbstoff lässt sich im Blut eine bestimmte Art von weißen Blutzellen, die sogenannten Granu­lo­zyten, anfärben. Wir kennen die Nutzung des Eosins übrigens auch von unseren Markern oder Filzstiften. Die Färbung der roten Stifte erfolgt ebenfalls durch den Farbstoff Eosin.

Mittels einer Labor­un­ter­su­chung des Blutes kann das Vorliegen eines eosino­philen Asthmas festge­stellt werden.

Das eosino­phile Asthma verläuft in der Regel schwerg­ra­diger als ein aller­gi­sches Asthma. Alleine aus diesem Grunde ist diesem Phäno­typen eine besondere Bedeutung beizu­messen. Die meisten Patienten benötigen eine hohe Dosis von Medika­menten, wie z. B. eine Gabe von Cortison in Form von Tabletten. Gegenüber der Verab­rei­chung von Cortison per Inhalation, was so gut wie keine Neben­wir­kungen verur­sacht, ist eine länger­fristige Gabe von Corti­son­ta­bletten meist mit deutlichen Neben­wir­kungen verbunden. In den vergan­genen Jahren wurde intensiv daran geforscht, neue wirksamere Medika­mente auch für diese Form des Asthmas zu entwi­ckeln. Derzeit befinden sich in der Entwick­lungs­phase sogenannte Antikörper – hierbei handelt es sich um Eiweiße – die eine neue und bessere Thera­pie­option für die Behandlung des eosino­philen Asthmas ermög­lichen werden. Durch den Wirkme­cha­nismus der Antikörper werden – sehr verein­facht ausge­drückt – die vermehrt auftre­tenden Eosino­phil­zellen im Blut „wegge­fangen“.

Besonders hervor­zu­heben ist auch die patien­ten­freund­liche Darrei­chungsform der Antikörper. Die Verab­rei­chung erfolgt einmal im Monat durch ein Einspritzen unter die Haut.

Diese medizi­nische Entwicklung wurde aktuell sogar in zwei paral­lelen Publi­ka­tionen im wichtigsten medizi­ni­schen Fachjournal, dem New England Journal of Medicine, als ein heraus­ra­gender Durch­bruch in der Medizin gewürdigt.

Bis zur Zulassung der Medika­mente und somit Anwendung in der täglichen Praxis wird es voraus­sichtlich noch etwa ein Jahr dauern. Doch dann haben wir Medika­mente, die den Patienten mit einem eosino­philen Asthma deutlich besser helfen können.

Die aller­gische Form des Asthma bronchiale ist der bisher am besten bekannte Phänotyp.

Neben dem aller­gi­schen Asthma haben wir nun also mit dem eosino­philen Asthma einen weiteren Phäno­typen identi­fi­ziert. Darüber hinaus wissen wir, dass es noch eine Reihe von weiteren Phäno­typen gibt, mit denen wir uns in den kommenden Jahren inten­siver ausein­an­der­setzen werden. Momentan stehen jedoch insbe­sondere diese beiden Phäno­typen im Vorder­grund, da auch im Hinblick auf deren Behandlung große Fortschritte zu verzeichnen sind.

Sicher ist es nicht immer einfach, die unter­schied­lichen Phäno­typen eines Asthmas zu identi­fi­zieren. Wie werden die verschie­denen Erschei­nungs­formen diagnos­ti­ziert?

Beginnen möchte ich mit einem Vergleich – obwohl natürlich ein Auto nicht wirklich mit einem Patienten vergleichbar ist. Dennoch, nehmen wir beispiels­weise einen VW Passat. Von außen betrachtet, sieht die Karos­serie optisch gleich aus. Darunter kann sich aller­dings einmal ein Diesel­motor, ein anderes Mal ein Benzin­motor oder auch ein Elektro­motor verbergen. Und genauso verhält es sich mit einem Asthma bronchiale.

Von außen betrachtet, ist es eindeutig ein Asthma – sowohl für den Patienten, wie für den Arzt. Die Sympto­matik ist identisch. In manchen Situa­tionen bekommt der Patient schlechter Luft, die Brust wird eng. Er muss husten, die Bronchien reagieren empfindlich. Betrachtet man das Asthma jedoch „von innen“, stellt man fest, dass verschiedene mögliche Ursachen das Asthma bronchiale begüns­tigen können.

Anfang der 90er Jahre haben wir festge­stellt, dass mittels Aller­gie­tes­tungen und Blutun­ter­su­chungen auf Aller­gie­ei­weiße, wie dem Immun­glo­bulin E (IgE), ein aller­gi­sches Asthma diagnos­ti­ziert werden kann. Etwa zwei Jahre hat es gedauert, bis sich diese diagnos­ti­schen Wege in der Praxis etabliert haben. Inzwi­schen kommen kaum noch Asthma­pa­ti­enten in die Pneumo­lo­gi­schen Zentren, die nicht bereits durch ihren Arzt auf Allergien getestet wurden.

Aller­gie­tes­tungen werden oftmals bereits durch den Hausarzt durch­ge­führt

Jetzt verfügen wir über eine weitere diagnos­tische Möglichkeit zur Diffe­ren­zierung des Asthmas. Die Botschaft lautet daher ab sofort: Bei jedem Asthma­pa­ti­enten muss bei der Labor­dia­gnostik das Blut auf eosino­phile Granu­lo­zyten unter­sucht werden.

Auch der Patient sollte an diese erwei­terte Diagnostik denken und durchaus seinen Arzt darauf aufmerksam machen. Neben einem Aller­gietest sollte in Zukunft standard­mäßig das Blut auf Immun­glo­bulin E unter­sucht, ein Blutbild erstellt und die Anzahl und die Art der weißen Blutzellen bestimmt werden – insbe­sondere im Hinblick auf eosino­phile Granu­lo­zyten.

Für einen Teil der Asthma-Patienten bedeutet dieser neue diagnos­tische Weg eine unmit­telbare Behand­lungs­kon­se­quenz. Da in der Vergan­genheit das eosino­phile Asthma nicht diagnos­ti­ziert werden konnte, wissen viele Patienten noch nicht, dass diese Form des Asthmas bei ihnen vorliegt. Erst die Fortschritte in der Medizin und das aktuelle Wissen um das eosino­phile Asthma ermög­lichen nun, das Asthma bronchiale diffe­ren­zierter zu betrachten und dementspre­chend zu thera­pieren.

Bei der Überar­beitung der wissen­schaft­lichen Leitlinie zum Asthma bronchiale wird die Bestimmung der eosino­philen Granu­lo­zyten als Empfehlung zur standard­mä­ßigen Diagnostik berück­sichtigt werden.

Haben die meisten Patienten mit einem eosino­philen Asthma einen schwe­reren Verlauf der Erkrankung?

Grund­sätzlich kann man dies nicht sagen, denn Ausnahmen bestä­tigen die Regel. Hinsichtlich des typischen Profils eines Patienten mit einem eosino­philen Asthma kann man jedoch formu­lieren, dass hier nicht, wie dies bei einem aller­gi­schen Asthma der Fall ist, bereits im jugend­lichen Alter eine Allergie diagnos­ti­ziert wurde. Bei einem eosino­philen Asthma­tiker fangen die Beschwerden deutlich nach dem Jugend­alter an. Manche Patienten, die bei mir vorstellig wurden, waren etwas über 20 Jahre alt, andere wiederum Anfang 40. Es handelt sich also um ein Asthma, das später im Leben einsetzt und das in der Regel schwerer zu behandeln ist. Bei den meisten Patienten ist mehr als ein Medikament zur Therapie notwendig und die Medika­mente sprechen zudem nicht so gut an, wie dies bei anderen Asthma­tikern der Fall ist. Ebenfalls typisch sind gehäuft auftre­tende Infekte, die schwerer ausfallen und häufig eine Therapie mit Corti­son­ta­bletten notwendig werden lassen.

Patienten mit diesen Merkmalen sollten unbedingt auf eosino­phile Granu­lo­zyten unter­sucht werden. Ist die Anzahl der Eosino­phile hoch, kann derzeit nur innerhalb einer Studie eine Therapie mit den bereits angespro­chenen Antikörpern durch­ge­führt werden, da mit einer Zulassung der Medika­mente erst in einem Jahr gerechnet werden kann.

Welche thera­peu­ti­schen Möglich­keiten stehen bereits heute bei einem Asthma bronchiale zur Verfügung?

Bereits etwa 80 Prozent aller Patienten mit einem Asthma bronchiale können heute mit den derzeit zur Verfügung stehenden Medika­menten gut thera­piert werden – und zwar so, dass die Betrof­fenen ein völlig normales Leben führen können. Bei den aktuell verfüg­baren Medika­menten handelt es sich zum einen um bronchi­al­er­wei­ternde, d. h. Bronchien erwei­ternde, Medika­mente und zum anderen um Medika­mente, die die dem Asthma zugrunde liegende Entzündung bekämpfen, nämlich das inhalierbare Cortison.

Inhalierbare Medika­mente

Werden die Medika­mente regel­mäßig genommen – und hier möchte ich einen etwas „wunden“ Punkt ansprechen – können die Patienten ein völlig normales, beschwer­de­freies Leben leben. Leider denken jedoch manche Patienten, wenn es ihnen nach einigen Wochen der Medika­men­ten­ein­nahme besser geht, dass sie geheilt sind und die Medika­mente weglassen können. Doch Asthma bronchiale ist eine chronische, nicht heilbare Erkrankung und benötigt eine Dauer­the­rapie. Dies bedeutet aller­dings nicht, dass man immer Medika­mente in hohen Dosen nehmen muss. Liegt z. B. ein saiso­nales aller­gi­sches Asthma vor, so ist in der Regel außerhalb der Saison nur eine gering­fügige Medikation notwendig. Ein Asthma­tiker wird man jedoch immer bleiben.

…verschie­dener Substanz­klassen

Ganz aktuell kann ich von einer Zulassung einer neuen Substanz­klasse berichten, einem Medikament, das bisher nur bei COPD zugelassen war und nun auch für das Asthma bronchiale verfügbar ist. Es handelt sich um die Substanz­klasse der Anticho­li­nergika, einem bronchi­e­n­er­wei­ternden Wirkstoff, und hier speziell um die Substanz Tiotropium.


Mit dieser Substanz hat der behan­delnde Arzt nun eine weitere Option als Alter­native, wenn z. B. ein Patient ein bestimmtes Medikament nicht verträgt oder ein ergän­zendes Medikament notwendig ist, wie z. B. bei Patienten mit einer schwe­reren Erkrankung.

Bei besonders schweren Fällen besteht zudem die Möglichkeit, wie bereits angesprochen, einer Therapie mit Antikörpern – derzeit aller­dings ausschließlich innerhalb von Studien.

Die aktuelle wissen­schaft­liche Versor­gungs­Leit­linie Asthma hat eine Gültigkeit bis zum 31.12.2014. Werden die Phäno­typen und deren diffe­ren­zierte Therapie bereits Berück­sich­tigung finden bei der Aktua­li­sierung der Leitlinie?
Und ist auch eine Überar­beitung der Asthma Patien­ten­leit­linie für 2015 vorge­sehen?

Die wissen­schaft­liche Leitlinie befindet sich derzeit in der Überar­beitung. Die Überar­beitung ist mit sehr inten­siven und syste­ma­ti­schen Litera­tur­re­cherchen und vielen weiteren Aktivi­täten wie z. B. einer Leitli­ni­en­kon­ferenz verbunden. Doch ich bin sehr zuver­sichtlich, dass wir Anfang 2015 – mögli­cher­weise zum Pneumo­lo­gie­kon­gress im März in Berlin – die aktua­li­sierte Version der Versor­gungs­Leit­linie Asthma vorstellen können.


Hinter­grund­in­for­ma­tionen Arznei­mittel

Antikörper
Bei Antikörpern handelt es sich um eine Wirkstoff­gruppe der sogenannten monoklonalen Antikörper. Antikörper sind immuno­lo­gisch, d.h. zur Abwehr von Krank­heits­er­regern, aktive Proteine. Monoklonal bedeutet, dass die Antikörper von einer Zelllinie bzw. einer Zellgruppe produ­ziert werden, die alle von demselben B‑Lymphozyten – einem spezi­ellen weißen Blutkör­perchen, das als einziges Antikörper bilden kann – abstammen und somit quasi einen Zellklon darstellen.

Monoklonale Antikörper können auf verschiedene Weise immun­stärkend oder immun­schwä­chend gegen Zellen oder Zellbe­stand­teile wirken. Monoklonale Antikörper finden bei verschie­denen Erkran­kungen Anwendung wie z. B. als Zytostatika in der Krebs­the­rapie, bei entzündlich-rheuma­ti­schen Erkran­kungen, chronisch-entzünd­lichen Darmer­kran­kungen oder Osteo­porose.
Im Hinblick auf Asthma bronchiale werden monoklonale Antikörper zur Neutra­li­sierung des IgE (Immun­glo­bulin E) einge­setzt.

Tiotropium
Am 18. September 2014 wurde Tiotropium für die Behandlung bei schwerem Asthma zugelassen. Das lang wirksame, mindestens 24 Stunden bronchi­e­n­er­wei­ternde Medikament (Anticho­li­ner­gikum) ist zugelassen für die zusätz­liche Therapie von erwach­senen Patienten, die trotz einer Basis­the­rapie noch sympto­ma­tisch sind und im Vorjahr mindestens eine erheb­liche plötz­liche Verschlech­terung (Exazer­bation) hatten.

Die Anwen­dungs­er­wei­terung (Indika­ti­ons­er­wei­terung) des bisher nur zur Behandlung der COPD einge­setzten Medika­mentes basiert auf einem umfang­reichen sogenannten Phase-III-Studi­en­pro­gramm. Die Studien konnten belegen, dass sich die asthma­ti­schen Beschwerden um 68 Prozent verbes­serten und sich das Risiko für eine Exazer­bation des Asthmas um 31 Prozent reduzierte.

Tiotropium wird über den Inhalator Respimat® verab­reicht.

… mehr Wissen

Medizi­nische Leitlinien
Medizi­nische Leitlinien sind syste­ma­tisch entwi­ckelte Empfeh­lungen, die Arzt und Patient bei der Entschei­dungs­findung für eine angemessene Behandlung in spezi­fi­schen Krank­heits­si­tua­tionen unter­stützen.

Wir unter­scheiden:
• Handlungs­emp­feh­lungen einer Exper­ten­gruppe (S1)
• evidenz­ba­sierte (S2e) oder
• konsens­ba­sierte (S2k) Leitlinien und
• die quali­tativ hochwer­tigen evidenz- und konsens­ba­sierten Leitlinien (S3).

Bei Letzteren werden die nach syste­ma­ti­scher Recherche der Literatur „evidenz­ba­siert“ gewon­nenen Ergeb­nisse wissen­schaftlich hochwer­tiger klini­scher Studien von einem reprä­sen­ta­tiven klini­schen Exper­ten­gremium „mit struk­tu­rierter Konsens­findung“ bewertet.

Leitlinien wird heute weltweit eine hohe Bedeutung für die Gesund­heits­ver­sorgung beigemessen. Aller­dings zeigen inter­na­tionale Studien, dass Akzeptanz und Umsetzung von Leitlinien in der medizi­ni­schen Alltags­praxis (Versorgung) noch ungenügend und verbes­se­rungs­be­dürftig sind.

Ein Verzeichnis der deutschen Leitlinien findet sich im AWMF- Leitli­ni­en­re­gister (www.awmf.org/leitlinien.html).

Leitlinien sind keine Richt­linien. Leitli­ni­en­ge­rechtes Handeln bedeutet immer auch die Prüfung der Anwend­barkeit einer Empfehlung im indivi­du­ellen Fall, gemeinsam mit dem Patienten. Das Patien­ten­rech­te­gesetz verlangt aber für die Aufklärung von Patienten ein „Muss“, um ihn zur Teilhabe an der Entscheidung zu befähigen.

Nationale Versor­gungs­Leit­linie Asthma
Unter der Leitlinien-Suche mit dem Stichwort „Asthma“ finden Sie alle verfüg­baren Dokumente zum Download wie z. B. die Kurz- und Langfassung und die Patien­ten­leit­linie. Ebenso ist der Status und die Dauer der Gültigkeit ersichtlich.

Bei der Natio­nalen Versor­gungs­Leit­linie Asthma handelt es sich um eine S3-Leitlinie.

Prof. Dr. med. Ina Kopp
Leiterin des AWMF-Instituts
für Medizi­ni­sches Wissens­ma­nagement

Hinweis: Auszug des gleich­na­migen Beitrages in der Patien­ten­zeit­schrift Chirurgie 2014

per defini­tionem …

eosino­phile Granu­lo­zysten sind spezielle weiße Blutzellen bzw. Leuko­zyten, die an der Immun­abwehr, besonders bei aller­gi­schen Reaktionen, beteiligt sind. Eosino­phile werden im Knochenmark gebildet.

Die wichtigste Ursache für eine Eosino­philie, also eine Erhöhung der Anzahl der eosino­philen Granu­lo­zyten im Blut, sind Allergien und zwar vor allem IgE-bedingte Überemp­find­lich­keits­re­ak­tionen.

Immun­glo­bulin E, abgekürzt IgE, auch IgE-Antikörper genannt, sind ebenfalls spezielle weiße Blutzellen. IgE gehören zur Familie der Immun­glo­buline und sind Eiweiße, die zum Abwehr­system des Körpers zählen. IgE spielen insbe­sondere eine Rolle bei der Abwehr von Wurmin­fek­tionen sowie bei Allergien.

IgE-Moleküle findet man unter anderem auf den Zellmem­branen der eosino­philen Granu­lo­zyten.


Heraus­geber:
Patienten-Bibliothek – Atemwege und Lunge
Offene Akademie und Patien­ten­Bi­bliothek gemein­nützige GmbH
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88131 Lindau
www.patienten-bibliothek.de
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Bildnachweis aus Ratgeber:
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Igoraul – Fotolia.com

Interview Professor Buhl/Text:
Sabine Habicht, Redak­ti­ons­leitung Patienten-Bibliothek


Schlagwörter: Allergie, Allergietest, allergisches Asthma, Antikörper, Asthma bronchiale, COPD, Cortison, Eosinophiles Asthma, IgE-Antikörper, Inhalation

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