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Broschüre: COPD frühzeitig erkennen und handeln 2023

Herausgeber:

Atemwege und Lunge

Dieser Ratgeber widmet sich umfassend dem Krank­heitsbild COPD (chronisch obstruktive Lungen­er­krankung), einer dauerhaft atemwegs­ver­en­genden Erkrankung, an der rund 8% der Bevöl­kerung in Deutschland und weltweit über 300 Millionen Menschen leiden. COPD steht inzwi­schen auf Platz 3 der häufigsten Todes­ur­sachen, hinter der koronaren Herzkrankheit und dem Schlag­anfall.

Das zentrale Anliegen der Broschüre ist die frühe Erkennung. Das Dilemma der COPD besteht darin, dass die Diagnose bei den meisten Betrof­fenen erst in einem fortge­schrit­tenen Stadium gestellt wird, wenn bereits viel Lungen­gewebe unwie­der­bringlich zerstört ist. Verständlich erklärt sie Aufbau und Funktion der Lunge, das Krank­heitsbild, Risiko­fak­toren sowie die verfüg­baren Diagno­se­ver­fahren und ruft jeden Einzelnen zu Eigen­ver­ant­wortung und recht­zei­tiger ärztlicher Abklärung auf. Sie ersetzt nicht den Arztbesuch, soll aber den Dialog zwischen Patient und Arzt ergänzen und unter­stützen.

Themen

  • Entwicklung der Lunge: Wie sich die Lunge vor und nach der Geburt bis zum Ende der Pubertät bildet und warum sie sich ab etwa dem 20. Lebensjahr nicht mehr regene­rieren kann.
  • Weg des Atems: Aufbe­reitung der Atemluft in den oberen und unteren Atemwegen, Selbst­rei­nigung über Flimmer­härchen und Schleim sowie der Gasaus­tausch in den Alveolen.
  • Basis­in­for­ma­tionen COPD: Definition nach dem GOLD-Report 2023, die beiden Erschei­nungs­formen chronisch obstruktive Bronchitis und Lungen­em­physem sowie die häufige Bagatel­li­sierung erster Symptome wie Atemnot, Husten und Auswurf.
  • Positi­ons­papier “Über die Elimi­nierung von COPD” (The Lancet, Ende 2022): COPD verstanden als kumula­tiver Exposi­ti­ons­prozess über das gesamte Leben und das Plädoyer für eine deutlich frühere Erkennung.
  • Klassi­fi­kation der fünf COPD-Typen: genetische Risiko­fak­toren (u.a. Alpha-1-Antitrypsin-Mangel), frühkind­liche Ereig­nisse wie Frühgeburt, durch­ge­machte Infek­tionen, Rauchen bzw. Dampfen und Umwelt­fak­toren wie Luftver­schmutzung.
  • Prä-COPD: der Zustand von Menschen mit typischer Sympto­matik, aber unauf­fäl­liger Spiro­metrie, und die Frage nach geeig­neten Verfahren zur Früherkennung.
  • Diagnostik-Tools: Basis- und erwei­terte Diagnostik von Anamnese, körper­licher Unter­su­chung, Spiro­metrie und Rever­si­bi­li­tätstest über Bodyp­le­thys­mo­graphie und DLCO-Diffu­si­ons­ka­pa­zität bis zu Röntgen und (HR)CT, ergänzt um den Hinweis zur Alpha-1-Testung.
  • Risiken erkennen und handeln: die Spiro­metrie als aktueller Goldstandard trotz begrenzter Sensi­ti­vität sowie Frage­bögen zur Sensi­bi­li­sierung (CAPTURE-Frage­bogen, CAT-Test und Frage­bogen für rauchende Patien­tinnen und Patienten).
  • Thera­peu­tische Optionen: Rauch­stopp und Vermeidung inhala­tiver Noxen als wirksamste Maßnahme, ergänzt um medika­mentöse Therapie, körper­liche Aktivität und Lungen­sport, Atemphy­sio­the­rapie sowie Patien­ten­schulung.
  • Adressen: weiter­füh­rende Anlauf­stellen wie Alpha1 Deutschland, COPD-Deutschland, Deutsche Atemwegsliga und weitere Organi­sa­tionen.

Zeitschrift
Atemwege und Lunge
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