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Apps für die Lunge

24. Aug. 2020

…in Zeiten von Smart­phone und Tablet

Smart­phones und Tablets haben längst Einzug in unseren Alltag gehalten. Auch im Bereich Gesundheit finden sich inzwi­schen spezielle Anwen­dungs­pro­gramme in Form von Apps in unüber­schau­barer Vielfalt.

Nachfolgend finden Sie einige aktuelle Entwick­lungen, die den Einsatz von Apps bei Lungen­er­kran­kungen betreffen.

Erster Sauer­stoff­kon­zen­trator mit App

Wie lange kann ich noch unterwegs sein? Wie ist die verblei­bende Akku-Laufzeit? Diese Fragen lassen sich mit einem Blick auf die Piccolo O2-App (für Android und iOS) für die neuen Modelle des mobilen Sauer­stoff­kon­zen­trators Invacare® Platinum TM Mobile klären.

Per Bluetooth-Dongle, ein Zubehör, welches einfach in den Konzen­trator gesteckt wird, entsteht die Verbindung zwischen Sauer­stoff­kon­zen­trator und Smart­phone. Über die App hat der Nutzer außerdem direkten Zugriff zu Bedie­nungs­an­leitung, Lifestyle-Commu­nities und Video-Tutorials. Auf Wunsch können Daten auch vom Fachhändler abgerufen werden, um eine zeit- und kosten­spa­rende Ferndia­gnose durch­zu­führen und indivi­duelle Hilfe­stel­lungen zu geben.

Quelle: www.invacare.de, Presse­infor­mation März 2019

www.appcheck.de

Bei der Anzahl von mehr als 100.000 Apps in den Kategorien „Gesundheit und Fitness“ und „Medizin“ ist es für inter­es­sierte Nutzer schwierig, den Überblick zu behalten, formu­liert AppCheck.

Ziel von AppCheck ist es, eine Infor­ma­ti­ons­plattform für gesund­heits­be­zogene Apps aufzu­bauen. Das Unter­nehmen möchte Anwender dabei unter­stützen, den Mehrwert und eventuelle Risiken einer Anwendung für sich persönlich besser einschätzen zu können.

AppCheck ist als ein Angebot der ZTG GmbH (Zentrum für Telematik und Teleme­dizin) in die vom Minis­terium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen geför­derten Landes­in­itiative eGesundheit.nrw einge­bunden.

Aktuell finden Sie auf der Inter­net­plattform die bisher von DiaDi­gital (Diabetes-Apps) und die von Pneumo­Di­gital (Pneumo­logie-/Lungen Apps) zerti­fi­zierten Apps.

Quelle: www.appcheck.de, Abruf 28. Mai 2019

www.pneumodigital.de

Das ZTG (siehe oben) hat gemeinsam mit der Deutschen Atemwegsliga e.V. sowie Patien­ten­or­ga­ni­sa­tionen einen Krite­ri­en­ka­talog und Bewer­tungs­prozess entwi­ckelt, um Apps zu prüfen und zu zerti­fi­zieren.

Die Vergabe des Siegels setzt voraus, dass der App-Hersteller zunächst eine Selbst­aus­kunft ausfüllt und damit seine App ausführlich in einem festge­legten Schema beschreibt. Im nächsten Schritt nimmt die ZTG eine technische Überprüfung vor und erstellt einen Bericht. In einer anschlie­ßenden, vierwö­chigen Testphase haben regis­trierte Nutzer – z. B. Patienten, Angehörige, Ärzte und Fachberufe – die Möglichkeit, die App aus ihrer indivi­du­ellen Perspektive zu bewerten und den dazuge­hö­rigen Frage­bogen auf der Webseite zu beant­worten. Nach Ablauf der Testphase ordnet die Testgruppe die Ergeb­nisse ein, klärt ggf. noch offene Fragen und vergibt anschließend bei Erfüllung der wichtigsten Kriterien das Siegel. Gibt es noch Verbes­se­rungs­bedarf aus Sicht der Tester, wird der Hersteller kontak­tiert und hat die Möglichkeit nachzu­bessern.

Negative Bewer­tungen einer App werden nicht veröf­fent­licht. Der Hersteller kann sich um das jeweilige Siegel bewerten oder inter­es­sierte App-Nutzer schlagen eine App vor und Pneumo­Di­gital fragt beim Hersteller nach, ob Interesse an einer Zerti­fi­zierung besteht. Die Zerti­fi­zierung ist (derzeit) kostenfrei.

Bisher von Pneumo­Di­gital geprüft wurden:

  • Therakey (Bereich „COPD“), ein Online­portal für Patienten und Angehörige der Firma Berlin-Chemie
  • myAir, eine kostenlose App der Firma ResMed, die Patienten helfen soll ihre Schlaf­apnoe-Therapie zu überwachen

Weitere Infor­ma­tionen finden Sie auf www.atemwegsliga.de/pneumo-digital-apps.html

Quellen: www.appcheck.de und www.pneumodigital.de, Abruf 28. Mai 2019


Daten­schutz und Daten­si­cherheit

Die Verbrau­cher­zen­trale NRW empfiehlt (Quelle vom 08.01.2019) bei der Verwendung von Apps:

  • Nutzen Sie zum Download von Apps nur die offizi­ellen Stores Ihres Betriebs­systems oder Smart­phone-Herstellers (z.B. App-Store von Apple oder Play Store von Google).
  • Beschränken Sie so weit wie möglich die Berech­ti­gungen der Apps. Das geht über die Einstel­lungen Ihres Smart­phones oder Tablets. Bei Android zum Beispiel heißt der entspre­chende Menüpunkt "Apps". Erlauben Sie nur Zugriffe, die für die Nutzung eines Dienstes erfor­derlich sind.
  • Schalten Sie bei mobilen Geräten die allge­meine Ortungs­funktion, WLAN und Bluetooth grund­sätzlich aus, wenn Sie die Funktionen nicht benötigen.

Siehe auch www.verbraucherzentrale.nrw.


Redaktion:
Sabine Habicht, Redak­ti­ons­leitung Patienten Bibliothek

Bildnachweis:
Phattmann – Fotolia.com
Invacare
Dt. Atemwegsliga e.V.


Der Beitrag wurde in der Sommer­ausgabe 2019 der Patienten-Bibliothek Atemwege und Lunge veröf­fent­licht.

Schlagwörter: App, Appcheck, chronische Lungenerkrankungen, digital, Lunge, pneumodigital, Smartphone

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