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	<title>Ernährung - Atemwege und Lunge</title>
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	<description>Eine Patienten-Bibliothek</description>
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	<title>Ernährung - Atemwege und Lunge</title>
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		<title>Selbstfürsorge beginnt auf dem Teller</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/selbstfuersorge-beginnt-auf-dem-teller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 18:36:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Pneumologische Rehabilitation]]></category>
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					<description><![CDATA[Ernährungstipps und Rezepte aus der Praxis: Für Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen wie COPD wird „Selbstfürsorge“ oft mit Medikamentenplänen und Inhalationstechniken gleichgesetzt.
Ihre persönliche Ernährungsweise kann jedoch ebenso zu einer hochwirksamen Therapiestrategie werden, die direkt über Ihre Muskelkraft, Ihre Infektanfälligkeit
und Ihre Lebensqualität entscheidet!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:13px">Gesamtbeitrag als <strong>PDF</strong>. Veröffentlicht in der <a href="/zeitschriften/ausgabe-51-sommer-2026/">Ausgabe 51/Sommer 2026</a>, S59 ff</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
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</div>
</div>
</div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Ernährungstipps und Rezepte aus der Praxis</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen wie COPD wird „Selbstfürsorge“ oft mit Medikamentenplänen und Inhalationstechniken gleichgesetzt. Ihre persönliche Ernährungsweise kann jedoch ebenso zu einer hochwirksamen Therapiestrategie werden, die direkt über Ihre Muskelkraft, Ihre Infektanfälligkeit und Ihre Lebensqualität entscheidet!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Hochleistungsmotor:<br>Warum Ihr Körper mehr Energie braucht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Atmen ist für gesunde Menschen Schwerstarbeit, die größtenteils unbewusst abläuft. Bei einer COPD muss die Atemhilfsmuskulatur jedoch massiv kompensieren. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass der <strong>Energieverbrauch allein für die Atmung bei COPD-Patienten bis zu zehnmal höher sein kann </strong>als bei Lungengesunden. Weiterhin sind ein unbeabsichtigter Gewichtsverlust oder ein niedriger Body-Mass-Index (BMI &lt; 21 kg/m²) unabhängige Risikofaktoren für eine schlechtere Prognose. Selbstfürsorge bedeutet hier, den „Tank“ stets gefüllt zu halten, um den Abbau lebenswichtiger Muskelsubstanz zu verhindern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eiweiß und Bewegung: <br>Die Synergie der Kraft</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abbau von Muskelmasse (Sarkopenie) ist eine häufige Begleiterscheinung der COPD, die besonders das Zwerchfell schwächt. Aktuelle klinische Empfehlungen raten zu einer täglichen <strong>Eiweißzufuhr von 1,2 bis 1,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das „anabole Fenster“: </strong>Selbstfürsorge heißt auch, klug zu planen. Nutzen Sie die Synergie: Verzehren Sie proteinreiche Mahlzeiten (Quark, Eier, Hülsenfrüchte, Fisch) idealerweise in zeitlicher Nähe zu Ihrem Lungensport oder der Physiotherapie. Nur in Kombination mit Bewegung kann der Körper das Eiweiß effizient in Muskelmasse umwandeln.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Darm-Lungen-Achse: Immunologische Selbstfürsorge</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die moderne Forschung zur sogenannten <strong>Darm-Lungen- Achse (gut-lung axis)</strong> zeigt, dass unser Immunsystem im Darm direkt mit dem in der Lunge kommuniziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ballaststoffe als Schutzschild: </strong>Wenn Darmbakterien Ballaststoffe aus Vollkorn und Gemüse abbauen, entstehen kurzkettige Fettsäuren. Diese wirken systemisch entzündungshemmend. Eine ballaststoffreiche Ernährung ist somit aktive Infektprophylaxe und hilft, das Risiko für Exazerbationen (akute Verschlechterungen) zu senken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mikronährstoffe: </strong>Omega-3-Fettsäuren (aus Leinöl, Nüssen oder Fisch) und Antioxidantien (aus Beeren und grünem Blattgemüse) mindern den oxidativen Stress in den Lungenbläschen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Pacing in der Küche:<br>Energiemanagement bei Erschöpfung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Patienten leiden unter Fatigue (chronischer Erschöpfung). Selbstfürsorge bedeutet hier die Anwendung des <strong>„Pacings“</strong> – das Haushalten mit den eigenen Kräften:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Vorbereitung</strong>: Nutzen Sie energiereiche Phasen (oft morgens), um Mahlzeiten vorzubereiten (meal prepping).</li>



<li><strong>Essen ohne Atemnot: </strong>Große Mahlzeiten drücken den Magen gegen das Zwerchfell und erschweren die Atmung. Wechseln Sie zu fünf bis sechs kleinen Mahlzeiten.</li>



<li><strong>Trink-Timing: </strong>Trinken Sie vor allem zwischen den Mahlzeiten, um das Magenvolumen während des Essens nicht unnötig einzuschränken.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Psychologische Dimension:<br>Achtsamkeit und Selbstwirksamkeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Selbstfürsorge hat eine starke mentale Komponente. Das Gefühl, der Krankheit nicht machtlos ausgeliefert zu sein, stärkt die <strong>Selbstwirksamkeit</strong>.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Achtsames Essen:</strong> Studien zur achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (mindfulness-based stress reduction, MBSR) zeigen, dass bewusstes Genießen den Cortisolspiegel senkt. Dies verbessert die Verdauung und hilft, die Angst vor Atemnot während des Essens zu reduzieren.</li>



<li><strong>Soziale Ressourcen: </strong>Isolation führt oft zu Mangelernährung. Gemeinsames Essen steigert nachweislich die Lust am Essen und fördert den Austausch über<br>Bewältigungsstrategien, was wiederum die psychische Resilienz stärkt.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Wissen ist Macht und Kraft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die „Nutrition Literacy“ – also das Wissen über die richtige Ernährung – ist ein Werkzeug der Patientensouveränität. Die Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) empfiehlt ausdrücklich eine gezielte individuelle Ernährungsberatung für Patienten mit COPD.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betrachten Sie jede Mahlzeit zudem als eine bewusste Entscheidung für Ihre Gesundheit. Indem Sie Ihren Körper gezielt mit Nährstoffen versorgen, gewinnen Sie ein Stück Kontrolle über Ihr Leben und Ihre Atemkraft zurück.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide">



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Autorinnen</strong><br>Cindy Maréchal<br>Dipl. oec. troph. (FH), Ernährungstherapeutin</p>



<p class="wp-block-paragraph">Roxana J. Paysen, B.Sc.<br>Ernährungstherapeutin, Köchin<br>Prokuristin der Nordseeklinik Westfalen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nordseeklinik Westfalen, Wyk auf Föhr<br><a href="https://nordseeklinik.online" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.nordseeklinik.online</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verpassen Sie nicht die leckeren Rezepte – <a href="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2026/09/AtemwegeundLunge-Blogbeitrag-Selbstfuersorge-beginnt-auf-dem-Teller.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">siehe PDF S. 61:</a></strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Buchweizenpfannkuchen mit Spinat-Feta-Champignonfüllung</li>



<li>Haferflockenbratlinge mit Quarkdip</li>
</ul>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:13px"><strong>Quellen</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li style="font-size:13px">Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) COPD, 2. Auflage, 2024. <a href="https://www.nvl-programm.de/themen/copd" target="_blank" rel="noreferrer noopener">COPD — Leitlinien.de</a></li>



<li style="font-size:13px">Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD)<br>Report, 2023. <a href="https://goldcopd.org/2025-gold-report/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">2025 GOLD Report – Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease – GOLD</a></li>



<li style="font-size:13px">ESPEN Guideline: Clinical nutrition in chronic lower respiratory<br>diseases (2019). <a href="https://www.clinicalnutritionjournal.com/article/S0261-5614(06)00037-9/fulltext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ESPEN Guidelines on Enteral Nutrition: Cardiology and Pulmonology – Clinical Nutrition</a></li>



<li style="font-size:13px">Budden, K. F., et al.: Emerging role of the gut microbiome in inflammatory lung diseases. In: Nature Communications.</li>



<li style="font-size:13px">Schols, A. M., et al.: <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25234804/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nutritional assessment and therapy in COPD: a European Respiratory Society statement. Nutritional assessment and therapy in COPD: a European Respiratory Society statement – PubMed</a></li>
</ul>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide">



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-light-green-cyan-background-color has-text-color has-background has-link-color has-custom-font-size wp-element-button" href="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2026/09/AtemwegeundLunge-Blogbeitrag-Selbstfuersorge-beginnt-auf-dem-Teller.pdf" style="font-size:15px" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gesamtbeitrag hier als PDF öffnen</a></div>
</div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Bildnachweis</strong><br>Copyright Foto: AdobeStock – Olga Che</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Immunsystem gezielt stärken</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/immunsystem-gezielt-staerken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2020 14:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Abwehrkräfte]]></category>
		<category><![CDATA[chronische Lungenerkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[COPD]]></category>
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		<category><![CDATA[Vitamin C]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der richtigen Ernährung

Das körpereigene Immunsystem - ein komplexes Netzwerk aus Organen, Immunzellen und molekularen Strukturen, das durch effektive Zusammenarbeit tagtäglich Höchstleistungen zur Abwehr krankheitsauslösender Viren und Bakterien erbringt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:24px"><strong><span style="color:#154764" class="has-inline-color">Mit der richtigen Ernährung</span></strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das körpereigene Immunsystem – ein komplexes Netzwerk aus Organen (z. B. Darm), Immunzellen und molekularen Strukturen, das durch effektive Zusammenarbeit tagtäglich Höchstleistungen zur Abwehr krankheitsauslösender Viren und Bakterien erbringt. </p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein intaktes Immunsystem zeichnet sich dadurch aus, dass es die bei der Abwehr erlittenen Verluste an Immunzellen schnell wieder auffüllt. Um das leisten zu können, ist es auf immunrelevante Nährstoffe aus der Ernährung angewiesen. </p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="978" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/coronavirus_1-1024x978.jpg" alt data-id="3340" data-link="http://patienten-bibliothek.org/immunsystem-gezielt-staerken/coronavirus_1/" class="wp-image-3340" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/coronavirus_1-980x936.jpg 980w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/coronavirus_1-480x458.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="978" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/coronavirus_2-1024x978.jpg" alt data-id="3341" data-link="http://patienten-bibliothek.org/immunsystem-gezielt-staerken/coronavirus_2/" class="wp-image-3341" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/coronavirus_2-980x936.jpg 980w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/coronavirus_2-480x458.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="989" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/coronavirus_3-1024x989.jpg" alt data-id="3342" data-full-url="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/coronavirus_3.jpg" data-link="http://patienten-bibliothek.org/immunsystem-gezielt-staerken/coronavirus_3/" class="wp-image-3342" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/coronavirus_3-980x946.jpg 980w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/coronavirus_3-480x464.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure></li></ul></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Hier haben Vitamin C, Zink, Selen, Vitamin A, Vitamin D und die Omega-3-Fettsäuren einen wesentlichen Anteil bei der Prävention und Therapie von virusbedingten Atemwegserkrankungen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Häufig aber sind ältere und chronisch ranke Menschen unzureichend mit diesen Nährstoffen versorgt und tragen daher ein erhöhtes Risiko. Der jeweilige Status der Nährstoffversorgung im Blut sollte immer zunächst vom behandelnden Arzt bestimmt werden. </p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Falle eines Mangels kann durch eine Ernährungsanpassung oder ggf. mit Nahrungsmittelergänzungsmitteln eine Korrektur vorgenommen werden. <strong>Wichtig:</strong> Nahrungsergänzungsmittel nur nach Bestimmung der Nährstoffversorgung und in Abstimmung mit dem Arzt einnehmen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Weil die Immunabwehr wesentlich von der Versorgung mit den folgenden Nährstoffen abhängig, stellt eine gute Ernährung gerade aktuell eine wichtige Intervention zum Schutz gegen das Coronavirus dar!</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="176" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/AdobeStock_158626646-Robert-Kneschke-klein-1024x176.jpeg" alt class="wp-image-3308" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/AdobeStock_158626646-Robert-Kneschke-klein-1024x176.jpeg 1024w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/AdobeStock_158626646-Robert-Kneschke-klein-980x168.jpeg 980w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/AdobeStock_158626646-Robert-Kneschke-klein-480x82.jpeg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong><span style="color:#154764" class="has-inline-color">Vitamin C</span></strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vitamin C hat eine wichtige Aufgabe im menschlichen Immunsystem. Es reichert sich in den Immunzellen an und verbessert ihre Abwehrleistung. So hat Vitamin C unter anderem einen Einfluss auf die Dauer und die Schwere eines Atemwegsinfektes.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich wirkt Vitamin C als antioxidatives Schutzschild für unsere Zellen. Bei einem viralen Atemwegsinfekt nimmt der oxidative Stress zu. Damit ist ein Anstieg von aggressiven Radikalen im Körper verbunden, die unsere gesunden Zellen schädigen können. Vitamin C fängt diese gefährlichen Verbindungen ab. Oxidativer Stress entsteht auch durch Rauchen. Deshalb haben Raucher einen 40 % höheren Vitamin-C-Bedarf.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link has-text-color has-background has-very-light-gray-background-color no-border-radius" href="/www.dge.de" style="color:#154764"><strong>Mit fünf handgroßen Portionen Obst und Gemüse am Tag kann der Bedarf* an Vitamin C leicht abgedeckt werden. Paprika, Johannisbeeren, Petersilie, Zitrusfrüchte, Kartoffeln und Kohl sind besonders reich an Vitamin C.<br><br>Beim Erhitzen von Lebensmitteln oder im Kochwasser kann Vitamin C verloren gehen. Deshalb am besten Gemüse unter fließendem Wasser waschen und dünsten statt kochen.</strong><br><br>* Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) – www.dge.de – liegt der tägliche Vitamin-C-Bedarf eines nicht-rauchenden Erwachsenen bei 110 mg (m) bzw. 95 mg (w). </a></div>
</div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong><span style="color:#154764" class="has-inline-color">Zink</span></strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zink ist an der Bildung wichtiger Immunzellen beteiligt und steigert dadurch die Immunabwehr. Es ist essenziell für den Körper, d.h. es muss über die Ernährung aufgenommen werden. Der Körper kann es nicht speichern.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zink wirkt antiviral, denn es verhindert eine Vermehrung von Viren und das Andocken an den Schleimhäuten, z. B. in der Lunge. Bei einem Zinkmangel nimmt die Schleimhautdicke in der Lunge ab und die Aktivität von zinkabhängigen Immunzellen sinkt. Die Folge ist eine erhöhte Anfälligkeit für virale Infekte.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine gute Zinkversorgung kann nachweislich die Dauer und Schwere viraler Atemwegserkrankungen deutlich senken.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link has-text-color has-background has-very-light-gray-background-color no-border-radius" style="color:#154764"><strong>Gute Zinklieferanten sind z. B. Rindfleisch, Käse, Milch und Eier. Pflanzliche Zinklieferanten sind Vollkornprodukte, Nüsse, Kerne, z. B. Sesam, und Körner, z. B. Weizenkeimlinge. Zur besseren Aufnahme des Zinks wird empfohlen, Getreidekörpern und ‑flocken einzuweichen (sog. "Overnight-Oats") und Brot mit langen Teigführungen, z. B. Sauerteig, zu wählen.</strong><br><br>Ein Erwachsener sollte laut DGE täglich 11–16 mg (m) bzw. 7–10 mg (w) Zink aufnehmen.  </a></div>
</div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong><span style="color:#154764" class="has-inline-color">Selen</span></strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Selen trägt ebenfalls wesentlich zur Stärkung des Immunsystems bei, denn es hilft bei der Bildung des Immunsystems bei, denn es hilft bei der Bildung von Antikörpern gegen Viren und kann möglicherweise dazu beitragen, einen schweren Krankheitsverlauf zu verhindern.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Selenmangel ist das Immunsystem abwehrgeschwächt, sodass sich Viren leichter im Körper ausbreiten können. Der durch einen Selenmangel hervorgerufene oxidative Stress begünstigt die Veränderung eines harmlosen zu einem stark pathogenen Virus und führt so zu einer schweren Erkrankung.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link has-text-color has-background has-very-light-gray-background-color no-border-radius" style="color:#154764"><strong>Gute Quellen für Selen sind naturbelassenes Fleisch, Seefisch, Eier und Milchprodukte. Pflanzliche Lebensmittel sind eher selenarm, mit Ausnahme von Paranüssen und Hülsenfrüchten.</strong><br><br>Die DGE empfiehlt täglich 70 Mikrogramm (m) bzw. 60 Mikrogramm (w) Selen aus der Ernährung. </a></div>
</div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong><span style="color:#154764" class="has-inline-color">Beta-Carotin/Vitamin A</span></strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beta-Carotin ist die Vorstufe vom Vitamin A. Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, d.h. für die Aufnahme in den Körper wird Fett benötigt. Vitamin A ist (gemeinsam mit Vitamin D) an der Bereitstellung von Immunzellen beteiligt, die in den Schleimhäuten vor Viren und Bakterien schützen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link has-text-color has-background has-very-light-gray-background-color no-border-radius" style="color:#154764"><strong>Gelbe, orange, rote und grüne Gemüsesorten liefern viel Beta-Carotin: Karotten, Süßkartoffeln, rote Paprika, Spinat, Honigmelone, Petersilie. Beim Verzehr von Rohkost unbedingt an ein Dressing mit Öl denken! Vitamin A kommt außerdem in Leber, Aal, Thunfisch, fettreichen Milchprodukten und Eiern vor.</strong><br><br>Laut DGE braucht ein Erwachsener täglich 1,0 mg (m) bzw. 0,8 mg (w) Vitamin A. </a></div>
</div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Obst_Gemuese_1-1024x732.png" alt class="wp-image-3338" width="451" height="322"></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong><span style="color:#154764" class="has-inline-color">Vitamin D</span></strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das (Sonnen-)Vitamin D fördert die Bildung von immununterstützenden Eiweißverbindungen, die antiviral und antimikrobiell wirken. In der <a href="http://patienten-bibliothek.de/_pb2015/pb/ratgeber/2020-Atemwege-1//Atemwege%20und%20Lunge%201%20-%202020.pdf" target="_blank" rel="noopener">Ausgabe 26/Frühjahr 2020</a> berichteten wir ausführlich über dieses immunrelevante Vitamin.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><span style="color:#154764" class="has-inline-color"><strong>Omega-3-Fettsäuren</strong></span></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die essenziellen (lebensnotwendigen) Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend, zellschützend und unterstützen das Immunsystem bei einem viralen Infekt, indem sie die Bildung von Antkörpern anregen und die Virusausbreitung verlangsamen. Bereits in der Ausgabe 25/Winter 2019 sind die stärksten Wirkungen von Omega-3-Fettsäuren beschrieben worden.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Obst_Gemuese_2-1024x618.png" alt class="wp-image-3339" width="457" height="276"></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:24px"><span style="color:#154764" class="has-inline-color"><strong>Täglich Ihr Immunsystem stärken!</strong></span></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong><span style="color:#154764" class="has-inline-color">Ausreichend trinken:</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1,5–2 l Wasser</strong> (mit frischer Minze, Zitrone oder Ingwer), ungesüßte Tees und Kaffee)</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">E<strong><span style="color:#154764" class="has-inline-color">ssen Sie vorzugsweise:</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>4–5 handgroße Portionen buntes Obst und Gemüse sowie Hülsenfrüchte</strong><br><strong>naturbelassene Körner, Nüsse&amp;Samen</strong>, z. B. als Vollkornprodukte, im Salat/Müsli (eingeweicht) oder Snack<br><strong>drei Portionen Milchprodukte</strong> (Käse, Joghurt, Quark)<br><strong>mehrmals pro Woche Fleisch und Fisch, naturbelassen</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator">



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<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:24px"><strong><span style="color:#154764" class="has-inline-color">Rezepte aus der Praxis</span></strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="638" height="871" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Rezepte_Seite_3.jpg" alt data-id="3301" class="wp-image-3301" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Rezepte_Seite_3.jpg 638w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Rezepte_Seite_3-480x655.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 638px, 100vw"></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="638" height="871" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Rezepte_Seite_4.jpg" alt data-id="3302" data-full-url="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Rezepte_Seite_4.jpg" data-link="http://patienten-bibliothek.org/?attachment_id=3302" class="wp-image-3302" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Rezepte_Seite_4.jpg 638w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Rezepte_Seite_4-480x655.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 638px, 100vw"></figure></li></ul><figcaption class="blocks-gallery-caption"> </figcaption></figure>



<div class="wp-block-file"><a href="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Rezepte.pdf">Rezepte</a><a href="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Rezepte.pdf" class="wp-block-file__button" download>Herunterladen</a></div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator">



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Autorinnen:</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://patienten-bibliothek.org/wp-content/uploads/2020/07/Ziebarth-684x1024.jpg" alt class="wp-image-3099" width="141" height="211"></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Britta Ziebarth</strong>, MSc<br>Ökotrophologin &amp; Ernährungswissenschaftlerin<br>Nordseeklinik Westfalen Wyk auf Föhr<br>www.Nordseeklinik.online</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/ROXY.jpg" alt class="wp-image-3231" width="142" height="214"></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Roxana J. Jochheim</strong><br>Direktionsassistentin, Köchin<br>Studentin BSc "Ernährungstherapie"<br>Nordseeklinik Westfalen</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="http://patienten-bibliothek.de/_pb2015/pb/ratgeber/2020-Atemwege-2//Atemwege%20-%20Lunge%202020-2%20final.pdf" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" src="http://patienten-bibliothek.org/wp-content/uploads/2020/07/COPD-2020-2-Titel-A5-Web.jpg" alt class="wp-image-2516"></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beitrag wurde in der Sommerausgabe 2020 der Patienten-Bibliothek – Atemwege und Lunge veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bildnachweise</strong>:<br>Nordseeklinik Westfalen<br>Alexander Raths, Robert Knetschke – AdobeStock</p>



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<hr class="wp-block-separator">



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Omega-3-Fettsäuren …bei COPD</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/omega-3-fettsaeuren-bei-copd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2020 10:30:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[COPD]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Infekte]]></category>
		<category><![CDATA[Leinsamen]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenemphysem]]></category>
		<category><![CDATA[Nährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Omega-3-Fettsäuren]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://patienten-bibliothek.org/?p=3212</guid>

					<description><![CDATA[Ernährung: Positive Wirkungen von Omega-3-Fettsäuren

Eine wesentliche Begleiterscheinung der COPD-Erkrankung ist die dauerhafte Entzündung und Verengung der Atemwege.

Ernährungsinterventionen greifen deshalb den entzündungshemmenden und immununterstützenden Charakter mancher Nährstoffe auf. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:24px"><strong><span style="color:#003ca3" class="has-inline-color">Positive Wirkungen von Omega-3-Fettsäuren</span></strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine wesentliche Begleiterscheinung der COPD-Erkrankung ist die dauerhafte Entzündung und Verengung der Atemwege. Bekannt ist auch, dass eine Vermeidung von Exazerbationen, die an erster Stelle durch virale Infekte der Atemwege ausgelöst werden, sich positiv auf den Krankheitsverlauf und die Lebenserwartung auswirkt.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ernährungsinterventionen greifen deshalb den entzündungshemmenden und immununterstützenden Charakter mancher Nährstoffe auf. Dazu zählen die Omega-3-Fettsäuren.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color:#003ca3" class="has-inline-color"><strong>Lebensnotwendige Omega-3-Fettsäuren</strong></span><br>Omega-3-Fettsäuren gehören zu den wertvollen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und sind essenziell, also lebensnotwendig. Sie können vom Körper nicht selbst hergestellt werden und müssen über die Nahrung aufgenommen werden.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der menschliche Organismus benötigt Omega-3-Fettsäuren für verschiedenste Aufgaben. Sie sind z. B. an der Herstellung von Hormonen, am reibungslosten Funktionieren des Stoffwechsels und an der Stärkung des Immunsystems beteiligt. Ebenso fungieren sie als Baumaterial für unsere Zellen, d.h. der Körper bildet mit ihrer Hilfe neue Zellen oder repariert sie.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span style="color:#003ca3" class="has-inline-color">Bedarfsdeckung und Resorption</span></strong><br>Algen, Moose und Farne verfügen über hohe Konzentrationen an Omega-3-Fettsäuren. Im Meer freilebende Kaltwasserfische wie Lachs, Hering, Makrele oder Thunfisch nehmen Algen über die Nahrungskette auf und sind deshalb besonders reich an Omega-3-Fettsäuren. Auch freilebendes Wild, das sich von Omega-3-Fettsäure-haltigen Moosen und Farnen ernährt, hat einen hohen Anteil.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch verschiedene Pflanzenöle dienen als Quelle für Omega-3-Fettsäuren. Der Körper muss sie umwandeln, um sie nutzen zu können. Die günstigste Quelle dafür ist das Leinöl mit einem Gehalt von 71 %. Auch Hanföl (ca. 17 %), Walnussöl (ca. 13 %) und Rapsöl (ca. 9 %) enthalten hohe Anteile und sind zu empfehlen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Walnuss-AdobeStock_78895597-klein.jpeg" alt class="wp-image-3218" width="306" height="223"></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht zu vergessen sind Walnüsse (ca. 7,5 %) und geschrotete Lein- (ca. 22 %) oder Chiasamen (ca. 18 %), die als wertvolle Lieferanten die tägliche Nahrung aufwerten.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button is-style-fill"><a class="wp-block-button__link has-text-color has-background has-cyan-bluish-gray-background-color" style="color:#003ca3"><strong>Leinsamen sind sehr vielseitig!</strong><br>Sie enthalten nicht nur Omega-3-Fettsäuren, sondern auch viele Belaststoffe. Wer den Geschmack oder Konsistenz nicht mag, kann sie super beim Backen "verstecken", wie z. B. in unserem Leinsamenbrot (siehe Download), das auch für eine glutenfreie Ernährung geeignet ist.</a></div>
</div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span style="color:#003ca3" class="has-inline-color">Empfohlene Aufnahmemenge</span></strong><br>Die D‑A-CH-Referenzwerte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung geben für die Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren bei einem gesunden Erwachsenen einen Schätzwert von 0,5 Prozent der täglichen Nahrungsenergie an. Dies entspricht 1,3 Gramm pro Tag bei einer durchschnittlichen Energiezufuhr von 2.400 kcal.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang wurden allerdings bei COPD keine konkreten Zufuhrempfehlungen ausgesprochen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die wertvollen Fettsäuren gelten allgemein als gut verträglich, dennoch legen einige Studien nahe, dass eine Überdosierung nicht nur keinen Nutzen bringt, sondern sich möglicherweise negativ auf den LDL-Cholesterinspiegel auswirken kann. Es ist wie mit vielen Dingen im Leben, es ist gesünder, maßvoll mit ihnen umzugehen!</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator">



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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Omega-3-Fettsaeuren_Seite_2-724x1024.jpg" alt class="wp-image-3220" width="599" height="846"></figure>



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<div class="wp-block-file"><a href="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Omega-3-Fettsaeuren.pdf">Omega-3-Fettsäuren</a><a href="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Omega-3-Fettsaeuren.pdf" class="wp-block-file__button" download>Herunterladen</a></div>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Autorinnen</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://patienten-bibliothek.org/wp-content/uploads/2020/07/Ziebarth-684x1024.jpg" alt class="wp-image-3099" width="125" height="187"></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Britta Ziebarth, MSc<br>Ökotrophologin &amp; Ernährungswissenschaftlerin<br>Nordseeklinik Westfalen, Wyk auf Föhr<br><a href="http://www.Nordseeklinik.online" target="_blank" rel="noopener">www.Nordseeklinik.online</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/ROXY.jpg" alt class="wp-image-3231" width="129" height="194"></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Roxana J. Jochheim<br>Direktionsassistentin, Köchin<br>Studentin BSc "Ernährungstherapie"<br>Nordseeklinik Westfalen</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bildnachweis:</strong><br>Nordseeklinik Westfalen<br>Björn Wylezich, euthymia – AdobeStock</p>



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<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="http://patienten-bibliothek.de/_pb2015/pb/ratgeber/2019-Atemwege-4//COPD%202019%20Winterausgabe.pdf" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/Deckblatt-COPD-2019-4_final-724x1024.jpg" alt class="wp-image-3065" width="175" height="247"></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beitrag wurde in der Winterausgabe 2019 der Patienten-Bibliothek – Atemwege und Lunge veröffentlicht.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Einsatz der Bio-Impedanz-Analyse</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/einsatz-der-bio-impedanz-analyse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2020 13:11:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Atemnot]]></category>
		<category><![CDATA[BIA]]></category>
		<category><![CDATA[Bio-Impedanz-Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[BMI]]></category>
		<category><![CDATA[COPD]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährungszustand]]></category>
		<category><![CDATA[Fettmasse]]></category>
		<category><![CDATA[Körperzusammensetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenemphysem]]></category>
		<category><![CDATA[Muskelmasse]]></category>
		<category><![CDATA[Nährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingszustand]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://patienten-bibliothek.org/?p=3089</guid>

					<description><![CDATA[Gezielte Messung von Ernährungszuständen bei COPD

Der Ernährungszustand gibt Auskunft darüber, wie gut ein Mensch mit Nährstoffen und Energie versorgt ist.

Bei den meisten COPD-Patienten kommt es im Verlauf der Erkrankung zu einer Verschlechterung des Ernährungszustandes.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:24px"><strong>Gezielte Messung von Ernährungszuständen </strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong><span style="color:#00a38b" class="has-inline-color">Veränderungen des Ernährungszustandes</span></strong></p>



<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Der Ernährungszustand gibt Auskunft darüber, wie gut ein Mensch mit Nährstoffen und Energie versorgt ist. Bei den meisten COPD-Patienten kommt es im Verlauf der Erkrankung zu einer Verschlechterung des Ernährungszustandes.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein schlechter Ernährungszustand oder eine Mangelernährung wirkt sich negativ auf den Verlauf der COPD-Erkrankung aus. Die Betroffenen sind geringer belastbar, infektanfälliger, benötigen längere Erholungszeiten nach Krankenhausaufenthalten und erleben häufiger Exazerbationen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für einen schlechten Ernährungszustand gibt es mehrere Ursachen:</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<ul class="wp-block-list"><li>Die an COPD erkrankte Lunge kann <strong>bis zu 10x mehr Energie </strong>als eine gesunde Lunge verbrauchen. Bei einem Lungenemphysem ist der zusätzliche Energieverbrauch besonders hoch. Diesem deutlich erhöhten Kalorienverbrauch muss mit Hilfe gezielter Maßnahmen Rechnung getragen werden. &nbsp;</li></ul>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<ul class="wp-block-list"><li>Gleichzeitig nehmen COPD-Patienten <strong>oft zu wenig Kalorien, Eiweiß und Nährstoffe</strong> auf, weil sie z. B. an Appetitlosigkeit, Atem- und Schluckbeschwerden beim/nach dem Essen leiden. So entsteht ein deutliches Energiedefizit. Als Folge „verbrennt“ der Körper bestehende Reserven zur (Energie-)Versorgung. Die Patienten bemerken dies als ungewollten Gewichtsverlust.</li></ul>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<ul class="wp-block-list"><li>Erschwerend kommt hinzu, dass sich die meisten COPD-Patienten aus Angst vor Atemnot <strong>immer weniger bewegen und Sport bzw. Belastung vermeiden</strong>. Die Muskulatur, die nicht genutzt und nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird, wird reduziert. Auch dies äußert sich in Form eines Gewichtsverlusts.</li></ul>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Oftmals ist erst der ungewollte Gewichtsverlust Anlass, ernährungs- und bewegungstherapeutische Maßnahmen zu ergreifen. Bis dahin ist aber schon wertvolle Muskelmasse, auch Teile der Atemmuskulatur, verloren gegangen und bereits eine große Nährstofflücke entstanden.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch übergewichtige COPD-Patienten können bei falscher Ernährung und wenig Bewegung Nährstoffdefizite und zu wenig Muskelmasse aufweisen. Zudem belastet eine erhöhte Fettmasse die Lunge, verstärkt die Dyspnoe (Atemnot aufgrund gestörter Atmung mit vermehrter Atemarbeit) und steigert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die gezielte Gewichtsabnahme entlastet den Körper.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die regelmäßige und gezielte Kontrolle des Ernährungszustandes ist wichtig, um rechtzeitig eine angepasste, kombinierte Ernährungs- und Trainingstherapie einzuleiten und den Ernährungszustand zu verbessern.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong><span style="color:#00a38b" class="has-inline-color">Warum reicht der BMI nicht aus?</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die einfachste und seit Jahren etablierte Methode zur Erfassung des Ernährungszustandes ist die Berechnung des BMI: &nbsp;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gewicht (kg)<br>————————————<br>Größe (m)  x  Größe (m)</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein BMI von 18,5 kg/m<sup>2</sup> bedeutet Untergewicht, ab &lt;16 kg/m<sup>2</sup> wird eine ausgeprägte Mangelernährung diagnostiziert. Ein zu niedriger BMI ist assoziiert mit einer höheren Sterblichkeitsrate und einem höheren Risiko für weitere Erkrankungen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein hoher BMI (&gt; 30 kg/m<sup>2</sup>) ist verbunden mit einer höheren Fettmasse, die mit einem größeren Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert ist.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings berücksichtigt der BMI ausschließlich das Gewicht eines Menschen. Die für medizinische Interventionen wichtige Körperzusammensetzung (Fettmasse, Muskelmasse, Körperwasser) wird nicht erfasst. Leicht kann bei alleiniger Betrachtung des BMIs eine Mangelernährung oder ein schlechter Trainingszustand übersehen werden. So kann z. B. auch ein normalgewichtiger Patient eine zu geringe Muskelmasse aufweisen. Ist aber der BMI vor dem Ergreifen ersten Maßnahmen bereits unter den kritischen Marker von 18,5 kg/m<sup>2</sup> abgesunken, ist wichtige Zeit für die Ernährungs- und Trainingstherapie verloren gegangen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong><span style="color:#00a38b" class="has-inline-color">Was ist die Bio-Impedanz-Analyse (BIA)?</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die BIA ist eine Methode zur Messung der Körperzusammensetzung. Mithilfe der BIA wird die fettfreie Masse mit dem gesamten Körperwasser und die Muskelmasse mit ihren stoffwechselaktiven Zellen sowie indirekt die Fettmasse bestimmt.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Messung erfolgt im Liegen. An den Händen und Füßen des Patienten werden an definierten Messpunkten Elektroden angebracht. Das Messgerät schickt einen nicht spürbaren Strom von 50 kHz durch den Körper, der anhand des Widerstandes der Zellen Aufschluss über die Körperzusammensetzung und den Zustand der Zellen gibt.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong><span style="color:#00a38b" class="has-inline-color">Welche Werte werden zur Interpretation herangezogen?</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fettfreie Masse (FFM) </strong>In der fettfreien Masse sind alle Bestandteile des Körpers ohne Fett (Organe, Knochen, Bänder, Muskeln und Wasser) enthalten. Die FFM zeigt die Muskelausprägung an und dient deshalb als Indikator für eine Mangelernährung.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Muskelmasse </strong>Die Muskelmasse aller Extremitäten (Arme, Beine) und des Torsos wird angezeigt.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fettmasse (FM) </strong>Die Fettmasse beinhaltet den Gesamtfettanteil des Körpers. Viszerales Fett (Bauchfett) wird ebenfalls angezeigt.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wasser </strong>Die BIA misst das Gesamtkörperwasser und unterscheidet zwischen</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<ul class="wp-block-list"><li>extrazellulärem (außerhalb der Zelle vorliegendem) Wasser und</li><li>intrazellulärem (innerhalb der Zelle vorliegendem) Wasser.</li></ul>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Durch den erhöhten Nährstoffverbrauch bei COPD kommt es zum Eiweißabbau in der Zelle. Dadurch verschiebt sich das intrazelluläre Wasser aus der Zelle ins extrazelluläre Wasser. Die Zelle ist „vertrocknet“ und in ihrer Funktionsweise eingeschränkt. Viel extrazelluläres Wasser anteilig am Gesamtkörperwasser zeigt eine Mangelernährung oder Ödeme an.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Phasenwinkel </strong>Der Phasenwinkel gibt Auskunft über den Zustand der Zellen. Ist er groß, liegt eine gut versorgte Zelle vor. Ist er klein, liegt eine mangelernährte Zelle mit zu wenig Nährstoffen und Wasser vor.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/1-%C2%A9-Thissatan-Fotolia.com_-512x1024.jpg" alt class="wp-image-3105" width="160" height="320"></figure>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong><span style="color:#00a38b" class="has-inline-color">Warum ist der Einsatz der Bio-Impedanz-Analyse bei COPD-Patienten sinnvoll?</span></strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die BIA macht die Körperzusammensetzung sichtbar und wird zur Erfassung des Ernährungszustandes eines COPD–Patienten und zur Begleitung der Therapie eingesetzt.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die BIA ist ein wichtiges Instrument, um eine Mangelernährung frühzeitig zu diagnostizieren. Eine Mangelernährung äußert sich durch einen schlechten Zustand der Zellen, hervorgerufen durch Eiweißmangel, sowie einen veränderten Wasserhaushalt. Meist geht damit ein Rückgang der Muskulatur her, weil der Körper das fehlende Eiweiß aus den Muskeln nimmt. Davon ist auch die Atemmuskulatur betroffen, was wiederum die Dyspnoe verstärken kann.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Darstellung der Muskelmasse zeigt den Trainingszustand eines COPD-Patienten.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch können rechtzeitig sporttherapeutische Schritte eingeleitet werden, um Muskelverlust vorzubeugen. Außerdem kann gezielt an den Bereichen des Körpers trainiert werden, wo besonders wenig Muskulatur vorliegt. Bei COPD-Patienten ist oft der Rumpf sehr muskelarm. Diese Muskulatur ist für die Atmung besonders wichtig. Mit der BIA kann der Verlauf des Muskelaufbautrainings oder der Atemtherapie verfolgt werden. Der Wasserhaushalt und der Phasenwinkel geben Auskunft darüber, ob genügend Eiweiß während der Trainingsphase aufgenommen wird. Der Patient wird zudem von den sichtbaren Fortschritten motiviert.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei übergewichtigen COPD Patienten macht die BIA eine erhöhte Fettmasse sichtbar. Während der gezielten Gewichtsreduktion kann verfolgt werden, wie sich die Körperzusammensetzung ändert, z. B., ob Muskelmasse erhalten und vor allem Fettmasse reduziert wird. Hier ist ein positiver Nebeneffekt die Motivation des Patienten, denn oft zeigt die Waage keine Veränderung an, weil Fettmasse durch Muskelmasse ersetzt wird.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span style="color:#00a38b" class="has-inline-color">Einsatz der BIA in der Rehabilitation von COPD-Patienten</span></strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Rehabilitation von COPD-Patienten erfolgt eine kombinierte Ernährungs- und Trainingstherapie. Schon am Ende einer spezialisierten COPD-Reha, bei der der Patient motiviert mitarbeitet, sind i.d.R. positive Veränderungen in der Körperzusammensetzung erkennbar. Die BIA-Auswertung veranschaulicht den Aufbau von Muskelmasse, die Beseitigung von Mangelernährung, Reduktion von Übergewicht und eine bessere Zellgesundheit.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fallbeispiele</strong><br>präsentiert und ausgewertet vom Expertenteam der Nordseeklinik Westfalen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frau A.: 65 Jahre, Normalgewicht, unauffälliger BMI, mangelernährt</p>



<figure class="wp-block-table is-style-regular"><table><tbody><tr><td><strong>&nbsp;</strong></td><td><strong>Referenzbereich</strong></td><td><strong>Messung 1</strong> <strong>&nbsp;</strong></td><td><strong>Messung 2</strong></td></tr><tr><td>Gewicht</td><td>&nbsp;</td><td>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;44,0 kg</td><td>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;45,7 kg</td></tr><tr><td>BMI</td><td>18,5 – 24,9 kg/m<sup>2</sup></td><td>19,6 kg/m<sup>2</sup></td><td>20,3 kg/m<sup>2</sup></td></tr><tr><td>Fettfreie Masse</td><td>&gt; 15 kg/m<sup>2</sup></td><td>14,0 kg/m<sup>2</sup></td><td>15,3 kg/m<sup>2</sup></td></tr><tr><td>Fettmasse</td><td>3,8 – 8,7 kg/m<sup>2</sup></td><td>&nbsp;5,5 kg/m<sup>2</sup></td><td>&nbsp;&nbsp;5,0 kg/m<sup>2</sup></td></tr><tr><td>Ext./Gesamtwasser</td><td>&lt; 49,3 %</td><td>53,1 %</td><td>52,1 %</td></tr><tr><td>Phasenwinkel</td><td>4,7 – 6,3 °</td><td>3,8 °</td><td>4,0 °</td></tr></tbody></table><figcaption><br></figcaption></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/image.png" alt class="wp-image-3093" width="314" height="238"><figcaption>Messung 1 (grün = Referenzbereich)</figcaption></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="293" height="219" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/image-1.png" alt class="wp-image-3094"><figcaption>Messung 2</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Interpretation Messung 1</strong><strong>:</strong> Frau A. hat gemäß dem BMI Normalgewicht. Die BIA zeigt jedoch, dass ihre fettfreie Masse unter dem Grenzwert von 15 kg/m<sup>2</sup> liegt, was auf eine zu geringe Muskelmasse hinweist. Die Abbildung der Muskelmasse bestätigt das. Ihr Körperfettanteil ist normal. Sie weist ein zu hohes extrazelluläres Wasser im Vergleich zum Gesamtkörperwasser auf. Der Phasenwinkel ist zu niedrig und zeigt eine schlechte Zellgesundheit.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Frau A. ist trotz des Normalgewichts mangelernährt. Sie erhält während des Reha-Aufenthaltes muskelaufbauendes Training und eiweißreiche Kost.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wäre der Ernährungszustand nur über das Gewicht beurteilt worden, hätte Frau A. erst sehr spät eine entsprechende Therapie erhalten.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Interpretation Messung 2:</strong> Nach drei Wochen in der Rehabilitation mit Ernährungs- und Trainingstherapie hat sich der Ernährungszustand der Patientin deutlich verbessert. Sie hat 1,7 kg zugenommen. Die fettfreie Masse ist auf 15,3 kg/m<sup>2</sup> angestiegen. Sie hat Muskelmasse, besonders die Atemmuskulatur im Torso (Rumpf), aufgebaut. Ihre Fettmasse hat sich leicht reduziert. Das extrazelluläre Wasser hat sich im Vergleich zum Gesamtkörperwasser reduziert. Dadurch hat sich der Zustand der Zellen erheblich verbessert. Der Anstieg des Phasenwinkels verdeutlicht das.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Herr B.: 56 Jahre, Übergewicht, geringe Muskelmasse, erhöhte Fettmasse</p>



<figure class="wp-block-table is-style-regular"><table><tbody><tr><td><strong>&nbsp;</strong></td><td><strong>Referenzbereich</strong></td><td><strong>Messung 1</strong> <strong>&nbsp;</strong></td><td><strong>Messung 2</strong></td></tr><tr><td>Gewicht</td><td>&nbsp;</td><td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;82,0 kg</td><td>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;82,2 kg</td></tr><tr><td>BMI</td><td>18,5 – 24,9 kg/m<sup>2</sup></td><td>25,3 kg/m<sup>2</sup></td><td>25,4 kg/m<sup>2</sup></td></tr><tr><td>Fettfreie Masse</td><td>&gt; 17 kg/m<sup>2</sup></td><td>17,8 kg/m<sup>2</sup></td><td>18,1 kg/m<sup>2</sup></td></tr><tr><td>Fettmasse</td><td>1,2 – 5,6 kg/m<sup>2</sup></td><td>&nbsp;7,5 kg/m<sup>2</sup></td><td>&nbsp; 7,2 kg/m<sup>2</sup></td></tr><tr><td>Ext./Gesamtwasser</td><td>&lt; 43,8 %</td><td>45,1 %</td><td>43,4 %</td></tr><tr><td>Phasenwinkel</td><td>4,9 – 7,2 °</td><td>5,0 °</td><td>5,9 °</td></tr></tbody></table></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="307" height="230" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/image-2.png" alt class="wp-image-3096" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/image-2.png 307w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/image-2-300x225.png 300w" sizes="(max-width: 307px) 100vw, 307px"><figcaption>Messung 1 (grün = Referenzbereich)</figcaption></figure></div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="297" height="224" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/image-3.png" alt class="wp-image-3097"><figcaption>Messung 2</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Interpretation Messung 1:</strong> Herr B. hat gemäß dem BMI Übergewicht. Die BIA zeigt, dass die Fettmasse erhöht ist. Die fettfreie Masse liegt am unteren Referenzbereich. Dies erklärt sich durch die zu geringe Muskelmasse, die der Patient aufweist. Das extrazelluläre Wasser ist im Vergleich zum Gesamtkörperwasser zu hoch, seine Zellen weisen zu wenig Eiweiß und Nährstoffe auf. Der Phasenwinkel ist deshalb sehr niedrig.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Herr B. hat eine zu hohe Fettmasse bei einer gleichzeitig zu geringen Muskelmasse. Auch er weist mangelernährte Zellen auf. Während der Rehabilitation erhält er muskelaufbauendes Training und Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiß.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Interpretation Messung 2:</strong> Nach vier Wochen hat sich der Ernährungszustand des Patienten verbessert. Er hat zwar kein Gewicht verloren, aber seine Körperzusammensetzung hat sich positiv verändert. Er hat Muskelmasse, besonders Atemmuskulatur im Torso, aufgebaut. Die fettfreie Masse ist auf 18,1 kg/m<sup>2</sup> angestiegen. Die Fettmasse hat sich leicht reduziert. Das extrazelluläre Wasser hat sich im Vergleich zum Gesamtkörperwasser reduziert. Dadurch hat sich der Zustand der Zellen erheblich verbessert. Der Anstieg des Phasenwinkels zeigt das ebenfalls.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span style="color:#00a38b" class="has-inline-color">Zusammenfassend zeigen diese Beispiele, dass die BIA, als wissenschaftlich evaluierte Maßnahme innerhalb eines COPD-Rehabilitationskonzepts, ein hilfreiches Feedbackinstrument darstellt.</span></strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span style="color:#00a38b" class="has-inline-color">Wichtig für einen erfolgreichen Einsatz sind die fundierte Erfahrung der Ernährungstherapeuten sowie deren Zusammenarbeit und Lösungskompetenz mit dem Ärzte- und Bewegungstherapeutenteam. &nbsp;</span></strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator">



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://patienten-bibliothek.org/wp-content/uploads/2020/07/Ziebarth-684x1024.jpg" alt class="wp-image-3099" width="158" height="236"></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Britta Ziebarth, MSc<br></strong>Ökotrophologin &amp; Ernährungswissenschaftlerin<br>Nordseeklinik Westfalen, Wyk auf Föhr<br><a href="http://www.Nordseeklinik.online" target="_blank" rel="noopener">www.Nordseeklinik.online</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://patienten-bibliothek.org/wp-content/uploads/2020/07/Jochheim-684x1024.jpg" alt class="wp-image-3100" width="157" height="234"></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Roxana J. Jochheim<br></strong>Direktionsassistentin, Köchin,<br>Studentin BSc „Ernährungstherapie“<br>Nordseeklinik Westfalen</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<hr class="wp-block-separator">



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="http://patienten-bibliothek.de/_pb2015/pb/ratgeber/2019-Atemwege-3//Atemwege%20und%20Lunge%202019%20Herbst.pdf" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/Deckblatt-COPD-2019-Herbst-724x1024.jpg" alt class="wp-image-2697" width="167" height="236"></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beitrag wurde in der Herbstausgabe 2019 der Patienten-Bibliothek – Atemwege und Lunge veröffentlicht.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Den Ernähungsstatus immer im Blick</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/den-ernaehungsstatus-immer-im-blick/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2020 10:25:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Agnes Budnowski]]></category>
		<category><![CDATA[Begleiterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[BMI]]></category>
		<category><![CDATA[COPD]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenemphysem]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenerkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Mangelernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Nährstoffe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://patienten-bibliothek.org/?p=1071</guid>

					<description><![CDATA[Zusammenhänge verstehen: Muskulatur - Lunge - Ernährung

Durch die medizinische Forschung der letzten Jahre wurde zunehmend bestätigt, dass die COPD nicht als reine Lungenerkrankung zu behandeln sei. Sie ist vielmehr eine Erkrankung mit vielfältigen und wechselhaften Veränderungen des gesamten Organismus.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><a href="http://www.Patienten-Bibliothek.de" target="_blank" rel="noopener">hier lesen, bestellen, download</a> – <a href="http://www.patienten-bibliothek.de/_pb2015/pb/index.php5?nav=kontakt&amp;id=" target="_blank" rel="noopener">Kontakt / Newsletter bestellen</a></p>



<p style="color:#003ca3;font-size:24px" class="has-text-color wp-block-paragraph"><strong>…um Defizite zu vermeiden</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p style="color:#003ca3" class="has-text-color has-normal-font-size wp-block-paragraph"><strong>„Durch die medizinische Forschung der letzten Jahre wurde zunehmend bestätigt, dass die COPD als keine reine Lungenerkrankung zu behandeln sei. Sie ist vielmehr eine Erkrankung mit vielfältigen und wechselhaften Veränderungen des gesamten Organismus, die sich teilweise gegenseitig beeinflussen. Der Krankheitsverlauf der COPD steht mit dem Ernährungszustand in einer engen wechselseitigen Beziehung. Mangel- und Fehlernährung sowie eine reduzierte Muskelmasse sind somit Begleiterkrankungen der COPD. Aber auch die andere Seite der Waage – nämlich ein starkes Übergewicht – hat einen direkten Einfluss auf die Komplikationsrate und den Allgemeinzustand bei COPD.“</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Dieser Auszug des Ratgebers „Ernährung bei COPD“ &nbsp;verdeutlicht, dass dem Ernährungszustand bei jedem COPD-Patienten eine hohe Aufmerksamkeit zukommen sollte, damit möglichst frühzeitig entsprechende Interventionen erfolgen können. Über- wie auch Untergewicht gilt es unbedingt zu vermeiden. Wichtig zu wissen, dass durch einen verbesserten Ernährungszustand die Kapazität des Atemmuskels gesteigert werden kann.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Die vier Autoren des Ratgebers – Agnes Budnowski, Flora Koller, Martina Kreuter-Müller und Dr. Ralf Harun Zwick – möchten den Lesern ganz praktische, das Leben erleichternde Empfehlungen für eine tägliche Umsetzung an die Hand geben. Die im Ratgeber enthaltenen Basisinformationen, gemäß aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse, sind schwerpunktmäßig ausgerichtet auf die Themen Gewichtsproblematik, Begleiterkrankungen und Krankheitsnebenwirkungen. Die über 120 Rezepte wurden übersichtlich nach vitaminreichen, eiweißreichen und leicht verdaulichen Gerichten gegliedert.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://patienten-bibliothek.org/wp-content/uploads/2020/05/Agnes-Budnowski-1-683x1024.jpg" alt class="wp-image-1081" width="175" height="262"><figcaption>Agnes Budnowski</figcaption></figure></div>



<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Im Gespräch mit <strong>Agnes Budnowski</strong>, freiberufliche Diätologin, Humaenergetikerin, Schulungs- und Ernährungsberaterin in ambulanter pneumologischer Rehabilitation mit Schwerpunkt COPD in Wien erfahren wir interessante Hintergründe die Ernährung betreffend, die Sie beim Lesen des Ratgebers weiter vertiefen können. &nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p style="color:#003ca3;font-size:18px" class="has-text-color wp-block-paragraph"><strong>Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Lunge und dem Darm?</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Während der Entwicklung eines Menschen im Mutterleib, bildet sich in der 4. Schwangerschaftswoche aus dem Darmrohr die Lungenknospe. Schrittweise reifen dann aus der Lungenknospe die Atemorgane: Lungenflügel, Luftröhre und Bronchien. Im Prinzip kann formuliert werden: <strong>Die Lunge entsteht aus dem Darm.</strong></p>



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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Beide Organe, Lunge und Darm, haben also denselben Ursprung. Sie entwickeln sich aus den gleichen Teilen des Embryonalgewebes, was sich sowohl bei der Struktur der Schleimhaut als auch bei den ähnlichen Grundfunktionen zeigt.<strong> Lunge und Darm sind die größten Grenzflächen des Körpers zur Außenwelt. </strong>Beide Organe, die Lunge mit etwa 100 qm<sup>2</sup> Oberfläche und der Darm mit 300–400 qm<sup>2</sup> Oberfläche, haben eine enorme Bedeutung für das Immunsystem. Ihre Aufgaben bestehen darin, einerseits Sauerstoff bzw. Nährstoffe aufzunehmen und andererseits für den menschlichen Organismus schädliche Stoffe abzugeben.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Über den Darm gelangen Nährstoffe aus der Nahrung und über die Lunge Sauerstoff ins Blut und so zu den einzelnen Körperzellen, wo Nährstoffe und Sauerstoff zur Energiegewinnung miteinander verbunden werden. Dieser lebenswichtige Prozess der Oxidation muss in ständiger Balance sein.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Ist die Lungenfunktion nicht gewährleistet oder vermindert, kann dies in weiterer Folge auch zu einer Dysbalance und gewissen Mangelernährung führen. Ebenso können chronische Magen-Darm-Erkrankungen zu einer Beeinträchtigung der Lungenfunktion und somit der Atmung führen. Patienten mit Morbus Crohn oder Colitus ulzerosa beispielsweise neigen häufig zu begleitenden Lungenerkrankungen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph"><strong>COPD-Patienten sollten immer ganzheitlich und nicht isoliert auf ein einzelnes Organ betrachtet werden.</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p style="color:#003ca3;font-size:18px" class="has-text-color wp-block-paragraph"><strong>Was wird bei COPD-Patienten als „ausgewogene“ Ernährung bezeichnet?</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Zunächst sei gesagt, dass eine „gesunde“ bzw. „ausgewogene“ Ernährung nicht unbedingt für jeden Patienten das gleiche bedeutet. Die tatsächlichen Bedürfnisse und möglicherweise auch vorliegenden Verdauungsbeschwerden gilt es ganz individuell zu berücksichtigen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Die Feststellung des tatsächlichen Ernährungsstatus ist ein wichtiger erster Schritt. Das aktuelle Gewicht und auch der Gewichtsverlauf geben dabei erste Hinweise.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph"><strong>Bei COPD-Patienten wird ein BMI*-Wert im oberen Normbereich zwischen 23 und 27 kg/m<sup>2</sup> empfohlen. </strong>Für Lungengesunde hingegen ist ein BMI zwischen 19 und 25 als Normbereich definiert.Wird bei einer vorliegenden COPD ein BMI-Wert von 21 unterschritten, gilt dies bereits als Untergewicht, ist der BMI-Wert von 29,9 überschritten, handelt es sich um ein Übergewicht. Sowohl Über- als auch Untergewicht nehmen Einfluss auf die Lungenerkrankung und wirken sich auf dessen Verlauf negativ aus.</p>



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<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link has-text-color has-very-dark-gray-color has-background has-very-light-gray-background-color">BMI* = Body-Mass-Index ist ein Indikator zur Bewertung des Körpergewichts im Verhältnis zur Körpergröße</a></div>
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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Die Beobachtung des Gewichtsverlaufs ist wichtig, um rechtzeitig einen raschen Verlust an Körpergewicht, innerhalb von Wochen oder wenigen Monaten, zu erkennen. <strong>Ein ungewollter rascher Gewichtsverlust ist ein Alarmzeichen für eine mögliche Mangelernährung.</strong></p>



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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">COPD-Patienten haben aufgrund des stärkeren Einsatzes der Atemhilfsmuskulatur und dem damit verbundenen Energieverbrauch im Vergleich zu Lungengesunden immer auch einen höheren Energiebedarf. Auf eine ausreichende Energieversorgung gilt es unbedingt zu achten!</p>



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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Ein Grundsatz für eine ausgewogene Ernährung bei COPD ist eine adäquate Eiweißversorgung, denn ein Eiweißmangel führt zu schnellerem Muskelabbau.</p>



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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Die Proteinzufuhr für einen Muskelerhalt beträgt 1,2 Gramm pro Körpergewicht (Hinweis: hier muss das Idealkörpergewicht zugrunde gelegt werden) pro Tag. Für einen Muskelaufbau ist sogar eine tägliche Eiweißzufuhr von 1,6 Gramm pro Körpergewicht erforderlich.&nbsp;</p>



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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Hochwertige Proteinlieferanten können beispielsweise Fleisch, Fisch, Tofu, Eier und Milchprodukte sein.</p>



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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Als weitere grundsätzliche Elemente einer ausgewogenen Ernährung ist eine gute Versorgung mit Energielieferanten wie Kohlenhydraten und Fetten zu benennen, wobei vor allem die Qualität der Nährstoffe entscheidend ist. Komplexe Kohlenhydrate, z. B. in Form von Vollkornprodukten, sollten bevorzugt werden, da diese den Insulin- und Blutzuckerspiegel nur langsam beeinflussen, im Gegensatz zu schnell verwerteten Kohlenhydraten, wie z. B. Weißmehlprodukten. Bei Fetten ist auf eine gute Zusammensetzung der Fettsäuren zu achten, damit die bei COPD gesteigerten Entzündungswerte nicht weiter ansteigen. Empfehlenswert ist beispielsweise die Verwendung von Raps‑, Oliven‑, Leinsamen‑, Walnuss- oder Sojaöl. Auch eine ausreichende Zufuhr an Antioxidantien, Mineralstoffen und Spurenelementen ist von essentieller Bedeutung.</p>



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<p style="color:#003ca3" class="has-text-color has-normal-font-size wp-block-paragraph"><strong>Welche Ernährungsproblematiken sind bei COPD von besonderer Bedeutung?</strong></p>



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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Neben einer Reihe von möglichen Problematiken wie z. B. Sodbrennen, Appetitmangel, Mundtrockenheit, Übelkeit, kann als Grundproblematik der bereits benannte erhöhte Energiebedarf gesehen werden. Aufgrund der chronischen Entzündungen und der gesteigerten Atemarbeit ist der reine Energieumsatz bei COPD um etwa 20 % erhöht.</p>



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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph"><strong>Im Durchschnitt benötigt ein COPD-Patient ca. 400–800 Kilokalorien pro Tag mehr als ein Lungengesunder, was in etwa dem Umfang einer Hauptmahlzeit entspricht.</strong></p>



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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Liegt eine Unterversorgung vor, erleiden Patienten oftmals einen raschen Verlust der Muskelmasse – und zwar nicht nur der Skelett- sondern auch der Atem- bzw. der Atemhilfsmuskulatur. Wodurch die Atemarbeit der Lunge zusätzlich schwerer fällt.</p>



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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Besonders kritisch ist das sogenannte Wasting zu sehen, der ungewollte Gewichtsverlust von mehr als 5 % des Körpergewichtes innerhalb von drei Monaten oder mehr als 10 % des Körpergewichtes innerhalb von sechs Monaten. Die Mangelernährung führt zu einer Verschlechterung des Immunsystem, mehr Infekte können auftreten, die allgemeine Belastbarkeit vermindert sich und der Verlauf der COPD insgesamt, wie auch der Verlauf möglicher vorliegender Begleiterkrankungen, kann negativ beeinflusst werden.</p>



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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Besonders wichtig zu wissen, dass der BMI-Wert als alleiniger Indikator für den Ernährungszustand zu Fehleinschätzungen führen kann. Wassereinlagerungen oder eine hohe Fettmasse in Kombination mit einer reduzierten Muskelmasse können einen scheinbar „normalen“ BMI ergeben.</p>



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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Die erforderlichen Aussagen über die Körperzusammensetzung&nbsp; (Fettmasse, Muskelmasse und Körperwasser) können nur mittels einer Bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA) getroffen werden. Diese Messung, die beispielsweise durch eine ernährungsmedizinische Fachkraft erfolgen kann, liefert genaue Daten zum individuellen Ernährungs- und Trainingszustand und sollte idealerweise regelmäßig wiederholt werden. (Hinweis: Lesen Sie zur BIA-Messung auch den gleichnamigen Beitrag in der Herbstausgabe 2019 der Patienten-Bibliothek Atemwege und Lunge, online auf <a href="http://www.Patienten-Bibliothek.de" target="_blank" rel="noopener">www.Patienten-Bibliothek.de</a>.)</p>



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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Aufmerksam sollten Patienten immer werden, wenn sie schnell Gewicht verlieren. Wobei der Verlust an Muskulatur vom Patienten selbst zunächst meist weniger wahrgenommen wird, insbesondere bei gleichbleibendem Körpergewicht.</p>



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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Was Patienten hingegen oftmals bemerken, ist eine Muskelschwäche oder größer werdende Ringe um den Bauch, die sich bilden, da das Bauchfett immer mehr, die Kraft jedoch immer weniger wird. Auch häufige Infekte, trockene, schuppige Haut, brüchige Haare, brüchige Nägel, Muskelverspannungen und immer wiederkehrende Krämpfe können Hinweise für ein Ernährungsdefizit sein, ebenso verstärkte Atemnot, als Ausdruck einer reduzierten Muskelmasse.</p>



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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Ein möglicherweise vorliegendes Ernährungsdefizit sollte bei Vorliegen dieser Symptome in Erwägung gezogen werden und diagnostische Berücksichtigung finden. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt darüber! &nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="/www.facultas.at/maudrich"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/05/Deckblatt.jpg" alt class="wp-image-1076" width="257" height="364" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/05/Deckblatt.jpg 352w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/05/Deckblatt-212x300.jpg 212w" sizes="(max-width: 257px) 100vw, 257px"></a><figcaption>Buchtipp: Ernährung bei COPD<br>Maudrich Verlag<br><a href="http://www.facultas.at/maudrich" target="_blank" rel="noopener">www.facultas.at/maudrich</a><br>2. überarbeitete Auflage 2019</figcaption></figure>



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<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="http://patienten-bibliothek.de/_pb2015/pb/ratgeber/2020-Atemwege-1//Atemwege%20und%20Lunge%201%20-%202020.pdf" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/05/COPD-2020-1-Titel-A5-Web.jpg" alt="Deckblatt" class="wp-image-2626"></a></figure></div>



<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph">Das Interview wurde in der Frühlingausgabe 2020 der Fachzeitschrift "Patienten-Bibliothek – Atemwege und Lunge" veröffentlicht <a href="http://www.Patienten-Bibliothek.de" target="_blank" rel="noopener">www.Patienten-Bibliothek.de</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:9px">Interview/Redaktion: Sabine Habicht – Redaktionsleitung Patienten-Bibliothek</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:9px">Fotos: AdobeStock – feshidea </p>
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