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	<title>Atemwege und Lunge</title>
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	<title>Atemwege und Lunge</title>
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	<item>
		<title>Wenn Hitze auf Feuchtigkeit trifft</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/wenn-hitze-auf-feuchtigkeit-trifft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 19:21:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Atemnot]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenwetter]]></category>
		<category><![CDATA[Asthma]]></category>
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					<description><![CDATA[Die "Kühlgrenztemperatur" und ihre Gefahr: Sommerliche Hitze belastet uns alle. Doch nicht die reine Außentemperatur entscheidet, wie schwül und anstrengend ein Tag wird – sondern das Zusammenspiel von Hitze und Luftfeuchtigkeit. Fachleute nennen diesen Wert die Kühlgrenz- oder Feuchtkugeltemperatur. Sie beschreibt, wie gut sich unser Körper durch Verdunstung von Schweiß maximal abkühlen kann. Ist die Luft feucht, verdunstet Schweiß schlechter – die Kühlung durch Schwitzen versagt immer mehr.]]></description>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:13px">Gesamtbeitrag als <strong>PDF</strong>. Veröffentlicht in der <a href="/zeitschriften/ausgabe-51-sommer-2026/">Ausgabe 51/Sommer 2026</a>, S32 ff</p>
</div>



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</div>
</div>
</div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die "Kühlgrenz</strong>t<strong>emperatur" und ihre Gefahr</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sommerliche Hitze belastet uns alle. Doch nicht die reine Außentemperatur entscheidet, wie schwül und anstrengend ein Tag wird – sondern das Zusammenspiel von Hitze und Luftfeuchtigkeit. Fachleute nennen diesen Wert die <strong>Kühlgrenz- oder Feuchtkugeltemperatur.</strong> Sie beschreibt, wie gut sich unser Körper durch Verdunstung von Schweiß maximal abkühlen kann. Ist die Luft feucht, verdunstet Schweiß schlechter – die Kühlung durch Schwitzen versagt immer mehr.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum sind gerade Lungenkranke besonders gefährdet?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei chronischen Lungenerkrankungen wie COPD, Asthma, Lungenfibrose, oder Bronchiektasen kann eine gefährliche Kombination entstehen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Hitze und Feuchte erschweren die Atmung.</li>



<li>Hohe Feuchte kann die Lungenfunktion direkt verschlechtern.</li>



<li>Heiße Tage gehen oft mit erhöhten Ozon‑, Pollen oder Feinstaubwerten einher, also bekannten Auslösern für Asthma- und COPD-Schübe (WHO, 2021).</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der Deutsche Wetterdienst (DWD, 2020) betont, dass thermische Belastung immer aus Temperatur, Feuchte, Wind und Strahlung besteht. Die amerikanische Gesundheitsschutzbehörde CDC (2022) benennt Hitze, schlechte Luftqualität und chronische Erkrankungen explizit als Risikokombination.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was passiert im Körper bei hoher Kühlgrenztemperatur?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um sich abzukühlen, muss der Körper mehr leisten: Puls und Atemfrequenz steigen. Gleichzeitig kann Flüssigkeitsmangel das Sekret in den Atemwegen zäh machen – Husten und Luftnot nehmen zu. Studien zeigen, dass extreme Hitze mit mehr COPD-Beschwerden, Krankenhauseinweisungen und sogar erhöhter Sterblichkeit verbunden ist. Eine Metaanalyse ergab ein signifikant erhöhtes Risiko für COPD-Exazerbationen und ‑Sterblichkeit durch Hitzeexposition (Song et al., 2021).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kritische Grenzen: Tiefer als oft angenommen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Früher galt eine Kühlgrenztemperatur von 35 °C als theoretische Überlebensgrenze. Neuere physiologische Studien zeigen jedoch, dass kritische Werte bei realen Menschen deutlich niedriger liegen. Für junge gesunde Erwachsene fanden Vecellio et al. (2022) je nach Bedingungen Grenzen zwischen 25,8 und 31,3 °C. Bei älteren Menschen und erst recht bei chronisch Kranken ist die sichere Zone wahrscheinlich noch kleiner.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-light-green-cyan-color has-text-color has-link-color wp-elements-1">Praktisch heißt das:</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schon 28 bis 32 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit können für Sie belastender sein als trockene 35 °C. Besonders tückisch sind heiße, schwüle Nächte – der Körper kann sich nicht erholen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Sie im Alltag tun können</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei hoher Kühlgrenztemperatur (erkennbar an Schwülewarnungen des DWD oder Hitze-Apps) empfehle ich:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Körperliche Aktivität reduzieren, am besten in die kühlen Morgen- oder Abendstunden legen.</li>



<li>Kühle Innenräume aufsuchen (ggf. mit Verdunkelung, Ventilator – Klimaanlage auf niedrige Stufe, direkten Luftzug vermeiden).</li>



<li>Ausreichend trinken (Wasser, ungesüßte Tees; auf Alkohol und koffeinhaltige Getränke verzichten).</li>



<li>Medikamente wie verordnet weiter einnehmen – nicht eigenmächtig absetzen.</li>



<li>Peak-Flow oder Sauerstoffsättigung nach ärztlicher Vorgabe kontrollieren.</li>



<li>Zusätzlich auf Ozon- und Pollenwarnungen achten.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Warnzeichen – wann sofort handeln?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Suchen Sie unverzüglich medizinische Hilfe bei:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zunehmender Atemnot (auch in Ruhe)</li>



<li>Pfeifender Atmung oder Husten, der nicht auf das Notfallspray anspricht</li>



<li>Verwirrtheit, Schwindel, starker Schwäche</li>



<li>Brustschmerz oder bläulichen Lippen</li>



<li>Deutlich fallender Sauerstoffsättigung (z. B. unter 90 %, falls bekannt)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:13px">Literatur/Quellen (nach APA 7)<br>Centers for Disease Control and Prevention. (2022). Climate and health – Heat &amp; lung disease. Abgerufen am 25.05.2026.<br>Deutscher Wetterdienst. (2020). Hitzewarnungen und thermische Belastung – Grundlagen. Offenbach: DWD.<br>Song, X., Wang, S., Hu, Y., Yue, M., Zhang, T., Liu, Y., … &amp; Shang, J. (2021). Impact of ambient temperature on morbidity and mortality of chronic obstructive pulmonary disease: A meta-analysis.<br>Science of The Total Environment, 787, 147539. <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0048969721026103?via%3Dihub" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2021.147539</a><br>Vecellio, D. J., Wolf, S. T., Cottle, R. M., &amp; Kenney, W. L. (2022). Critical environmental limits for young, healthy adults (PSU Heat Project).<br>Nature Communications, 13, 1594. <a href="https://doi.org/10.1038/s41467-022-9168-World" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.1038/s41467-022‑9168-World</a> HealthOrganization. (2021). Heat and health . Genf: WHO.<br>Abgerufen von <a href="https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/climate-change-heat-and-health" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/climate-change-heat-and-health</a></p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Warum ist dann die Sauna nicht gefährlicher – obwohl sie viel heißer ist?</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. Entscheidend ist die Luftfeuchtigkeit, nicht die Temperatur</strong><br>In einer <strong>Sauna</strong> (klassisch finnisch) liegt die Luftfeuchtigkeit meist nur bei 10–20 %, bei Temperaturen von 80–100 °C. Die Luft ist extrem trocken. Dadurch kann der Schweiß auf der Haut sofort verdunsten – die Verdunstungskühlung funktioniert hervorragend. Der Körper kühlt sich effektiv, solange man genug Flüssigkeit hat. Die <strong>Kühlgrenztemperatur</strong> bleibt in der Sauna also überraschend niedrig.<br>Bei <strong>schwüler Hitze</strong> (z. B. 32 °C Außentemperatur mit 80 % Luftfeuchtigkeit) ist die Luft dagegen schon fast mit Wasserdampf gesättigt. Der Schweiß kann nicht mehr verdunsten – die Kühlgrenztemperatur steigt auf gefährliche Werte (nahe der Körpertemperatur). Der Körper überhitzt, auch wenn es „nur“ 32 °C sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2. Kurze Aufenthaltsdauer + aktive Abkühlung</strong><br>Niemand bleibt eine Stunde in der Sauna. Typisch sind <strong>10–15 Minuten</strong>, dann folgt bewusste Abkühlung (kalt duschen, im Freien abkühlen). Danach Ruhephase. Der Kreislauf wird trainiert, nicht dauerhaft belastet. Bei einer Hitzewelle hingegen sind Menschen <strong>viele Stunden oder Tage </strong>ununterbrochen der Belastung ausgesetzt – besonders nachts, wenn keine Erholung möglich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3. Atemwege: Heiße, trockene Luft ist weniger belastend als feuchtwarme</strong><br>Für Asthmatiker oder COPD-Patienten kann feuchtwarme, stickige Luft (wie in Gewitternächten) die Atemwege verengen. Trockene Saunaluft wird dagegen oft sogar als angenehm und befreiend empfunden – ich empfehle daher, Sauna bei stabilem Asthma oder COPD ggf. mal auszuprobieren, mit Aufgüssen und damit verbundener Dampferzeugung und ggf. stark riechenden Zusätzen aber eher vorsichtig zu sein. Im Zweifelsfall kann man im Übrigen auch zunächst einmal auf die sogenannte Bio-Sauna mit Temperaturen zwischen 55 und 65 °C ausweichen.</p>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sauna ist nicht mit schwüler Sommerhitze vergleichbar.<br>In der Sauna ist die Luft trocken → Verdunstung kühlt → kurzzeitig → kontrolliert. In der Hitzewelle ist die Luft feucht → Verdunstung versagt → dauerhaft → unkontrolliert. Deshalb ist 32 °C bei Regenwetter gefährlicher für Atemwegspatienten als 90 °C in der Sauna.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:13px">Referenzen (APA 7)<br>Hannuksela, M. L., &amp; Ellahham, S. (2001). Benefits and risks of sauna bathing. The American Journal of Medicine, 110(2), 118–126. <br><a href="https://www.amjmed.com/article/S0002-9343(00)00671-9/abstract" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.1016/S0002-9343(00)00671–9</a><br>Kukkonen-Harjula, K., &amp; Kauppinen, K. (2006). How the sauna affects the body. In Sauna studies (pp. 27–35). Sauna Society of Finland.<br>Vecellio, D. J., Wolf, S. T., Cottle, R. M., &amp; Kenney, W. L. (2022). Critical environmental limits for young, healthy adults (PSU Heat Project).<br>Nature Communications, 13, Article 1594. <a href="https://doi.org/10.1038/s41467-022-29168-2" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.1038/s41467-022–29168‑2</a></p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide">



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Autor</strong><br>Dr. med. Michael Barczok<br>Facharzt für Innere Medizin, Lungen- und Bronchialheilkunde, Allergologie, Sozial‑, Schlaf- und Umweltmedizin<br>Lungenzentrum Ulm<br><a href="https://www.lungenzentrum-ulm.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.lungenzentrum-ulm.de</a></p>



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<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide">



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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</div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Bildnachweis</strong><br>Copyright Foto: AdobeStock – Robert Kneschke</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sauerstoff – Versorgungsvarianten</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/sauerstoff-versorgungsvarianten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 19:02:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Atemnot]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsmittel]]></category>
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		<category><![CDATA[Flüssigsauerstoff]]></category>
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		<category><![CDATA[Sauerstofftherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor- und Nachteile verschiedener Versorgungsvarianten: Sich frei bewegen zu können und dabei unbeschwert zu atmen, erscheint selbstverständlich – bis genau diese Fähigkeiten eingeschränkt sind.

„Es ist und bleibt ein Glück, vielleicht das Höchste, frei atmen zu können“, schrieb der Schriftsteller Theodor Fontane und brachte damit treffend auf den Punkt, was
Menschen mit Atemwegserkrankungen oft verwehrt bleibt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:13px">Gesamtbeitrag als <strong>PDF</strong>. Veröffentlicht in der <a href="/zeitschriften/ausgabe-51-sommer-2026/">Ausgabe 51/Sommer 2026</a>, S50 ff</p>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Vor- und Nachteile verschiedener Versorgungsvarianten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sich frei bewegen zu können und dabei unbeschwert zu atmen, erscheint selbstverständlich – bis genau diese Fähigkeiten eingeschränkt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist und bleibt ein Glück, vielleicht das Höchste, frei atmen zu können“, schrieb der Schriftsteller Theodor Fontane und brachte damit treffend auf den Punkt, was Menschen mit Atemwegserkrankungen oft verwehrt bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch es besteht kein Anlass zur Resignation: In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Hilfsmittel entwickelt, die entscheidend dazu beitragen können, Lebensqualität und Mobilität zu erhalten oder sogar zurückzugewinnen. Gerade im Bereich der Sauerstoffversorgung steht heute eine Vielzahl an Versorgungsvarianten zur Verfügung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Individuelle Abwägung, Kompromissbereitschaft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Patienten, die eine Langzeit-Sauerstofftherapie benötigen, stehen häufig vor der Frage, welches Hilfsmittel „das beste“ ist. Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht: Jede Versorgungsform bringt Vor- und Nachteile mit sich und erfordert eine individuelle Abwägung sowie Kompromissbereitschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der folgende Artikel stellt die verschiedenen Versorgungsvarianten vor und beleuchtet deren jeweilige Stärken und Grenzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Flüssigsauerstoff <em>(engl. liquid oxygen / LOX)</em></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Flüssigsauerstoff wird mit einer Temperatur von −183 °C in Basistanks geliefert und regelmäßig durch den Versorger nachgefüllt. Ein Liter Flüssigsauerstoff entspricht etwa 850 Litern gasförmigem Sauerstoff.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für unterwegs stehen unterschiedlich große tragbare Einheiten (z. B. sog. Stroller) zur Verfügung, die vom Patienten zuhause an der Basisstation befüllt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>geräuschlose Versorgung ohne Stromanschluss</li>



<li>auch höhere Dosierungen (&gt; 5 l/min) möglich</li>



<li>Abfülleinheiten mit Dauerfluss oder Atemzugsteuerung verfügbar</li>



<li>zusätzliche Autotanks (20 l) möglich</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Abhängigkeit und regelmäßiges Nachfüllen vom Versorger</li>



<li>Größe und Gewicht der Abfülleinheit bestimmenden Bewegungsspielraum</li>



<li>sicherer Umgang während des Abfüllens erforderlich, um Vereisung des Abfüllstutzens zu vermeiden</li>



<li>nicht für Flug- und Schiffsreisen zugelassen</li>



<li>ggf. Meldepflicht bei Versicherungen (Brandschutz)</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Gasförmiger Sauerstoff<em> (engl. gaseous oxygen / GOX)</em></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gasförmiger Sauerstoff wird in Druckgasflaschen bereitgestellt. Eine gängige 2‑Liter-Flasche enthält 400 Liter Sauerstoff. Aufgrund des begrenzten Volumens eignet sich diese Versorgungsform vor allem bei geringem Mobilitätsanspruch oder als Notfallreserve und ersetzt keine häusliche Versorgung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>geräuschlos und ohne Strom nutzbar</li>



<li>Sauerstoff über mehrere Jahre lagerfähig</li>



<li>Dauerfluss und Atemzugsteuerung möglich</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>kein eigenständiges Nachfüllen möglich</li>



<li>Flaschentausch durch den Versorger erforderlich</li>



<li>für höhere Dosierungen (&gt; 4 l/min) ungeeignet</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Stationärer (häuslicher) Sauerstoffkonzentrator</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umgebungsluft besteht zu etwa 78 % aus Stickstoff, 21 % aus Sauerstoff und zu 1 % aus Edelgasen. Ein Sauerstoffkonzentrator saugt diese Luft an und trennt die Bestandteile physikalisch: Molekularsiebe halten Stickstoff zurück, während Sauerstoff konzentriert abgegeben wird. Diese Hilfsmittel werden als Basisversorgung eingesetzt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Unabhängigkeit vom Lieferanten: kein Nachfüllen erforderlich</li>



<li>Konzentratoren können auf Reisen (z. B. im eigenen PKW) mitgenommen werden</li>



<li>Dauerflussversorgung bis zu 9 l/min möglich</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Stromanschluss notwendig</li>



<li>Betriebsgeräusch (ca. 39 dB, vergleichbar mit einem Kühlschrank)</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Heimfüllanlage</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heimfüllanlagen arbeiten nach demselben Prinzip wie Konzentratoren. Der erzeugte Sauerstoff wird jedoch nicht direkt an den Patienten abgegeben, sondern in<br>Druckgasflaschen gefüllt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>versorgerunabhängiges Befüllen der Flaschen durch den Patienten</li>



<li>Sauerstoffabgabe mit Atemzugsteuerung oder Dauerfluss möglich</li>



<li>unterschiedliche Flaschengrößen je nach Dosierung und tragbarem Gewicht verfügbar</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Stromanschluss während des Befüllens notwendig,</li>



<li>Geräuschentwicklung beim Füllvorgang.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Mobiler Sauerstoffkonzentrator</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mobile Konzentratoren funktionieren wie stationäre Geräte, sind jedoch für den Einsatz unterwegs konzipiert. Neben dem Akkubetrieb ermöglichen passende Tragetaschen, Rucksäcke oder Caddys die Mitnahme. Aufgeladen wird der Akku mittels Stromkabel, Autoladekabel oder externem Ladegerät. Größe und eingestellte Stufe des Akkus beeinflussen dessen Laufzeit. Mobilkonzentratoren werden unterschieden in tragbare und transportable Modelle. Tragbare Konzentratoren haben ein geringes Gewicht und versorgen ausschließlich per Atemzugsteuerung (Demandmodus). Transportable Konzentratoren hingegen laufen sowohl im Dauerfluss als auch atemzuggesteuert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>hoher Bewegungsspielraum und Unabhängigkeit vom Versorger</li>



<li>Nutzung auch während des Ladevorgangs möglich</li>



<li>Zulassung für Flug- und Schiffsreisen</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Betriebsgeräusch</li>



<li>begrenzte Dosierung (atemzuggesteuert meist bis 4 l/min, Dauerfluss bis 3 l/min)</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Betrachtung der Kriterien zur Hilfsmittelauswahl sowie die Vor- und Nachteile der Versorgungsvarianten zeigen: Die Entscheidung für ein geeignetes System ist von vielen Faktoren abhängig und muss individuell getroffen werden. Keine der vorgestellten Optionen ist per se „die beste“. Entscheidend ist vielmehr eine sorgfältige Abwägung zwischen den Bedürfnissen der Patienten, der medizinischen Notwendigkeit und den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Kostenträger. Die Wahl des passenden Gerätes hat unmittelbaren Einfluss auf den Therapieerfolg und damit auch auf die Gesundheit! Es ist ratsam, sich von einem spezialisierten Hilfsmittellieferanten individuell beraten zu lassen, um eine Versorgung zu finden, die den Anforderungen von Patienten, Ärzten und Krankenversicherungen gerecht wird.</p>



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<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide">



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Autorin</strong><br>Anja Spaja<br>Air-be‑c Medizintechnik GmbH<br>Telefon 0365 – 20571818<br><a href="https://www.air-be-c.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.air-be‑c.de</a><br><a href="mailto:info@air-be-c.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">info@air-be‑c.de</a></p>



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<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Bildnachweis</strong><br>Copyright Foto: AdobeStock – Sticky Finger</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Selbstfürsorge beginnt auf dem Teller</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/selbstfuersorge-beginnt-auf-dem-teller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 18:36:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Pneumologische Rehabilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Atmung]]></category>
		<category><![CDATA[COPD]]></category>
		<category><![CDATA[Darm-Lunge-Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Eiweiß]]></category>
		<category><![CDATA[Energieverbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Körpergewicht]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenemphysem]]></category>
		<category><![CDATA[Mahlzeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Nährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sarkopenie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://atemwegeundlunge.de/?p=25994072</guid>

					<description><![CDATA[Ernährungstipps und Rezepte aus der Praxis: Für Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen wie COPD wird „Selbstfürsorge“ oft mit Medikamentenplänen und Inhalationstechniken gleichgesetzt.
Ihre persönliche Ernährungsweise kann jedoch ebenso zu einer hochwirksamen Therapiestrategie werden, die direkt über Ihre Muskelkraft, Ihre Infektanfälligkeit
und Ihre Lebensqualität entscheidet!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:13px">Gesamtbeitrag als <strong>PDF</strong>. Veröffentlicht in der <a href="/zeitschriften/ausgabe-51-sommer-2026/">Ausgabe 51/Sommer 2026</a>, S59 ff</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Ernährungstipps und Rezepte aus der Praxis</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen wie COPD wird „Selbstfürsorge“ oft mit Medikamentenplänen und Inhalationstechniken gleichgesetzt. Ihre persönliche Ernährungsweise kann jedoch ebenso zu einer hochwirksamen Therapiestrategie werden, die direkt über Ihre Muskelkraft, Ihre Infektanfälligkeit und Ihre Lebensqualität entscheidet!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Hochleistungsmotor:<br>Warum Ihr Körper mehr Energie braucht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Atmen ist für gesunde Menschen Schwerstarbeit, die größtenteils unbewusst abläuft. Bei einer COPD muss die Atemhilfsmuskulatur jedoch massiv kompensieren. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass der <strong>Energieverbrauch allein für die Atmung bei COPD-Patienten bis zu zehnmal höher sein kann </strong>als bei Lungengesunden. Weiterhin sind ein unbeabsichtigter Gewichtsverlust oder ein niedriger Body-Mass-Index (BMI &lt; 21 kg/m²) unabhängige Risikofaktoren für eine schlechtere Prognose. Selbstfürsorge bedeutet hier, den „Tank“ stets gefüllt zu halten, um den Abbau lebenswichtiger Muskelsubstanz zu verhindern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eiweiß und Bewegung: <br>Die Synergie der Kraft</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abbau von Muskelmasse (Sarkopenie) ist eine häufige Begleiterscheinung der COPD, die besonders das Zwerchfell schwächt. Aktuelle klinische Empfehlungen raten zu einer täglichen <strong>Eiweißzufuhr von 1,2 bis 1,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das „anabole Fenster“: </strong>Selbstfürsorge heißt auch, klug zu planen. Nutzen Sie die Synergie: Verzehren Sie proteinreiche Mahlzeiten (Quark, Eier, Hülsenfrüchte, Fisch) idealerweise in zeitlicher Nähe zu Ihrem Lungensport oder der Physiotherapie. Nur in Kombination mit Bewegung kann der Körper das Eiweiß effizient in Muskelmasse umwandeln.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Darm-Lungen-Achse: Immunologische Selbstfürsorge</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die moderne Forschung zur sogenannten <strong>Darm-Lungen- Achse (gut-lung axis)</strong> zeigt, dass unser Immunsystem im Darm direkt mit dem in der Lunge kommuniziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ballaststoffe als Schutzschild: </strong>Wenn Darmbakterien Ballaststoffe aus Vollkorn und Gemüse abbauen, entstehen kurzkettige Fettsäuren. Diese wirken systemisch entzündungshemmend. Eine ballaststoffreiche Ernährung ist somit aktive Infektprophylaxe und hilft, das Risiko für Exazerbationen (akute Verschlechterungen) zu senken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mikronährstoffe: </strong>Omega-3-Fettsäuren (aus Leinöl, Nüssen oder Fisch) und Antioxidantien (aus Beeren und grünem Blattgemüse) mindern den oxidativen Stress in den Lungenbläschen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Pacing in der Küche:<br>Energiemanagement bei Erschöpfung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Patienten leiden unter Fatigue (chronischer Erschöpfung). Selbstfürsorge bedeutet hier die Anwendung des <strong>„Pacings“</strong> – das Haushalten mit den eigenen Kräften:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Vorbereitung</strong>: Nutzen Sie energiereiche Phasen (oft morgens), um Mahlzeiten vorzubereiten (meal prepping).</li>



<li><strong>Essen ohne Atemnot: </strong>Große Mahlzeiten drücken den Magen gegen das Zwerchfell und erschweren die Atmung. Wechseln Sie zu fünf bis sechs kleinen Mahlzeiten.</li>



<li><strong>Trink-Timing: </strong>Trinken Sie vor allem zwischen den Mahlzeiten, um das Magenvolumen während des Essens nicht unnötig einzuschränken.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Psychologische Dimension:<br>Achtsamkeit und Selbstwirksamkeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Selbstfürsorge hat eine starke mentale Komponente. Das Gefühl, der Krankheit nicht machtlos ausgeliefert zu sein, stärkt die <strong>Selbstwirksamkeit</strong>.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Achtsames Essen:</strong> Studien zur achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (mindfulness-based stress reduction, MBSR) zeigen, dass bewusstes Genießen den Cortisolspiegel senkt. Dies verbessert die Verdauung und hilft, die Angst vor Atemnot während des Essens zu reduzieren.</li>



<li><strong>Soziale Ressourcen: </strong>Isolation führt oft zu Mangelernährung. Gemeinsames Essen steigert nachweislich die Lust am Essen und fördert den Austausch über<br>Bewältigungsstrategien, was wiederum die psychische Resilienz stärkt.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Wissen ist Macht und Kraft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die „Nutrition Literacy“ – also das Wissen über die richtige Ernährung – ist ein Werkzeug der Patientensouveränität. Die Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) empfiehlt ausdrücklich eine gezielte individuelle Ernährungsberatung für Patienten mit COPD.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betrachten Sie jede Mahlzeit zudem als eine bewusste Entscheidung für Ihre Gesundheit. Indem Sie Ihren Körper gezielt mit Nährstoffen versorgen, gewinnen Sie ein Stück Kontrolle über Ihr Leben und Ihre Atemkraft zurück.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Autorinnen</strong><br>Cindy Maréchal<br>Dipl. oec. troph. (FH), Ernährungstherapeutin</p>



<p class="wp-block-paragraph">Roxana J. Paysen, B.Sc.<br>Ernährungstherapeutin, Köchin<br>Prokuristin der Nordseeklinik Westfalen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nordseeklinik Westfalen, Wyk auf Föhr<br><a href="https://nordseeklinik.online" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.nordseeklinik.online</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verpassen Sie nicht die leckeren Rezepte – <a href="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2026/09/AtemwegeundLunge-Blogbeitrag-Selbstfuersorge-beginnt-auf-dem-Teller.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">siehe PDF S. 61:</a></strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Buchweizenpfannkuchen mit Spinat-Feta-Champignonfüllung</li>



<li>Haferflockenbratlinge mit Quarkdip</li>
</ul>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:13px"><strong>Quellen</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li style="font-size:13px">Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) COPD, 2. Auflage, 2024. <a href="https://www.nvl-programm.de/themen/copd" target="_blank" rel="noreferrer noopener">COPD — Leitlinien.de</a></li>



<li style="font-size:13px">Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD)<br>Report, 2023. <a href="https://goldcopd.org/2025-gold-report/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">2025 GOLD Report – Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease – GOLD</a></li>



<li style="font-size:13px">ESPEN Guideline: Clinical nutrition in chronic lower respiratory<br>diseases (2019). <a href="https://www.clinicalnutritionjournal.com/article/S0261-5614(06)00037-9/fulltext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ESPEN Guidelines on Enteral Nutrition: Cardiology and Pulmonology – Clinical Nutrition</a></li>



<li style="font-size:13px">Budden, K. F., et al.: Emerging role of the gut microbiome in inflammatory lung diseases. In: Nature Communications.</li>



<li style="font-size:13px">Schols, A. M., et al.: <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25234804/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nutritional assessment and therapy in COPD: a European Respiratory Society statement. Nutritional assessment and therapy in COPD: a European Respiratory Society statement – PubMed</a></li>
</ul>



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</div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Bildnachweis</strong><br>Copyright Foto: AdobeStock – Olga Che</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Atemnot – Nur ein Gespür</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/atemnot-nur-ein-gespuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 18:03:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Atemnot]]></category>
		<category><![CDATA[Basisinformationen]]></category>
		<category><![CDATA[Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Atmen]]></category>
		<category><![CDATA[Bronchien]]></category>
		<category><![CDATA[COPD]]></category>
		<category><![CDATA[Lippenbremse]]></category>
		<category><![CDATA[Luftnot]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenemphysem]]></category>
		<category><![CDATA[Überblähung]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstand]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Atmen durch einen Strohhalm ist eine Technik, um die Enge und den Widerstand bei chronischen Lungenerkrankungen ein wenig nachzuempfinden.

Verschließen Sie dazu die Nase mit einer Wäscheklammer, damit Sie nur über den Mund ein- und auch wieder ausatmen können...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:13px">Gesamtbeitrag als <strong>PDF</strong>. Veröffentlicht in der <a href="/zeitschriften/ausgabe-51-sommer-2026/">Ausgabe 51/Sommer 2026</a>, S5 ff</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
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</div>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Atmen durch einen Strohhalm ist eine Technik, um die Enge und den Widerstand bei chronischen Lungenerkrankungen ein wenig nachzuempfinden.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Verschließen Sie dazu die Nase mit einer Wäscheklammer, damit Sie nur über den Mund ein- und auch wieder ausatmen können.</li>



<li>Dann nehmen Sie einen Strohhalm in den Mund und umschließen diesen komplett mit den Lippen, sodass die Luft lediglich den Strohhalm passieren kann.</li>



<li>Nun atmen Sie in einer Ruhesituation, d.h. im Sitzen oder im Stehen ohne Bewegung, für ein paar Minuten nur über den Strohhalm ein und wieder aus.</li>



<li>Anschließend – wenn Sie sich weiterhin gut fühlen – setzen Sie sich in Bewegung, gehen ein paar Minuten oder erklimmen z.B. eine Treppe oder führen andere körperliche Aktivitäten des Alltags durch.</li>
</ul>



<p class="has-vivid-red-color has-text-color has-link-color wp-elements-2 wp-block-paragraph"><strong>Achtung</strong>: Brechen Sie diese Simulation sofort ab, wenn Ihnen schwindelig wird oder Sie in Panik geraten!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie werden bemerken, wie die Luft nur sehr langsam ein- und ausströmen kann. Der Körper muss gegen einen Widerstand arbeiten, was den „Lufthunger“ und die Anstrengung z. B. bei einem Lungenemphysem simuliert – und Ihnen vielleicht ein gewisses Gespür für die Situation von Betroffenen ermöglicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Symptome einer COPD, wie z. B. Kräfteverlust, enorme Müdigkeit bzw. Erschöpfung (Fatigue-Syndrom) kann diese Simulation jedoch in keiner Weise widerspiegeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wichtiger Hinweis: </strong>Diese Simulation ist nicht mit der Lippenbremse, deren Anwendung dem Kollabieren der Bronchien und der Überblähung entgegenwirkt, gleichzusetzen.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Text/Interview</strong><br>Sabine Habicht, Redaktion Atemwege und Lunge</p>



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</div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Bildnachweis</strong><br>Copyright Foto: AdobeStock –&nbsp;RFBSIP</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Atemtherapie – Überblähung bei COPD/Lungenemphysem</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/atemtherapie-ueberblaehung-bei-copd-lungenemphysem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 17:48:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Atemnot]]></category>
		<category><![CDATA[Atemphysiotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Infektvorbeugung]]></category>
		<category><![CDATA[Pneumologische Rehabilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Rehabilitation]]></category>
		<category><![CDATA[atemerleichternde Stellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Atemtherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Ausatemdruck]]></category>
		<category><![CDATA[COPD]]></category>
		<category><![CDATA[Elastizitätsverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Lippenbremse]]></category>
		<category><![CDATA[Luftnot]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenemphysem]]></category>
		<category><![CDATA[PEP]]></category>
		<category><![CDATA[Physiotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Überblähung]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstand]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://atemwegeundlunge.de/?p=25994030</guid>

					<description><![CDATA[Unter dem medizinischen Fachbegriff der COPD werden die chronisch verengende Bronchitis und/oder das Lungenemphysem zusammengefasst. Die mit einer COPD einhergehenden körperlichen Veränderungen erfordern das Erlernen eines angepassten „richtigen Umgangs“ mit der eigenen Atmung, mit Belastungen,
aber auch mit ganz alltäglichen Situationen. Dieses Erlernen ist unter anderem Bestandteil atemphysiotherapeutischer Maßnahmen. Durch den Haus- oder Lungenfacharzt wird Atemphysiotherapie verordnet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:13px">Gesamtbeitrag als <strong>PDF</strong>. Veröffentlicht in der <a href="/zeitschriften/ausgabe-51-sommer-2026/">Ausgabe 51/Sommer 2026</a>, S28 ff</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<div class="wp-block-buttons has-custom-font-size is-content-justification-right is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-89b4c9e9 wp-block-buttons-is-layout-flex" style="font-size:15px">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-light-green-cyan-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-element-button" href="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2026/09/Atemwegeundlunge-Blogbeitrag-Sabine-Weise-Atemtherapie.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gesamtbeitrag hier als PDF öffnen</a></div>
</div>
</div>
</div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong><strong>Ausatmen gegen einen Widerstand</strong></strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem medizinischen Fachbegriff der COPD werden die chronisch verengende Bronchitis und/oder das Lungenemphysem zusammengefasst. <strong>Die mit einer COPD einhergehenden körperlichen Veränderungen erfordern das Erlernen eines angepassten „richtigen Umgangs“ mit der eigenen Atmung, mit Belastungen, aber auch mit ganz alltäglichen Situationen.</strong> Dieses Erlernen ist unter anderem Bestandteil atemphysiotherapeutischer Maßnahmen. Durch den Haus- oder Lungenfacharzt wird Atemphysiotherapie verordnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gespräch mit <strong>Sabine Weise</strong>, Physiotherapeutin, München und Mitinitiatorin sowie Dozentin der Fortbildungsreihe „Atemphysiotherapie“ der AG Atemphysiotherapie im Deutschen Verband für Physiotherapie (ZFK) e.V. erfahren wir mehr.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Elastizitätsverlust und Überblähung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer schweren COPD (GOLD 3–4) mit Lungenemphysem zerstören entzündliche Um- und Abbauprozesse im Bereich der kleinsten Atemwege (kleinsten peripheren Bronchiolen) und Lungenbläschen die elastischen Fasern der Lunge. Dies betrifft zunehmend auch die Wandstrukturen der kleinsten Atemwege und der Lungenbläschen. Die Emphysemlunge verliert durch diese irreversiblen Prozesse ihre elastische Rückstellkraft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese elastische Rückstellkraft der Lunge bewirkt unsere physiologische Ausatmung. Je geringer diese Rückstellkraft, desto weniger kann sich die Lunge zusammenziehen und damit ihre <strong>Ausatmungsfunktion</strong> erfüllen. Das Lungengewebe hängt während der Ausatmung dann zunehmend schlaff und bleibt mit Luft überfüllt. Man spricht von einer „chronisch strukturell überblähten Lunge“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Instabilität der Atemwege</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus entwickelt sich eine Instabilität der kleinen Atemwege. Aufgrund dieser Instabilität kann die bestehende chronische Lungenüberblähung durch eine sogenannte dynamische Überblähung verstärkt werden. Je forcierter mit Unterstützung der Bauchmuskulatur ausgeatmet wird – was beispielsweise durch körperliche Anstrengung erforderlich ist – desto stärker werden die kleinen instabilen Atemwege komprimiert und können kollabieren, sodass die notwendige Luftentleerung während der Ausatmung zusätzlich behindert wird. Nach jeder aktiven Ausatmung (Ausatmung mit Unterstützung der Bauchmuskulatur), verbleibt auf diese Weise eine immer größer werdende Restluftmenge in der Lunge. Das Ausmaß dieser Überblähung variiert. Sie wird deshalb als „dynamisch“ bezeichnet. Je größer die dynamische Überblähung in der Lunge ist, desto kleiner wird der Platz für die frische Einatmungsluft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einige Maßnahmen können hilfreich sein, um ein Kollabieren der Atemwege zu vermeiden:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einsatz einer PEP-Atemtechnik insbesondere bei körperlicher Belastung</li>



<li>Einnehmen einer atmungserleichternden Körperstellung (z. B. Kutschersitz, Torwartstellung etc.)</li>



<li>Tempoanpassung bei körperlicher Belastung, ggf. spezieller Belastungsrhythmus beim Treppensteigen</li>



<li>Sprechen bei Belastung</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Einsatz des positiven Ausatmungsdrucks (PEP)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">PEP steht für Positive Expiratory Pressure – positiver Ausatmungsdruck. Um eine dynamische Überblähung und das damit einhergehende Gefühl der Atemnot zu reduzieren und gleichzeitig auch eine mechanische Überlastung des Zwerchfells (wichtigster Atemmuskel) und der Atemhilfsmuskulatur (Hals-/Nacken und Schultermuskulatur) zu vermeiden, sollte jeder COPD-Patient angeleitet werden, mittels einer sogenannten PEP-Atmung die kleinen Atemwege während der Ausatmung zu stabilisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Erhöhung des Atemwegsinnendrucks durch eine PEP-Atmung können die Atemwege offengehalten und ein Kollabieren vermieden werden. Selbst bei einer forcierten Ausatmung, kann eine PEP-Atmung dazu beitragen, dass die Restluft besser abgeatmet werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den PEP-Techniken wird gegen unterschiedlich hohe Widerstände ausgeatmet und so ein hoher Atemwegsinnendruck erzeugt. Der PEP sollte so hoch gewählt sein, dass auch die kleinen peripheren Atemwege offengehalten werden. Die entsprechende PEP-Dosierung sollte von Atemphysiotherapeuten individuell und situationsgerecht angepasst werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lippenbremse, die bekannteste PEP-Technik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die bekannteste PEP-Technik ist die Lippenbremse. Sie bewirkt jedoch nur einen relativ geringen positiven Atemwegsdruck. Um kleine periphere Atemwege offen zu halten oder eine dynamische Überblähung zu reduzieren, werden relativ hohe Drucke benötigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Korrekte Durchführung der dosierten Lippen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Entspannte Wangen und locker aufeinanderliegende Lippen.</li>



<li>Möglichst ruhig durch die Nase kleines Atemzugvolumen einatmen.</li>



<li>Ausatmungsluft durch locker aufeinanderliegende Lippen ausströmen lassen.</li>



<li>Dabei blähen sich Wangen und Oberlippe leicht auf.</li>



<li>Im Rachen spürt man den positiven Druck, der die Atemwege offenhält.</li>



<li>Der Atemrhythmus soll nicht beeinflusst werden.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Erzeugung höherer Ausatmungsdrucke</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einsatz der Lippenbremse, wie beschrieben, ermöglicht einen Druck von ca. 3–5 cmH2O (Einheit der Druckangabe, gesprochen = „cm Wassersäule“). Für eine Situation in Ruhe und in geringer Belastung reicht der Ausatemdruck durch die Lippenbremse aus. Um kleine periphere Atemwege offen zu halten oder eine dynamische Überblähung zu  reduzieren, werden relativ hohe Drucke benötigt, wie sie z.B. die Ausatmung über einen ca. 5–20 cm langen Strohhalm mit 5 mm Durchmesser oder durch PEP-Geräte gewährleistet werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Einige Beispiele, wann höhere PEP-Werte erforderlich sind:</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eröffnung der Bronchialkanäle zur kollateralen Ventilation (auch zur Reduktion von Überblähung): &gt;10 cmH2O</li>



<li>Bei Entzündungen der kleinen Atemwege:</li>



<li>Verhinderung eines Atemwegskollaps: etwa 10 cmH2O</li>



<li>Öffnung von Atelektasen (Lungenabschnitte, die zusammengefallen sind, somit fehlende Belüftung von Teilabschnitten der Lunge): 30 cmH2O für die ersten drei bis vier Ausatmungen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bereits beschrieben, können höhere PEP-Werte mit dem Einsatz von Strohhalmen oder auch PEP-Geräten erzeugt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Beispiele mit Strohhalm:</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="text-decoration: underline;">Durchmesser 5 mm</span><br>Länge 5 cm – Druck ca. 15 cmH2O<br>Länge 10 cm – Druck ca. 20 cmH2O<br>Länge 20 cm – Druck ca. 30 cmH2O</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="text-decoration: underline;">Länge 16 cm, Durchmesser 5 mm</span><br>Winkel 50 – Druck ca. 34 cmH2O<br>Winkel 85 – Druck ca. 42 cmH2O<br>Winkel 140 – Druck ca. 55 cmH2O</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:12px">Die Drucke der Strohhalme, verschiedener PEP-Geräte und der Lippenbremse wurden dankenswerterweise von Prof. Dr. Cegla bei einem Fluss von 0,75 l/s gemessen. (Messungen: 2008/ 2013)</p>



<h3 class="wp-block-heading">Beispiele PEP-Geräte ohne Oszillation (Schwingung):</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="text-decoration: underline;">PARI PEP S‑Systeme</span><br>Einstellung der Stenose auf:<br>2 mm – Druck 152 cmH2O<br>3 mm – Druck 62 cmH2O<br>4 mm – Druck 24 cmH2O</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="text-decoration: underline;">BA-Tube</span><br>Positionseinstellung:<br>2 – Druck 148 cmH2O<br>3 – Druck 93 cmH2O<br>4 – Druck 69 cmH2O</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:12px">Quelle: Messungen Prof. U.H. Cegla, 2008/2013</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Heilmittel Atemphysiotherapie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Atemphysiotherapie ist ein verordnungsfähiges Heilmittel (KG-Atemtherapie), das vom Haus- oder Lungenfacharzt bei chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen verschrieben werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel einer physiotherapeutischen Atemtherapie ist die bestmögliche Wiederherstellung und Erhaltung uneingeschränkter Atmung. Atemphysiotherapie ist also wichtiger Bestandteil des gesamten Behandlungskonzeptes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen kennen die Anwendungen der Atemphysiotherapie nicht, die unter anderem der Atemerleichterung und der bewussten Atemwahrnehmung dienen, wie z. B. Erlernen von atemerleichternden Stellungen, Mobilisierung des Brustkorbs, Kräftigung der Muskulatur oder auch der Sekretmobilisation (Lösung von Sekret in den Bronchien) durch spezielle Übungen sowie durch Einsatz von Hilfsmitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>PEP-Techniken </strong>mit und ohne Gerät werden während der Atemphysiotherapie erlernt, angewendet und auf die jeweils individuelle Situation abgestimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Deutsche Atemwegsliga e.V. </strong>empfiehlt die Atemphysiotherapie als eine Maßnahme zur Verbesserung von Lungenfunktion und Lebensqualität. Ein Register bundesweiter Atemphysiotherapeuten finden Sie auf den Seiten der Atemwegsliga:<br><a href="https://www.atemwegsliga.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.atemwegsliga.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen zur Atemphysiotherapie und ebenfalls eine Liste von spezialisierten Physiotherapeutinnen und ‑therapeuten finden Sie auf den Internetseiten der <strong>AG Atemphysiotherapie</strong>:<br><a href="https://www.ag-atemphysiotherapie.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.ag-atemphysiotherapie.de</a></p>
</div>
</div>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Text/Interview</strong><br>Das Interview mit Sabine Weise führte Sabine Habicht, Redaktion Atemwege und Lunge</p>



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</div>



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<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Bildnachweis</strong><br>Copyright Foto: AdobeStock – Arconarani</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>COPD nach der Erstdiagnose</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/copd-nach-der-erstdiagnose-laux-norbert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 17:50:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Atemnot]]></category>
		<category><![CDATA[Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnostik]]></category>
		<category><![CDATA[Infektvorbeugung]]></category>
		<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Rehabilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[Ängste]]></category>
		<category><![CDATA[Auseinandersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Belastungsgrenze]]></category>
		<category><![CDATA[COPD]]></category>
		<category><![CDATA[Husten]]></category>
		<category><![CDATA[Infekt]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenemphysem]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchstopp]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsthilfe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://atemwegeundlunge.de/?p=25993966</guid>

					<description><![CDATA[Als der Husten nicht mehr aufhören wollte, bin ich im Jahr 2015 zum Lungenfacharzt gegangen. Dort wurde COPD im Stadium I festgestellt. Die ersten vier Jahre habe ich die Diagnose verdrängt und weiter geraucht. Bis ich irgendwann mit Verdacht auf Herzinfarkt im Krankenhaus gelandet bin. Auslöser war eine Mikroembolie in der Lunge. Eine Mikroembolie ist ein plötzlicher Verschluss kleinster Blutgefäße durch winzige, im Blut zirkulierende Partikel.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:13px">Gesamtbeitrag als <strong>PDF</strong>. Veröffentlicht in der <a href="/zeitschriften/ausgabe-51-sommer-2026/">Ausgabe 51/Sommer 2026</a>, S18 ff</p>
</div>



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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>…nicht weitermachen wie bisher</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als der Husten nicht mehr aufhören wollte, bin ich im Jahr 2015 zum Lungenfacharzt gegangen. Dort wurde COPD im Stadium I festgestellt. Die ersten vier Jahre habe ich die Diagnose verdrängt und weiter geraucht. Bis ich irgendwann mit Verdacht auf Herzinfarkt im Krankenhaus gelandet bin. Auslöser war eine Mikroembolie in der Lunge. Eine Mikroembolie ist ein plötzlicher Verschluss kleinster Blutgefäße durch winzige, im Blut zirkulierende Partikel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Name ist <strong>Norbert Laux</strong> (64), ich bin berentet und wohne am Mittelrhein.<br>Nun konnte ich mit dem Rauchen aufhören, von einem Tag auf den anderen. Das „Aufhörenwollen“ war entscheidend und verlief viel besser als gedacht, ohne Nebenwirkungen, ohne Gewichtszunahme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem versuchte ich, Sport in meinen Alltag zu integrieren, was jedoch keineswegs immer funktionierte. Doch inzwischen gehe ich regelmäßig zweimal pro Woche ins Fitnessstudio. Auch meine Ernährung stellte ich auf eine eiweißreichere Kost um.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach meinem Krankenhausaufenthalt konnte ich eine Anschlussheilbehandlung in einer Rehaklinik wahrnehmen. Es waren drei intensive Wochen und obwohl ich aus dem Lehramt für Pflegeberufe komme, habe ich viel Neues erfahren, wie beispielsweise verschiedene Atemtechniken, Entspannungsübungen und medizinische Trainingstherapie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Auseinandersetzung mit der Erkrankung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Erstdiagnose habe ich meine Erkrankung verdrängt. Vor allem Selbstvorwürfe haben mich beschäftigt. Erst nach dem Klinikaufenthalt begann ich,<br>mit meiner Familie zu sprechen. Auch hier waren die Themen Rauchen und Schuld präsent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit meine beiden Kinder wissen, dass ich an COPD erkrankt bin, sind sie bemüht, mich bei schweren körperlichen Belastungen zu unterstützen. „Papa, lass das, wir<br>machen das schon“, sind typische Kommentare – wodurch jedoch mein eigener Stolz getroffen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Belastungsgrenzen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Momenten befinde ich mich im Stadium III der COPD. Beim Treppensteigen merke ich körperlich, dass mehr Pausen erforderlich sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Kinder haben sich auf meine Belastungseinschränkung eingestellt. Beim Wandern haben sie anfangs immer wieder auf mich gewartet, wenn ich „hinterher<br>gehechelt“ bin. Inzwischen richtet sich meine Familie nach meinem Tempo. Dennoch ist dies für mich ein ungutes Empfinden, denn ich weiß, dass sie normalerweise schneller gehen würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das immer wiederkehrende Auf und Ab im Krankheitsverlauf ist heftig und sehr belastend. Insbesondere feucht-neblige Wetterlagen sind schwierig und bremsen<br>mich körperlich, hin und wieder nutze ich präventiv eine Inhalation des Bedarfssprays.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Miteinander reden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin der Meinung, wir können nur etwas verändern, wenn wir miteinander reden. Mit meiner Frau funktioniert das ganz wunderbar, sie ist sehr einfühlsam und<br>macht sich viele Sorgen um mich. Mit ihr kann ich über alles sprechen. Mit meinen Kindern rede ich allerdings nach wie vor nicht so gern über meine Erkrankung. Als<br>Vater möchte man eben, dass die Kinder zu einem aufschauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beruflich bin ich von Anfang an offen mit meiner COPD umgegangen, was mir auch nicht schwergefallen ist. Einerseits bedingt durch meinen Krankenhausaufenthalt<br>und andererseits, da meine Kollegen „vom Fach“ sind und wissen, was eine COPD ist. Die Schuldfrage wurde hier nie thematisiert und auch sonst gab es keine Probleme wegen meiner Erkrankung, sogar eine Anpassung meiner maximalen Arbeitsstunden täglich war möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu meiner Hauptansprechpartnerin für krankheitsbezogene Fragen und ebenso die dazugehörige Gefühlswelt, Erfahrungen etc. wurde Jutta, unsere Gruppenleiterin<br>im Lungensport, die selbst von COPD betroffen ist. Gespräche mit ihr sind immer eine Bereicherung. Mit Jutta kann ich aufgrund ähnlicher Erfahrungen und Empfindungen vieles ansprechen und fühle mich verstanden. Auch der Austausch mit den anderen Betroffenen in der Lungensportgruppe ist sehr wertvoll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund eines Umzugs habe ich mittlerweile den dritten Lungenfacharzt. Für ein Gespräch mangelt es hier allein schon an der Zeit. Meist geht es nur um die Diagnosestellung und das aktuelle Befinden, welche Medikamente ich einnehme und ob ich mit diesen gut klarkomme.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Persönliche Perspektive</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb von zehn Jahren bin ich von COPD, Stadium I inzwischen auf Stadium III und weiß, dass die Erkrankungsstadien nur in vier Stadien unterteilt wird. Natürlich<br>mache ich mir Gedanken, wie es weitergeht und wie ich mit dem weiteren Verlauf klarkomme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Momentan geht es mir gut, aber wenn ich andere Betroffene z.B. im Lungensport sehe, mit einer Sauerstofftherapie, denke ich natürlich, dass das irgendwann<br>vielleicht auch auf mich zukommt. Die Gedanken dazu mache ich allein mit mir selbst aus – im Prinzip eine Form der Verdrängung. Ich versuche dann, mich abzulenken<br>oder noch mehr Sport zu machen oder spazieren zu gehen oder oder…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich kümmere ich mich um die Prävention von Infekten. Mein Verhalten diesbezüglich hat sich deutlich verändert. Zum Beispiel nehme ich konsequent meine<br>Vorsorgeuntersuchungen wahr, nutze die empfohlenen Impfungen und alle weiteren Optionen zur Infektvermeidung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erfordernisse</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich die Erstdiagnose erhielt, war mein Gedanke am Anfang, trotzdem so weiterzumachen wie bisher. Aber genau das halte ich inzwischen für falsch – denn jetzt spreche ich aus eigener Erfahrung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder der betroffen ist, sollte sich klarmachen, dass es sich bei einer COPD um eine nicht heilbare Krankheit handelt. Entscheidend ist daher, den aktuellen Status, indem man sich gerade befindet, so lange wie möglich zu erhalten. Vielen COPD-Patientinnen und ‑Patienten ist das einfach nicht klar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wird die Diagnose COPD gestellt, sollte sofort gehandelt und die zur Verfügung stehenden Optionen genutzt werden, um die Erkrankungssituation zu stabilisieren.<br>Lassen Sie keine weitere Zeit verstreichen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um handeln zu können, bedarf es jedoch einer Orientierung, die nach meiner Erfahrung derzeit zu wenig gegeben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf das Angebot der Selbsthilfe, ebenso auf Lungensport und Atemphysiotherapeuten wird viel zu wenig hingewiesen. Leider ist zudem in diesen Bereichen der Bedarf deutlich größer als die zur Verfügung stehenden Angebote. Eine Rehabilitation wäre optimal als „Einstieg“, um die Erkrankung und die Behandlungsoptionen in ihrer Komplexität überhaupt zunächst zu erfassen, um dann bestmöglich für sich handeln zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Betroffene stehen zu wenig Informationen über die Vielfalt der Behandlungsoptionen zur Verfügung. Wünschenswert wäre aus meiner Sicht auch, dass Lungenfachärzte ihren Fokus nicht nur auf die Medikation, sondern ebenso auf alle weiteren Möglichkeiten der Behandlung legen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es vor allem wichtig ist, sich um sich selbst zu kümmern, sich zu informieren und ggf. auch selbst zu handeln. Meine Rehabilitationsmaßnahme beispielsweise wurde erst nach einem Einspruch über den VdK genehmigt.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Text/Interview</strong><br>Das Interview mit Norbert Laux führte Sabine Habicht, Redaktion Atemwege und Lunge</p>



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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Bildnachweis</strong><br>Copyright Foto: AdobeStock – Viorel Sima</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Empathie –&#160;mehr als Medizin</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/warum-empathie-so-wichtig-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 15:41:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Atemnot]]></category>
		<category><![CDATA[Basisinformationen]]></category>
		<category><![CDATA[Psychopneumologie]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsthilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Arzt-Patienten-Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[COPD]]></category>
		<category><![CDATA[Einfühlungsvermögen]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Erschöpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenfibrose]]></category>
		<category><![CDATA[Verschlechterung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://atemwegeundlunge.de/?p=25993758</guid>

					<description><![CDATA[Laut Duden ist Empathie die Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Einstellungen anderer Menschen einzufühlen. Es geht also darum, Emotionen, Gedanken, Motive
und Persönlichkeitsmerkmale anderer Menschen zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:13px">Gesamtbeitrag als <strong>PDF</strong>. Veröffentlicht in der <a href="/zeitschriften/ausgabe-51-sommer-2026/">Ausgabe 51/Sommer 2026</a>, S6 ff</p>
</div>



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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Empathie so wichtig ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Duden ist Empathie die Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Einstellungen anderer Menschen einzufühlen. Es geht also darum, Emotionen, Gedanken, Motive<br>und Persönlichkeitsmerkmale anderer Menschen zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Empathie wird oft als Einfühlungsvermögen definiert und beinhaltet einen Perspektivwechsel, bedeutet also, die eigene Sichtweise zu verlassen, um die Welt, Gefühle und Handlungen eines anderen Menschen aus dessen Position zu verstehen („in die Schuhe eines anderen schlüpfen“).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum ist Empathie in der Versorgung von Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen, wie beispielsweise COPD oder Lungenfibrose, also so wichtig und was kann sie konkret bewirken?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Situationen, die Betroffene mit einer chronischen Lungenerkrankung nicht vergessen. Beispielsweise der Moment, in dem sie die Diagnose mitgeteilt<br>bekommen. Oft unvermittelt und mit der erschreckenden Botschaft, dass die Erkrankung fortschreitend ist und es keine Heilung gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht auch der Moment, wenn sie nach wenigen Treppenstufen stehen bleiben müssen, um Luft zu holen und vorbeihetzende Menschen keine Rücksicht nehmen.<br>Vielleicht auch ein Arzttermin, bei dem Lungenfunktion und Medikamente besprochen werden, aber niemand fragt, wie es einem wirklich geht. Oder auch<br>die Begegnung mit Angehörigen, die kein Verständnis haben für abgesagte Treffen, weil sie die Erschöpfung nicht nachvollziehen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Von außen oft nicht sichtbar</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele chronische Lungenerkrankungen sind von außen oft nicht gleich sichtbar. Die Atemnot, die Erschöpfung, die Angst vor der nächsten Verschlechterung, all das trägt<br>man oft allein in sich. Genau deshalb ist Empathie, der Perspektivwechsel in der Begleitung von Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen, keine Nebensache.<br>Sie ist das Fundament, auf dem eine gute Versorgung, eine gute Arzt-Patienten-Beziehung entstehen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Empathie bedeutet nicht, dass die Menschen, die Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen begleiten, dasselbe erlebt haben müssen. Es bedeutet, dass sich das Gegenüber (z. B. Arzt, Therapeut oder Angehöriger) bemüht, die Perspektive Betroffener zu verstehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erst einmal: zuhören</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Echtes Zuhören bedeutet, nicht gleich unterbrechen, wenn Beschwerden geschildert werden. Von Ängsten und Sorgen berichten lassen, obwohl im Gesundheitssystem<br>ein gewisser Zeitdruck besteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Menschen mit einer chronischen Lungenerkrankung kann das besonders belastend sein, denn es ist nicht nur eine körperliche Erkrankung. Die Erkrankung betrifft alle Lebensbereiche eines Menschen und kann Gefühle auslösen, die von Patient zu Patient und auch im Verlauf einer Behandlung sehr verschieden<br>sein können: Angst, Trauer, Wut, Hilflosigkeit, aber auch Phasen von Akzeptanz und innerer Stärke.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Emotionen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Betroffene berichten, dass sie sich mit all diesen Emotionen allein gelassen fühlen. Die Medizin konzentriert sich häufig auf messbare und objektive Parameter<br>wie Lungenfunktionswerte, Sauerstoffsättigung und Medikamentendosierungen. Alles wichtig und richtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber die Frage: „Wie geht es Ihnen wirklich damit?“ bleibt oft ungestellt. Dabei wissen wir aus der Forschung, wer sich emotional verstanden fühlt, geht auch<br>mit seiner körperlichen Erkrankung besser um.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vertrauen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Empathie im Alltag, was sich Betroffene oft wünschen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gehört werden. Nicht nur mit dem Stethoskop, sondern mit echtem Interesse an der persönlichen Situation.</li>



<li>Idealerweise Kontinuität in der Behandlung, denn wenn der Ansprechpartner häufig wechselt, müssen häufig die gleichen Dinge immer wieder erzählt werden.</li>



<li>Ehrlichkeit bei der Besprechung von Diagnose, Prognose und Therapieoptionen mit genügend Raum für Rückfragen.</li>



<li>Eine gemeinsame Entscheidungsfindung bei Therapie und Versorgung.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Wünsche sind keine optionalen Extras, sondern medizinisch relevant. Denn Vertrauen in das Behandlungsteam ist eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür,<br>dass Therapien wirken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umsetzung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Lungenfachkliniken und ‑ambulanzen arbeiten multiprofessionell. Verschiedene Berufsgruppen wie Ärzte, Pflegefachkräfte, Physiotherapeuten, Psychologen<br>und Sozialarbeiter erarbeiten gemeinsam mit dem Patienten einen Behandlungsplan. Nicht jede Berufsgruppe muss also alles können, aber gemeinsam wird die ganze<br>Person gesehen, nicht nur die erkrankte Lunge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Selbsthilfegruppen können eine wichtige Rolle einnehmen, denn der Austausch mit ebenfalls betroffenen Menschen kann das Gefühl geben, nicht allein zu sein und Unterstützung jenseits der medizinischen Belange zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für Familienmitglieder ist Empathie keine Selbstverständlichkeit und will gelernt sein. Was Betroffene sich wünschen, ist die Präsenz von Familie und Freunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Schlusswort</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Empathie ist keine Behandlung im klinischen Sinne, aber sie ist die Grundlage dafür, dass jede Therapie erst wirken kann. Wer sich verstanden fühlt, hat mehr Kraft für den Alltag und das Leben mit einer schweren Erkrankung. Empathie und Einfühlungsvermögen sind also zentrale Bausteine bei der Therapie und Begleitung<br>von Menschen mit einer chronischen Lungenerkrankung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Egal ob Arzt, Therapeut oder Angehöriger: lassen Sie uns alle gemeinsam um Geduld, Perspektivwechsel und aktives Zuhören bemühen!</p>



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<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide">



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Autorin</strong><br>Dr. med. Caroline Gloeckl<br>Fachärztin für Innere Medizin und Palliativmedizinerin<br>Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), Traunstein</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide">



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<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Bildnachweis</strong><br>Copyright Foto: AdobeStock – RZ Images</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Herzinfarkt der Lunge</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/copd-frueherkennen-und-frueh-handeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 15:41:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Basisinformationen]]></category>
		<category><![CDATA[Begleiterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnostik]]></category>
		<category><![CDATA[Infektvorbeugung]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamentöse Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Atemnot]]></category>
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		<category><![CDATA[Leitlinie]]></category>
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		<category><![CDATA[Lungeninfarkt]]></category>
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		<category><![CDATA[Verschlechterung]]></category>
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					<description><![CDATA[COPD – früh erkennen und früh handeln
In Deutschland wurde zuletzt im Jahr 2021 die Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) COPD – siehe Hintergründe am Ende dieses Beitrags – veröffentlicht.
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										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:70%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:13px">Gesamtbeitrag als&nbsp;<strong>PDF</strong>. Veröffentlicht in der <a href="/zeitschriften/ausgabe-51-sommer-2026/">Ausgabe 51/Sommer 2026</a>, S14 ff</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33%">
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">COPD – früh erkennen und früh handeln</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland wurde zuletzt im Jahr 2021 die Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) COPD – siehe Hintergründe am Ende dieses Beitrags – veröffentlicht. Im Februar 2026 wurde die S2k-Leitlinie zur fachärztlichen Diagnostik und Therapie publiziert. Sie dient als Ergänzung und Aktualisierung der bestehenden NVL COPD. Die Inhalte dieser Leitlinie wurden basierend auf der derzeit verfügbaren Evidenz und der Erfahrung der Leitlinienautoren (Expertengruppe) erstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gespräch mit <strong>Professorin Dr. Kathrin Kahnert</strong>, Koordinatorin der Leitlinie und niedergelassene Pneumologin in München sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der edizinischen Klinik und Poliklinik V, Schwerpunkt Pneumologie, am Klinikum der Ludwig-Maximilians- Universität München erfahren wir mehr.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-light-green-cyan-color has-text-color has-link-color wp-elements-3">COPD ist mehr als eine reine Rauchererkrankung</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In der Öffentlichkeit wird COPD nach wie vor als reine Rauchererkrankung wahrgenommen. Im Kapitel Ätiopathogenese der Leitlinie wird formuliert:  "Die COPD stellt eine heterogene Erkrankungsidentität dar, deren Ätiologie weit über die klassische Assoziation mit Tabakrauchen hinaus reicht." Welche Bedeutung geht damit einher?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach wie vor nimmt leider das Rauchen in vielen Ländern den Platz 1 als Ursache für die Entstehung einer COPD ein. Dennoch sehen wir einen relevanten Anteil an Patienten, die nie geraucht und dennoch eine COPD entwickelt haben. Eine mögliche Ursache kann beispielsweise eine berufliche Exposition sein, wie z. B. in Zusammenhang mit Dieselmotoren. Aus diesem Grund haben wir auch einen Absatz zur Arbeitsmedizin in die Leitlinie integriert. Eine Arbeitsanamnese hinsichtlich irritativen Dämpfen, Gasen, Stäuben und Rauch sollte immer erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenso haben wir COPD-Patienten mit einer genetischen Ursache, wie beispielsweise einem Alpha-1-Antitrypsin-Mangel. Diese Patientengruppe ist nach wie vor unterdiagnostiziert. Die aktuelle Leitlinie formuliert daher die Empfehlung, bei jeder Erstdiagnose einer COPD auch einen Alpha-1-Antitrypsin-Mangel auszuschließen, zumal das Vorliegen dieses genetischen Defekts therapeutische Konsequenzen haben kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leitlinie möchte vor allem ein Bewusstsein schaffen, dass das Rauchen zwar „Hauptfeind Nr. 1“ ist – und die Tabakentwöhnung aus diesem Grund in den Vordergrund gestellt wird – aber auch vielfältige andere Ursachen einer COPD zugrunde liegen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Früherkennung einer COPD bekommt zunehmende Bedeutung</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Viele Patient:innen erhalten die Diagnose COPD erst, wenn sich diese bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet. Die aktuelle Leitlinie zeigt weitere diagnostische Möglichkeiten für eine möglichst frühe Diagnose auf. Was sollten Patient:innen hierzu wissen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Früherkennung von Patientinnen und Patienten mit COPD bekommt zunehmende Bedeutung. Frühe Stadien lassen sich in der bisherigen Standarddiagnostik jedoch nicht zuverlässig erkennen. Eine normale Spirometrie (kleine Lungenfunktionsmessung) beispielsweise, die beim Hausarzt durchgeführt wird, kann eine Frühform der COPD nicht ausschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung einer COPD beginnt nicht in den großen, sondern vielmehr in den kleinen, tieferliegenden Atemwegen. Mittels einer Spirometrie können mögliche Veränderungen in den kleinen Atemwegen jedoch nur unzureichend abgebildet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem begründeten Verdacht auf eine COPD, z. B. aufgrund der vorliegenden Symptomatik, einer Raucherhistorie etc., ohne Veränderungen in der Spirometrie ist aus unserer Sicht daher eine lungenfachärztliche Vorstellung sinnvoll, da mithilfe der erweiterten Lungenfunktionsmessung (Bodyplethysmografie in einer Kabine) und einer Computertomografie Frühformen der COPD erkannt werden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-light-green-cyan-color has-text-color has-link-color wp-elements-4">Computertomografie nimmt hohen Stellenwert ein.</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welchen Stellenwert nimmt die Computertomografie des Thorax bei COPD ein?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus meiner Sicht einen exorbitanten Stellenwert. Insbesondere die quantitative Computertomografie (CT) des Thorax spielt eine wichtige Rolle zur Beurteilung des Lungengerüsts, zur differenzierten Phänotypisierung (Erscheinungsbild), zur Erfassung relevanter Begleiterkrankungen (Komorbiditäten) sowie zur Abschätzung des Risikos eines progressiven Lungenfunktionsverlustes, vor allem bei Rauchern, die noch keine spirometrisch gesicherte COPD aufweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus nimmt die Computertomografie eine Schlüsselrolle im Lungenkrebsscreening ein, vor allem bei Rauchern mit COPD, die die Screeningkriterien gemäß dem aktuellen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G‑BA) erfüllen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-light-green-cyan-color has-text-color has-link-color wp-elements-5">Häufiges Auftreten von Begleiterkrankungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die frühe Erkennung von Begleiterkrankungen der COPD wird in der Leitlinie vielfältig thematisiert. Was sollten Patientinnen und Patienten hierzu wissen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider kommt eine COPD selten allein. Die COPD ist durch das häufige Auftreten eines breiten Spektrums an Begleiterkrankungen charakterisiert. Mehr als 50 % der Patienten weisen mindestens eine Begleiterkrankung auf. Wobei die häufigsten kardiale, das Herz betreffende Erkrankungen sind – was wir auch als Schwerpunkt in der Leitlinie beschreiben. Daher sollten COPD-Patienten die Möglichkeit des Vorliegens von kardialen Erkrankungen ernstnehmen. Bluthochdruck (Hypertonie) und Diabetes sind Risikofaktoren für kardiale Erkrankungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verspüren beispielsweise von Druck auf der Brust, muss nicht zwingend mit der bekannten COPD in Verbindung stehen, sondern kann auch ein Hinweis auf einen Herzinfarkt oder eine Herzerkrankung sein und sollte fachärztlich abgeklärt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Begleiterkrankungen bedürfen einer eigenständigen Behandlung. Nur die COPD zu therapieren, reicht keineswegs aus. Die Gesamtprognose kann sich nur verbessern, wenn COPD und Begleiterkrankung behandelt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-light-green-cyan-color has-text-color has-link-color wp-elements-6">Vermeidung von akuten Krankheitsschüben</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein weiterer Fokus der Leitlinie liegt auf der Früherkennung und Vermeidung von akuten Krankheitsschüben (Exazerbationen). Es wird bereits bei Vorliegen einer Exazerbation empfohlen, die bestehende Therapie zu überprüfen. Was gilt es, hinsichtlich von Erkrankungsschüben zu wissen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den Empfehlungen in der wissenschaftlichen Leitlinie möchten wir hin zu einer Nulltoleranzpolitik gegenüber Exazerbationen. Es gilt zu verstehen, dass eine Exazerbation der Herzinfarkt der Lunge ist. Während vor einem Herzinfarkt jeder Patient Angst hat und auch jeder weiß, was ein Herzinfarkt ist, wird bei einer Exazerbation der Lunge deren Bedeutung jedoch manchmal fast verniedlicht: „Ja, da war ich im Krankenhaus, es ging mir halt ein bisschen schlechter.“ Diese Sichtweise gilt es dringend zu ändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine akute Verschlechterung bedeutet nicht nur ein bisschen mehr Symptome und ein bisschen schlechter schnaufen zu können, vielmehr hat jede Exazerbation Einfluss auf die Prognose der Erkrankung. Daher lautet das Ziel, jede Exazerbation zu verhindern.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-light-green-cyan-color has-text-color has-link-color wp-elements-7">Wenn Bedarfsspray häufiger eingesetzt wird</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Worauf sollten Patient:innen selbst achten, um eine akute Verschlechterung möglichst frühzeitig zu erkennen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine klinische Verschlechterung geht mit einem erhöhten Einsatz des Bedarfssprays (z. B. Salbutamol) einher. Wird Bedarfsspray häufiger eingesetzt als sonst, ist dies ein frühes Anzeichen. Auch der Einsatz des CERT-Fragebogens ist hilfreich. Studien konnten dessen Nutzen eindeutig belegen. Der Fragebogen ist vor allem geeignet, eine sich verschlechternde Symptomatik bestmöglich zu erfassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-light-green-cyan-color has-text-color has-link-color wp-elements-8">Gut zu wissen</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Neben Tabak als Hauptursache können vielfältige weitere Ursachen der Entstehung einer COPD zugrunde liegen.</li>



<li>Ein Alpha-1-Antitrypsin-Mangel sollte bei der Erstdiagnose ausgeschlossen werden.</li>



<li>Bei begründetem Verdacht auf eine COPD ohne erkennbare Veränderungen in der Spirometrie können durch eine erweiterte Lungenfunktionsmessung (Bodyplethysmografie) und eine Computertomografie Frühformen der COPD erkannt werden.</li>



<li>Eine COPD kommt selten allein. Herzerkrankungen sind die häufigsten Begleiterkrankungen bei COPD.</li>



<li>CODP und mögliche Begleiterkrankungen müssen jeweils eigenständig therapiert werden.</li>



<li>Eine akute Verschlechterung ist gleichbedeutend mit einem Herzinfarkt der Lunge.</li>



<li>Bei jeder akuten Verschlechterung muss die Therapie überprüft werden.</li>



<li>Ein erhöhter Einsatz des Bedarfssprays kann ein frühes Anzeichen für eine akute Verschlechterung sein.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Hintergründe</h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>S2k-Leitlinie COPD</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktualisierte S2k-Leitlinie „Fachärztliche Diagnostik und Therapie der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) 2026“ wurde veröffentlicht (09.02.2026). Federführend durch die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) erstellt, waren mehr als 30 Expert:innen und eine große Zahl an Fachgesellschaften in die mehr als zweijährige Aktualisierungsarbeit eingebunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Leitlinie ergänzt die Nationale Versorgungsleitlinie COPD und integriert die neuesten evidenzbasierten Erkenntnisse, um eine frühere und effektivere Behandlung zu ermöglichen“, betont DGP-Präsident Professor Christian Taube. Die Publikation sei für behandelnde Ärzt:innen sowie Patient:innen ein wichtiges Update.<br>Die Koordination der aktualisierten S2k-Leitlinie lag in den Händen von Professorin Kathrin Kahnert und Professor Henrik Watz.<br><a href="https://www.pneumologie.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.pneumologie.de</a></p>



<h3 class="wp-block-heading">Leitlinien</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wissenschaftliche Leitlinien sind systematisch entwickelte, evidenzbasierte Handlungsempfehlungen. Sie fassen den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand zusammen, um Ärzt:innen, Pflegefachkräften und Patient:innen eine fundierte Entscheidungshilfe für die Praxis zu bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wissenschaftliche Leitlinien werden im Leitlinienregister der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) veröffentlicht.<br><a href="https://www.awmf.org" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.awmf.org</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nationale Versorgungsleitlinien (NVL) werden gemeinsam von der AWMF und dem Zentralinstitut (Zi) für die kassenärztliche Versorgung veröffentlicht.<br><a href="https://www.nvl-programm.de" target="_blank" rel="noopener">www.nvl-programm.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wissenschaftliche Leitlinien werden von medizinischen Fachgesellschaften erstellt und fokussieren einzelne Krankheitsbilder aus der fachspezifischen Perspektive. Nationale Versorgungsleitlinien zielen insbesondere auf eine standardisierte Versorgung bei Volkskrankheiten ab.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Text/Interview</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Interview mit Professor Dr. Kathrin Kahnert wurde von Sabine Habicht, Redaktion Atemwege und Lunge geführt.</p>



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<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Bildnachweis</strong><br>Copyright Foto: AdobeStock – Wesley JvRpeopleimages.com</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lungenfibrose – aus Sicht einer Patientin</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/lungenfibrose-wenn-naehe-schwerfaellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 15:41:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Atemnot]]></category>
		<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Psychopneumologie]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsthilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Seltene Erkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[Atmen]]></category>
		<category><![CDATA[Erschöpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Freunde]]></category>
		<category><![CDATA[Kraftquellen]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenfibrose]]></category>
		<category><![CDATA[Treppensteigen]]></category>
		<category><![CDATA[Überforderung]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der Diagnose Lungenfibrose verändert sich nicht nur das Atmen. Auch Beziehungen verändern sich. Plötzlich entstehen Gespräche, die stocken. Blicke, die
ausweichen. Freundschaften, die enger werden oder stillschweigend verschwinden.]]></description>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:70%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:13px">Gesamtbeitrag als <strong>PDF</strong>. Veröffentlicht in der <a href="/zeitschriften/ausgabe-51-sommer-2026/">Ausgabe 51/Sommer 2026</a>, S8ff</p>
</div>



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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Unsicherheit aushalten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Diagnose Lungenfibrose verändert sich nicht nur das Atmen. Auch Beziehungen verändern sich. Plötzlich entstehen Gespräche, die stocken. Blicke, die<br>ausweichen. Freundschaften, die enger werden oder stillschweigend verschwinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen möchten helfen und wissen gleichzeitig nicht wie. Andere reagieren mit vorschnellen Ratschlägen oder auffälligem Schweigen. Für Betroffene kann das ebenso belastend sein wie die Krankheit selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Empathie zeigt sich selten in großen Worten. Oft liegt sie in den kleinen Momenten: im Zuhören, im Dableiben und darin, die Unsicherheit gemeinsam auszuhalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Du siehst doch gar nicht krank aus"</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lungenfibrose ist eine Erkrankung, die man oft lange nicht erkennt. Zumindest nicht von außen. Ich konnte noch lachen, einkaufen gehen oder Besuch empfangen.<br>Aber niemand sah die Atemnot beim Treppensteigen. Niemand spürte die Erschöpfung nach einem einfachen Gespräch. Niemand hörte nachts mein angestrengtes Atmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb treffen mich manche Sätze besonders:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Vielleicht musst du dich nur mehr schonen.“</li>



<li>„Denk positiv.“</li>



<li>„Die Medizin kann heute doch so viel.“</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß, dass diese Sätze meist nicht böse gemeint sind. Viele Menschen möchten helfen und versuchen, Hoffnung zu geben. Aber manchmal fühlte ich mich dadurch nicht verstanden, sondern allein mit meiner Realität. Empathie hätte in diesen Momenten bedeutet: „Ich kann mir nicht vorstellen, wie belastend das für dich sein muss, aber ich höre dir zu.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Hilflosen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schwer war für mich die Veränderung im Freundeskreis. Einige Menschen waren plötzlich unglaublich aufmerksam. Sie fragten nach Arztterminen, begleiteten mich zu Untersuchungen oder schrieben einfach eine Nachricht: „Ich denke an dich.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere dagegen zogen sich zurück. Anfangs verletzte mich das sehr. Ich dachte: „Bin ich zu anstrengend geworden? Macht meine Krankheit Angst?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen habe ich verstanden: Viele Menschen wissen schlicht nicht, wie sie mit chronischer Krankheit umgehen sollen. Atemnot macht Angst. Der Gedanke an eine fortschreitende Lungenerkrankung erinnert an die eigene Verletzlichkeit. Manche reagieren darauf mit Distanz. Nicht jeder Rückzug bedeutet fehlende Zuneigung. Oft<br>steckt Unsicherheit dahinter. Das macht die Situation nicht leichter. Aber verständlicher.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Angehörige zwischen Liebe und Überforderung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Familien zeigt sich Empathie auf unterschiedliche Weise. Manche Angehörige kümmern sich intensiv. Manchmal fast zu intensiv. Andere wirken sachlich oder vermeiden Gespräche über die Krankheit. Die Angehörigen<br>entwickeln ihre eigene Form von Angst. Sie erleben mit, wie ein Mensch langsamer wird, weniger Luft bekommt und Kräfte einbüßt. Viele möchten stark sein und<br>verlieren dabei den Zugang zu ihren eigenen Gefühlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gab Tage, an denen ich mir einfach gewünscht hätte, dass jemand nicht sofort nach Lösungen sucht. Kein neuer Ernährungstipp. Keine Internetrecherche. Kein<br>„Du musst kämpfen“. Sondern nur: „Heute ist ein schwerer Tag, oder?“ Dieser<br>einfache Satz kann mehr Trost geben als viele gut gemeinte Ratschläge.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Empathie braucht keine Perfektion</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was mir wirklich hilft, sind oft kleine Gesten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Menschen, die mein langsameres Tempo akzeptieren.</li>



<li>Freunde, die Treffen so planen, dass ich Pausen machen kann.</li>



<li>Angehörige, die verstehen, dass Erschöpfung nicht Faulheit bedeutet.</li>



<li>Jemand, der schweigend neben mir sitzt, wenn mir die Kraft zum Reden fehlt.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Empathie bedeutet nicht, ständig stark oder optimistisch zu sein. Sie bedeutet auch nicht, jedes medizinische Detail zu verstehen. Empathie bedeutet vielmehr: Da zu bleiben, auch wenn eine Situation unbequem wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Betroffene sich wünschen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen mit Lungenfibrose erleben ähnliche Situationen. Deshalb wünsche ich mir mehr Offenheit im Umgang mit chronischen Lungenerkrankungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht hilft Angehörigen und Freunden ein einfacher Gedanke:<br>Man muss die Krankheit nicht „lösen“. Man muss den Menschen nicht aufmuntern oder gar retten. Oft genügt ehrliches Interesse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fragen wie:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Wie geht es dir heute wirklich?“</li>



<li>„Was würde dir gerade helfen?“</li>



<li>„Möchtest du darüber sprechen?“<br>können Türen öffnen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal ist auch Schweigen empathisch, wenn es ein gemeinsames Schweigen ist und kein Ausweichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Kraft echter Nähe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lungenfibrose nimmt einem nicht nur Luft. Die Krankheit verändert auch das soziale Leben, die Rollen in der Familie und den Blick auf einen selbst. Umso wertvoller sind Menschen, die nicht zurückweichen. Die nicht alles erklären oder reparieren wollen.<br>Sondern einfach bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Empathie ist keine perfekte Reaktion auf Krankheit. Sie ist die Bereitschaft, einem Menschen offen zu begegnen – auch dann, wenn die Situation Angst verursacht oder<br>sprachlos macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Menschen mit Lungenfibrose (und ebenso anderen chronischen Lungenerkrankungen) kann genau diese Haltung zu einer der wichtigsten<br>Kraftquellen im Alltag werden.</p>



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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Autorin</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Silke Trillhaas<br>2. Stellvertreterin Lungenfibrose e.V.<br><a href="https://www.lungenfibrose.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.lungenfibrose.de</a></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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</div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Bildnachweis</strong><br>Copyright Foto: AdobeStock – al-sultan</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Oh, diese Treppen</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/dr-gottfried-huss-oh-diese-treppen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 15:40:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Atemnot]]></category>
		<category><![CDATA[Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Rehabilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Sauerstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsthilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Lippenbremse]]></category>
		<category><![CDATA[Luftnot]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenfibrose]]></category>
		<category><![CDATA[Rehabiliation]]></category>
		<category><![CDATA[Treppe]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn ich unten an dieser Treppe stehe, muss ich erst einmal tief Luft holen.
Das hilft, wenn auch nur wenig. Ich weiß nicht, ob ich diese Treppe schaffe oder diese Treppe mich schafft. V]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:13px">Gesamtbeitrag als&nbsp;<strong>PDF</strong>. Veröffentlicht in der <a href="/zeitschriften/ausgabe-51-sommer-2026/">Ausgabe 51/Sommer 2026</a>, S31</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Meine persönlichen Gedanken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich unten an dieser Treppe stehe, muss ich erst einmal tief Luft holen.<br>Das hilft, wenn auch nur wenig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß nicht, ob ich diese Treppe schaffe oder diese Treppe mich schafft. Von unten betrachtet erscheint sie mir steiler und länger, als sie tatsächlich ist. Soll ich schnell hinaufgehen, obwohl ich weiß, dass ich nach Luft japsen und husten muss, wenn ich oben ankomme?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schaut jemand zu?<br>Das würde keinen guten Eindruck machen, wenn ich oben jemanden treffe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder soll ich die Treppe langsam nehmen, Schritt für Schritt, so wie ich es auch während der Rehabilitation gelernt habe: <br>Einen Fuß anheben – auf die nächste Stufe setzen – dabei <strong>einatmen</strong> – dann den Körper hochstemmen auf die nächste Stufe und dabei <strong>ausatmen</strong>, usw.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am besten unter Einsatz der Lippenbremse. Pausen einlegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das sieht aber auch nicht gut aus, wenn ich so da hinaufschleiche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was soll´s? Es muss mir einfach total egal sein, wie es aussieht und wenn ich jemanden treffe, beginne ich einen lockeren Smalltalk. Früher konnte ich Treppen problemlos hochrennen. Mehrere Stockwerke. Später dann waren es nur noch drei Stufen, die ich mit einem Atemzug schaffte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt muss die Geschwindigkeit meines Treppensteigens an meine eingeschränkte Lungenfunktion angepasst werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Tempo muss gedrosselt werden. Um nicht zu stürzen, nutze ich den Handlauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits ein Stockwerk schafft mich. Und wenn ein Aufzug da ist, freue ich mich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Tragen von schweren Gegenständen muss ich andere bitten. Das gilt es zu akzeptieren.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Autor</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Gottfried Huss, MPH<br>Vorsitzender <br>Lungenfibrose e.V.<br>Telefon: 0201 – 48 89 90<br>E‑Mail: <a href="mailto:kontakt@lungenfibrose.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kontakt@lungenfibrose.de</a></p>



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</div>



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<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Bildnachweis</strong><br>Copyright Foto: Fotolia/AdobeStock – Leigh Trail</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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