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Langzeit-Sauerstofftherapie

23. Mai 2020

Mobil bleiben

Neuig­keiten bei der Langzeit-Sauer­stoff­the­rapie

Liegt bei Lungen­kranken eine dauer­hafte Beein­träch­tigung der Sauer­stoff­auf­nahme ins Blut vor, kann ein Sauer­stoff­gerät helfen, diesen Mangel auszu­gleichen. Patienten werden im häuslichen Umfeld mit Konzen­trator, Sauer­stoff­flasche, Füllstation oder Flüssig­sauer-stoff­be­hältern versorgt.

Wie in den zurück­lie­genden Jahren zeigten sich auch 2019 technische Fortschritte bei der Weiter­ent­wicklung mobiler Sauer­stoff­kon­zen­tra­toren. Gleich vier neue bzw. überar­beitete Modelle stehen aktiven Sauer­stoff­pa­ti­enten zusätzlich zur Auswahl. Gemeinsam ist allen,
dass diese einen großen Bewegungs­spielraum dank einge­bauter
Akkus ermög­lichen. Im Auto sind sie durch die Verbin­dungs­mög­lichkeit zur Kfz-Steckdose auch auf langen Fahrten einsetzbar. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Produkte vor:

Inogen One G5

Den leistungs­fä­higsten Mobil­kon­zen­trator gibt es ab sofort in der fünften Produkt­ge­ne­ration! Auf sechs Einstel­lungen lassen sich im atemzug­ge­steu­erten Demandmodus Versor­gungen von bis zu 4 l/min reali­sieren.
Bei gerade einmal 2,2 kg Gewicht über der Schulter oder auf dem Rücken eine maßstab­set­zende Leistung! Zum Vergleich: Der langjährig bewährte Inogen One G2 wog bei gleicher Sauer­stoff­aus­beute noch 1 kg mehr.

FreeStyle Comfort

Dieser Mobil­kon­zen­trator bietet fünf Einstel­lungen für Versor­gungen von 3–4 l/min. Die Sauer­stoff­abgabe erfolgt atemzug­ge­steuert. Sie ist mit sensibler und sogar regel­barer Atemer­kennung ausge­stattet.
Dieses Modell unter­scheidet sich von fast allen tragbaren Mobil­kon­zen­tra­toren, indem es innerhalb einer Stufe bei jedem Atemzug stets dieselbe Sauer­stoff­menge abgibt. Die übrigen Modelle reduzieren und geben bei höherer Atemfre­quenz einen gerin­geren Bolus.
Im Inneren ist ein Modul verbaut, das wichtige Geräte­daten an den Versorger übermitteln kann. Das ermög­licht, dass Vorsorge und Ausfälle vermieden werden.

Platinum mobile

Der verbes­serte Platinum mobile ist jetzt leistungs­fä­higer. Er verspricht, atemzug­ge­steuer auf fünf Einstell­stufen Versor­gungen im mittleren Bereich von 3–4 l/min zu reali­sieren. Ein neues Einbauteil ermög­licht dem Sauer­stoff-versorger Zugriff auf die Technik zur Ferndia­gnose.
Dem Patienten bietet eine kosten­freie App am Smart­phone zusätz­liche Infor­ma­tionen, z. B. über die verblei­bende Akkulaufzeit. Dafür ist das Anstecken eines Zusatz­moduls nötig.

iGo 2

Der mobile Konzen­trator iGo 2 ist die tragbare Version zum seit Jahren bewährten trans­por­tablen iGo.
Das praktische Gehäuse ist stoßsicher und bietet spezi­ellen Schutz vor Beschä­di­gungen. Ähnlich wie  beim  FreeStyle Comfort kommt auch hier eine spezielle Techno­logie zum Einsatz, die bei schneller Atmung reagiert und die Sauer­stoff­menge anpasst. Der iGo 2 ermög­licht Sauer- stoff­ver­sor­gungen bis ca. 3 l/min.

Nachfolgend ein Überblick über alle Mobil­kon­zen­tra­toren, die derzeit verfügbar sind:

Mobile  Konzen­tra­toren

trans­por­tabel:

SimplyGo4,5 kg
Zen‑O4,6 kg
Eclipse 58,3 kg
iGo8,6 kg
[Inogen at Home][8,2 kg]

tragbar:

Inogen One G41,3 kg
Inogen One G52,2 kg
Inogen One G32,2 kg
iGo 22,2 kg
Platinum mobile2,2 kg
FreeStyle Comfort2,3kg
SimplyGo mini2,3 kg
Zen‑O lite2,5 kg

Die neuen bzw. überar­bei­teten Mobil­kon­zen­tra­toren bieten Sauer­stoff­pa­ti­enten zusätz­liche Möglich­keiten, damit diese unterwegs zuver­lässig versorgt sind.

Autorin: Heike Naundorf
air-be‑c Medizin­technik Tel.: 0365 – 20 57 18 18

www.air-be‑c.de


Welche Sauer­stoff­ver­sor­gungen gibt es überhaupt?

Heimkon­zen­tra­toren werden an der Steckdose betrieben und liefern Sauerstoff bis zu 10 l/min . Sie reihern den in der Umgebungsluft enthal­tenen Sauerstoff an. Ältere Apparate wiegen bis zu 20 kg. Das leich­teste Modell heute wiegt lediglich 8 kg.

Mobil­kon­zen­tra­toren können zusätzlich mit Akku betrieben werden. Dieser wird an der Steckdose oder im Auto am Zigaret­ten­an­zünder geladen. Man unter­teilt die Geräte in tragbar und trans­por­tabel. Auswahl­kri­terien sind Gewicht, Lautstärke, Akkuka­pa­zität und die Leistungs­fä­higkeit.

Sauer­stoff­fla­schen beinhalten indus­triell herge­stellten Sauerstoff, der in Druck­gasfla­schen gepresst wird. Der Patient bestellt diese immer wieder bei seinem Versorger.

Heimfüll­an­lagen ermög­lichen Patienten, zu Hause selbst Flaschen für den täglichen Bedarf zu füllen.

Flüssig­sauer­stoffversor­gungen umfassen den Basistank und eine mobile Abfüll­einheit. Der Basistank wird vom Liefe­ranten regel­mäßig nachge­füllt.

WICHTIG: Jede Versor­gungsform (mit Ausnahme der Heimkon­zen­tra­toren) kann mit atemzug­ge­steu­ertem Demandmodus arbeiten, um den Sauerstoff nur beim Einatmen abzugeben. Die Versorger verfügen über eine große Auswahl verschieden auslö­sender Impuls­geber. Ob der Patient diese sog. Trigger­fä­higkeit zum Auslösen des Sauer­stoffim­pulses besitzt, sollte vom Lungen­facharzt geprüft werden.


Dieser Beitrag wurde in der Frühjahrs­ausgabe 2020 der Fachzeit­schrift “Patienten-Bibliothek – Atemwege und Lunge” veröf­fent­licht.

Foto-HolgerHein-768x1024 Atemwege, Lunge und Schlaf

Die Zeitschrift kann auch als Print­version bestellt werden auf www.Patienten-Bibliothek.de.

Fotos: air-be‑c Medizin­technik, Gera, Airsep

Schlagwörter: FreeStyle, Inogen, Konzentrator, Langzeit-Sauerstofftherapie, Lungenkrankheit, Mobilkonzentrator, Platinum, Sauerstoff, Sauerstoffflasche, Sauerstofftherapie

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