<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Chirurgische Interventionen - Atemwege und Lunge</title>
	<atom:link href="https://atemwegeundlunge.de/chirurgische-interventionen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://atemwegeundlunge.de</link>
	<description>Eine Patienten-Bibliothek</description>
	<lastBuildDate>Sun, 14 Jun 2026 20:27:16 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>

<image>
	<url>https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2026/01/cropped-logo-favicon-32x32.jpg</url>
	<title>Chirurgische Interventionen - Atemwege und Lunge</title>
	<link>https://atemwegeundlunge.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Operationsverfahren</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/operationsverfahren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Oct 2025 14:28:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chirurgische Interventionen]]></category>
		<category><![CDATA[Chirurgie]]></category>
		<category><![CDATA[COPD]]></category>
		<category><![CDATA[Eingriff]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Lunge]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenemphysem]]></category>
		<category><![CDATA[Lungengewebe]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Lungentumor]]></category>
		<category><![CDATA[Operation]]></category>
		<category><![CDATA[Operationsverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Zwerchfell]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://patienten-bibliothek.org/?p=2131</guid>

					<description><![CDATA[...operative Eingriffe an der Lunge

Operationen an der Lunge können im Prinzip in zwei große Gruppen eingeteilt werden.

Bei der ersten Gruppe handelt es sich um Eingriffe an Patienten mit einem bösartigen Lungentumor, die eine radikale Operation benötigen, um das Leben zu erhalten.

Bei der zweiten Gruppe handelt es sich um Operationen bei Patienten, die die Effizienz der Atmung einschränken. Eine Operation verfolgt hier das Ziel, die Atemmechanik zu verbessern und damit die Lebensqualität des Patienten zu steigern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">…<strong>operative Eingriffe an der Lunge</strong></span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Operationen an der Lunge können im Prinzip in zwei große Gruppen eingeteilt werden.</span></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Bei der ersten Gruppe handelt es sich um Eingriffe an Patienten mit einem bösartigen Lungentumor (Lungenkrebs), die eine radikale Operation benötigen, um das Leben zu erhalten.</span></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><span class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Bei der zweiten Gruppe handelt es sich um Operationen bei Patienten, bei denen eine Veränderung des Lungengewebes oder des Zwerchfells vorliegt, die die Effizienz der Atmung einschränken. Eine Operation verfolgt hier das Ziel, die Atemmechanik zu verbessern und damit die Lebensqualität des Patienten zu steigern.</span></em></p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eingriffe bei Vorliegen eines bösartigen Lungentumors<br></strong>Bei der Gruppe mit Tumorerkrankungen entsteht ein Konflikt zwischen den Behandlungsmöglichkeiten und der Steigerung bzw. Erhaltung von Lebensqualität der Patienten durch mehrere Faktoren:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tumorerkrankungen treten bei älteren Patienten häufiger auf. Das gilt insbesondere für das Lungenkarzinom, das vor dem 40. Lebensjahr selten entsteht, mit zunehmendem Alter aber dramatisch zunimmt.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die geburtenstarken Jahrgänge der 60iger Jahre wird die Zahl der älteren Patienten in den nächsten 20 Jahren stark ansteigen. Damit wird auch die Anzahl der Patienten in höherem Alter, die aufgrund eines Lungenkarzinoms behandelt werden müssen, zunehmen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">80–90% der Patienten, die ein Lungenkarzinom entwickeln rauchen oder haben geraucht. Dadurch ist die Lungenfunktion dieser Patienten oft erheblich beeinträchtigt.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Rauchen zerstört die Lungenbläschen und schränkt dadurch die Atemfunktion ein. Diese Lungenerkrankung wird „Chronisch obstruktive Lungenerkrankung“ (COPD) und Lungenemphysem genannt. Sie führt zu einer Einschränkung der Lebensqualität, da die körperliche Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit der betroffenen Patienten oft sehr eingeschränkt sind.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Tumor im frühen Stadium, wie er häufig zufällig im Rahmen von Röntgenuntersuchungen aus anderen Gründen entdeckt wird, führt, für sich genommen, nicht zu einer Einschränkung der Lungenfunktion (s. Abb. 1). Wenn der Tumor jedoch durch eine Operation entfernt werden soll, muss häufig auch nicht vom Tumor befallenes Lungengewebe zusätzlich geopfert werden, da mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe operiert werden muss. Dies führt zwangsläufig zu einer weiteren Verschlechterung der Lungenfunktion bei einem Patienten, dessen Lungenfunktion durch das Rauchen sowieso schon eingeschränkt ist.<br></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="961" height="727" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S-4.jpg" alt class="wp-image-2134" style="width:286px;height:215px" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S-4.jpg 961w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S-4-480x363.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 961px, 100vw"><figcaption class="wp-element-caption">Abbildung 1: Lungenkrebs im linken Lungenoberlappen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesem Grunde stellt die präoperative Untersuchung der Lungenfunktion mit Abschätzung ihrer Funktionsreserve und die genaue Berechnung des durch die Operation verursachten Funktionsverlustes eine wesentliche Säule der präoperativen Diagnostik dar. Durch entsprechend aufwendige Untersuchungen mit Atemstrommessungen, Messungen der körperlichen Leistungsfähigkeit und Durchblutungsmessung der Lungen kann relativ genau die Lungenfunktion nach der Operation bestimmt werden.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang ist es verständlich, dass eine Lungenoperation zwar radikal sein muss, aber gleichzeitig die vorhandene Lunge soweit wie möglich schonen sollte.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Somit ist der für die Lebensqualität und die verbleibende Lungenfunktion schwerwiegendste Eingriff die Entfernung eines gesamten Lungenflügels (Pneumektomie). Diese Operation führt nachweislich zu einer schweren dauerhaften Einschränkung der Lungenfunktion und der Lebensqualität.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">In entsprechend erfahrenen Kliniken kann diese Operation jedoch bei den meisten Patienten vermieden werden. Denn durch spezielle Operationstechniken kann der kranke Teil der Lunge mit den zentralen Strukturen entfernt und der verbleibende gesunde Lungenanteil replantiert werden (Abb. 2). Kliniken mit entsprechender Expertise können so die Rate der Entfernungen eines ganzen Lungenflügels auf unter 5% aller Lungenresektionen bei Lungenkrebs senken.<br></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="949" height="730" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S2-1.jpg" alt class="wp-image-2135" style="width:283px;height:218px" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S2-1.jpg 949w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S2-1-480x369.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 949px, 100vw"><figcaption class="wp-element-caption">Abb. 2: Lungenkarzinom in der Lunge rechts zentral, Entfernung mit dem rechten Lungenoberlappen und Replantation der Restlunge.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammenfassend kann man somit in Zusammenhang mit onkologischen Eingriffen sagen, dass viele insbesondere ältere Patienten mit einer durch Rauchen eingeschränkten Lungenfunktion zur radikalen operativen Behandlung eines bösartigen Lungentumors kommen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Da die radikale onkologische Behandlung zu einem weiteren Verlust der Lungenfunktion führt, ist es sehr wichtig, dass die Operation lungengewebesparend durchgeführt wird.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">In von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Lungenkrebszentren, wird der prozentuale Anteil von Lungenflügelentfernungen bzw. gewebeschonenden Eingriffen dokumentiert und kann entsprechend erfragt werden.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eingriffe bei Vorliegen einer COPD / Lungenemphysem<br></strong>Die zweite Gruppe von Patienten erfasst Menschen mit einer COPD / Lungenemphysem. Das Lungenemphysem entsteht in der Regel durch das Rauchen. Übrigens führt nicht das Inhalieren von Zigarettenrauch zu einer Verfärbung der Lunge, wie es manchmal dargestellt wird. Eine schwarze Lunge entsteht durch das Einatmen von Ruß oder Kohlestaub wie im Bergbau.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Unterschied dazu zerstört das Rauchen massenhaft Lungenbläschen mit dem Effekt, dass die verbleibenden Lungenbläschen einen größeren Durchmesser aufweisen, weil sie die fehlende Funktion der zerstörten Bläschen vergeblich zu ersetzen versuchen. Die Lunge nimmt dadurch insgesamt an Größe zu und wird zu groß für den sie umschließenden Brustkorb (s. Abb. 3)<br></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="977" height="728" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S3-1.jpg" alt class="wp-image-2136" style="width:275px;height:205px" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S3-1.jpg 977w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S3-1-480x358.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 977px, 100vw"><figcaption class="wp-element-caption">Abb. 3: Lunge mit zerstörten blasigen Arealen (dunkel = hoher Luftanteil)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Zwerchfell ist ein Muskel, der durch Zusammenziehung und Entspannung das intrathorakale (im Inneren des Brustkorbs befindliche) Lungenvolumen atemabhängig verändert. Ist die Lunge nun zu groß, befindet sich die Muskulatur des Zwerchfells in einem Zustand der Daueranspannung, physiologische Atembewegungen sind jetzt nicht mehr möglich. Dies nennen wir eine „Einschränkung der Atempumpenfunktion“, die zu einem kompletten Versagen der Atmung führen kann.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Operation kann hier zu einer Verbesserung der Atmungsfunktion führen, indem die Lunge durch eine Teilentfernung verkleinert wird. Die Zwerchfellmuskulatur kommt damit wieder in einen effektiven und entspannteren Zustand und das Atmen wird für den Patienten deutlich erleichtert.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zuerst klingt es widersprüchlich, dass durch eine Teillungenentfernung die Atemfunktion verbessert werden soll. Der Eingriff gelingt aber vor allem dadurch, weil die Zerstörung des Lungegewebes bei einem Anteil von Patienten nicht gleichmäßig verteilt über die Lunge abläuft. Häufig ist sie vor allem in den Lungenspitzen betont. Dies kann bedeuten, dass in den Lungenspitzen nur funktionslose Lungenblasen vorhanden sind, in den unteren Lungenabschnitten aber funktionierendes Lungengewebe existiert.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Operation hat nun das Ziel, die funktionslosen blasigen Lungenabschnitte zu entfernen und dadurch die Lunge zu verkleinern ohne dass funktionierendes Lungengewebe entfernt wird. Das vitale Lungengewebe füllt dann den Brustkorb vollständig aus und der Zwerchfellmuskel kann seine Funktion besser ausüben. Dieser Eingriff wird Lungenvolumenreduktion genannt.<strong></strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der entscheidende Punkt bei der Behandlung solcher Patienten ist deren Auswahl für die Operation. Es sind differenzierte Analysen der Lungenfunktion, der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Lungendurchblutung notwendig (s. Abb. 4). Anhand dieser Ergebnisse wird in einer Konferenz über das Zielgebiet der Operation entschieden. Bei richtiger Auswahl der Patienten und niedrigem Operationsrisiko wird eine Verbesserung der Lungenfunktion und der Belastbarkeit und somit auch eine entscheidende Verbesserung der Lebensqualität der Patienten erreicht. In vielen Fällen kann sogar eine Verlängerung der Lebensdauer erreicht werden.<br></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="646" height="595" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S4.jpg" alt class="wp-image-2137" style="width:261px;height:240px" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S4.jpg 646w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S4-480x442.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 646px, 100vw"><figcaption class="wp-element-caption">Abb. 4: Messung der Lungendurchblutung bei Lungenemphysem. Das obere Lungendrittel der rechten Lunge ist fast nicht mehr durchblutet</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Liegen ein Lungentumor und ein Lungenemphysem vor, so ist es in einigen Fällen sogar möglich, eine Tumorresektion und eine Volumenreduktion zu kombinieren mit dem Ziel, den Tumor radikal zu entfernen und eine Verbesserung der Lungenfunktion zu erreichen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gut zu wissen<br></strong>Oben genannte Ausführungen zeigen, dass vornehmlich das Rauchen auf die Lunge einen extrem ungünstigen Einfluss hat. Deshalb ist die wichtigste Maßnahme zur Erhaltung der Gesundheit gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen oder es aufzugeben. Der Effekt des Verzichtes auf das Rauchen übersteigt jedes noch so gute Ergebnis medizinischer Behandlungen. Zertifizierte Lungenkrebszentren verfügen in der Regel über entsprechende Strukturen, oben beschriebene Untersuchungen und Eingriffe zu ermöglichen.<br><br></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity">



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:22% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="414" height="544" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S5.jpg" alt class="wp-image-2138 size-full" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S5.jpg 414w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S5-228x300.jpg 228w" sizes="(max-width: 414px) 100vw, 414px"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Autor:</strong> <strong>Professor Dr. med. Erich Stoelben</strong><br>Chefarzt Thoraxchirurgie<br>Lungenklinik Köln Merheim<br>Private Universität Witten Herdecke -<br>Kliniken der Stadt Köln gGmbH</p>
</div></div>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Hinweis: Erstpublikation in der Patientenzeitschrift Chirurgie 1/2014</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity">



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Herausgeber Patienten-Bibliothek – Atemwege und Lunge:</strong><br>Offene Akademie und PatientenBibliothek gemeinnützige GmbH<br>Unterer Schrannenplatz 5<br>88131 Lindau<br><a href="http://www.patienten-bibliothek.de" target="_blank" rel="noopener">www.patienten-bibliothek.de</a><br><a href="mailto:info@patienten-bibliothek.de">info@patienten-bibliothek.de</a><br><br><strong>Bildnachweis:</strong><br>AdobeStock Lightfield Studios <br>Professor Dr. Erich Stoelben, Köln</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="http://patienten-bibliothek.de/_pb2015/pb/ratgeber/D//c.pdf" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/Deckblatt-COPD-1-2014-724x1024.jpg" alt class="wp-image-2245" style="width:137px;height:194px"></a></figure>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Thorakale Transplantationen</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/thorakale-transplantationen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Oct 2025 14:28:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chirurgische Interventionen]]></category>
		<category><![CDATA[bioartifizielle Organe]]></category>
		<category><![CDATA[Herz]]></category>
		<category><![CDATA[Lunge]]></category>
		<category><![CDATA[Organspende]]></category>
		<category><![CDATA[Organtransplantation]]></category>
		<category><![CDATA[Spendenbereitschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Spenderausweis]]></category>
		<category><![CDATA[Transplantation]]></category>
		<category><![CDATA[Xenotransplantation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://patienten-bibliothek.org/?p=2151</guid>

					<description><![CDATA[Herz- und Lungentransplantation

Das vergangene Jahr war ein bewegtes für die Organtransplantation in Deutschland, leider nicht immer im positiver Weise.

Diese negative Entwicklung trifft in erster Linie jene Patienten, die aktuell auf ein Spendeorgan warten.

Was es für einen Patienten bedeutet, wenn die Wartezeit vorüber ist und ein Organ zur Verfügung steht, zeigt eine Umfrage. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Herz- und Lungentransplantation</strong></h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Das vergangene Jahr war ein bewegtes für die Organtransplantation in Deutschland, leider nicht immer in positiver Weise. Der Skandal um Manipulation bei Organtransplantationen in Göttingen, Regensburg, München und Leipzig hat viel Aufmerksamkeit erregt und verursachte katastrophale Konsequenzen für die Spendenbereitschaft in Deutschland. Seit der intensiven Berichterstattung über die Skandale ist ein dramatischer Rückgang der Spenderzahlen zu beobachten. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) meldet, dass die Zahl der Organspender bundesweit von 1.046 im Jahr 2012 auf 876 im Jahr 2013 zurückgegangen ist – und das vor dem Hintergrund eines ohnehin chronischen Organmangels.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese negative Entwicklung trifft in erster Linie jene Patienten, die aktuell auf ein Spendeorgan warten.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="968" height="649" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S8.jpg" alt class="wp-image-2156" style="aspect-ratio:1.4915733042277937;width:439px;height:auto" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S8.jpg 968w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/06/S8-480x322.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 968px, 100vw"></figure>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nach der Transplantation<br></strong>Was es für einen Patienten bedeutet, wenn die Wartezeit vorüber ist und ein Organ zur Verfügung steht, zeigt eine Umfrage, die wir an der HTTG-Chirurgie der MHH anlässlich des 20. Jubiläums unseren Thorakalen (den Brustkorb betreffenden) Transplantationprogramms durchgeführt haben. Von den insgesamt 31 ehemaligen Patienten, die an der Umfrage teilnahmen, leben viele bereits seit 20 Jahren oder länger mit dem gespendeten Organ. Wir haben die Patienten nach den kurz- und langfristigen Zielen gefragt, die sie sich in ihrer Wartezeit vor der Transplantation gesetzt haben. Genannt wurden die Ziele Überleben, Familie, Reisen und Arbeiten – und zum größten Teil konnten diese Ziele auch umgesetzt werden: Mehr als die Hälfte der befragten Patienten hatte darüber hinaus keine wesentlichen Probleme nach der Transplantation.<br></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="678" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/Grafik1-1024x678.jpg" alt class="wp-image-2267" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/Grafik1-980x649.jpg 980w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/Grafik1-480x318.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="535" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/Grafik-2-1024x535.jpg" alt class="wp-image-2268" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/Grafik-2-980x512.jpg 980w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/Grafik-2-480x251.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="556" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/Grafik-3-1024x556.jpg" alt class="wp-image-2269" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/Grafik-3-980x532.jpg 980w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/Grafik-3-480x261.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Neue innovative Ansätze<br></strong>Der angesprochene Organmangel führt dazu, dass Patienten mit immer längeren Wartezeiten konfrontiert werden. Die rigorosen Auswahlkriterien, die angesetzt werden um geeignete Organe zu identifizieren, führen darüber hinaus zu der Situation, dass viele Spenderorgane gar nicht erst angeboten werden, weil kein entsprechend geeigneter Empfänger gefunden werden kann. Das führt zu einer zusätzlichen Reduzierung der verfügbaren Organe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Innovative Ansätze, die die Probleme des Organmangels und des effizienten Ressourceneinsatzes angehen, sind dringend nötig – so wie z. B. unkonventionelle Strategien, um dem richtigen Patienten die richtige Lunge zu vermitteln. In Deutschland und anderen Eurotransplant-Ländern werden Spenderlungen nach Dringlichkeitskriterien an Patienten vermittelt. Priorität haben High Urgency Patients – d.h. Patienten von der Hochdringlichkeitsliste, die in Deutschland im Durchschnitt mit zwischen 30 – 40 Tage Wartezeit zu rechnen haben. In Fällen in denen ein Organ aus funktionalen oder logistischen Gründen von drei unterschiedlichen Transplantationszentren abgelehnt wird, kann im Rahmen einer sogennaten rescue allocation (Notfallallokation) vom entsprechenden Transplantationszentrum selber vermittelt werden.<br>In der Medizinischen Hochschule Hannover – dem Zentrum mit dem größten Lungentransplantations-Programm in Europa – wurde in einem Pilotprogramm die Allokation (Zuteilung) von Spenderlungen aus dieser Notfallallokation an die stabilsten Patienten erprobt, um so negative Transplantationsergebnisse zu reduzieren. Trotz der Tatsache, dass diese Lungen nicht den Kriterien für optimale Transplantate entsprachen (oft waren sie von älteren Spendern und wiesen eine signifikant (deutlich) niedrigere Sauerstoffanreicherung auf), waren die Studienergebnisse überwältigend positiv. Empfänger dieser Lungen (72 insgesamt) benötigten kürzere postoperative Beatmung (Beatmung nach der Operation), waren kürzer in stationärer Behandlung und hatten 27 Monate nach der Operation mit normal transplantierten Patienten vergleichbare Überlebensraten (81,6% verglichen mit 80,76%).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Ansatz zeigt, dass insbesondere auch diese aus einer Notfallallokation stammenden Organe – die in der Regel verloren gehen – für eine Transplantation verwendet werden können und damit die verfügbaren, knappen Ressourcen effizienter genutzt werden können.<strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Neue Verfahren zur Konservierung<br></strong>Nicht nur wird durch Innovationen in diesem Bereich die Allokationseffizienz erhöht: Neue Verfahren zur Konservierung von Organen eröffnen gleichzeitig völlig neue Möglichkeiten. Die derzeitige Standardmethode für die Konservierung von Organen ist die kalte ischaemische Lagerung. Dieses Verfahren wird seit Erfindung der Organtransplantation angewendet, wobei durch die Kühlung im Prinzip das Ausmaß der Organschäden während des Transports reduziert werden soll. Doch es kommt noch immer zu nicht unwesentlichen Schäden des gespendeten Organs. Je länger das Organ auf Eis bleibt, desto stärker die Schäden. Zudem ermöglicht die Kaltlagerungstechnik keine wiederbelebende Beurteilung, während das Organ vom Spender zum Empfänger transportiert wird.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies bringt eine Reihe von Einschränkungen mit sich: Der Zeitraum für die Gewinnung, den Transport und die Implantation des Organs ist sehr kurz. Darüber hinaus ist die Gefahr einer Beschädigung des Organs im Rahmen der kalten Lagerung recht hoch. Außerdem kann das Organ vor der Implantation nur eingeschränkt auf seine Funktion überprüft werden. Um diesen Problemen zu begegnen hat die Firma Transmedics ein leicht transportables Gerät zur warmen Blutperfusion entwickelt, das zur Unterstützung einer Transplantation herangezogen werden kann.<br>Das Organ Care SystemTM (OCS) stellt sicher, dass die Organe in einer warmen, durchbluteten und stabilen Umgebung außerhalb eines Körpers gelagert und transportiert werden können. Zusätzlich ergibt sich daraus die Möglichkeit einer Verbesserung des Zustandes des Organs sowie einer kontinuierlichen klinischen Überprüfung des Transplantats. Die OCS-Technologie ermöglicht es somit, zusätzliche Organe zu erhalten und bis zur Implantation laufend zu kontrollieren. In einer Pilotstudie von zwei europäischen Zentren der Lungentransplantation in Hannover und Madrid haben wir das OCS System in einer Serie von 12 Hochrisiko-Patienten getestet. Die Ergebnisse waren außerordentlich vielversprechend – alle Patienten haben die Transplantation erfolgreich überstanden und das Organ funktioniert jeweils einwandfrei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alternativen zur Transplantation<br></strong>Hinzu tritt die voranschreitende Entwicklung von Alternativen zu einer Transplantation. Kunstherzen können inzwischen mit minimalinvasiven Methoden (schonendere Methoden mit nur kleinen Hautschnitten) implantiert werden und kommen sowohl als Überbrückung bis zu einer Transplantation (bridge to transplantation) als auch als Endpunkt einer Therapie (bridge to destination) in Frage.<br><br>Die Forschung beschäftigt sich weiter mit Xenotransplantaten sowohl für Gewebe als auch für solide Organe. Xenogene Herzklappen befinden sich bereits im klinischen Einsatz. Bei einer Xenotransplantation handelt es sich um die Übertragung von lebens- und funktionstüchtigen Zellen, Geweben oder Organen zwischen Individuen verschiedener Spezies. Ein Beispiel für eine Xenotransplantation ist die Übertragung einer Herzklappe von einem Schwein auf einen Menschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiterhin sind bioartifizielle Organe (also Hybride sowohl aus künstlichem als auch aus biologischem Material) als Maßnahme zur Abwehr der Probleme in der Standardtherapie (wie z. B. Infektionsrisiko und Thrombose) in den Fokus gerückt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So entstehen in diesem Bereich zahlreiche innovative Therapiemöglichkeiten, die als Alternative zur Organtransplantation mit Organen dienen sollen. Gleichzeitig ist klar, dass diese Entwicklungen noch einige Zeit beanspruchen werden, ehe sie zu einer klinischen Reife gebracht sind. Bis dahin sind wir weiter angewiesen auf die Spendenbereitschaft um die Patienten auf den Wartelisten zügig behandeln zu können. Es gilt das Vertrauen in die Organtransplantation und in die Forschung in diesem Bereich zurückzugewinnen und aufzubauen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity">



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><br><strong>… mehr Wissen</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="http://www.dso.de" target="_blank" rel="noopener">www.dso.de</a><br>Die Deutsche Stiftung Organtransplantation, kurz DSO, ist<br>Koordinationsstelle nach § 11 des Transplantationsgesetzes<br>und damit für die Organisation der Organspende in<br>Deutschland verantwortlich.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="http://www.eurotransplant.org" target="_blank" rel="noopener">www.eurotransplant.org</a><br>Die Stiftung Eurotransplant ist als Service-Organisation<br>verantwortlich für die Zuteilung von Spenderorganen in<br>sieben europäischen Ländern und arbeitet hierzu eng mit<br>den Organspende-Organisationen, Transplantationszentren,<br>Laboratorien und Krankenhäusern zusammen.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="http://www.bdo-ev.de" target="_blank" rel="noopener">www.bdo-ev.de</a><br>Bundesverband der Organtransplantierten e.V. (BDO)</li>
</ul>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity">



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Herausgebe</strong>r Patienten-Bibliothek – Atemwege und Lunge:<br>Offene Akademie und PatientenBibliothek gemeinnützige GmbH<br>Unterer Schrannenplatz 5<br>88131 Lindau<br><a href="http://www.patienten-bibliothek.de" target="_blank" rel="noopener">www.patienten-bibliothek.de</a><br><a href="mailto:info@patienten-bibliothek.de">info@patienten-bibliothek.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bildnachweis aus Ratgeber:</strong><br>Alexander Raths, Birgit Reitz-Hofmann – Fotolia.com<br>JamieHooper – Fotolia.com<br>Grafiken Professor Dr. Axel Haverich, Hannover</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="http://patienten-bibliothek.de/_pb2015/pb/ratgeber/D//c.pdf" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/07/Deckblatt-COPD-1-2014-724x1024.jpg" alt class="wp-image-2245" style="width:133px;height:188px"></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lungentransplantation</title>
		<link>https://atemwegeundlunge.de/lungentransplantation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atemwege und Lunge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Oct 2025 14:28:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chirurgische Interventionen]]></category>
		<category><![CDATA[COPD]]></category>
		<category><![CDATA[Eurotransplant]]></category>
		<category><![CDATA[Fibrose]]></category>
		<category><![CDATA[Lunge]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenemphysem]]></category>
		<category><![CDATA[Lungentransplantation]]></category>
		<category><![CDATA[Organspende]]></category>
		<category><![CDATA[Transplantation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://patienten-bibliothek.org/?p=3402</guid>

					<description><![CDATA[...was Lungenpatienten wissen sollten

Für viele Patienten mit endgradig fortgeschrittenen Lungenerkrankungen bedeutet eine Transplantation eine Überlebenschance.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:24px"><strong>…was Lungenpatienten wissen sollten</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Prof-Dr-Juergen-Behr.jpg" alt class="wp-image-3405" width="230" height="153"></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für viele Patienten mit endgradig fortgeschrittenen Lungenerkrankungen bedeutet eine Transplantation eine Überlebenschance. Doch die verfügbaren Spenderlungen reichen nicht aus. Ein neues Gesetz zur Änderung des aktuellen Transplantationsgesetzes soll diese Situation verbessern. <strong>Professor Dr. Jürgen Behr</strong>, Direktor der Klinik und Poliklinik V der Ludwig-Maximilians-Universität München und Chefarzt der Klinik für Pneumologie sowie Ärztlicher Direktor der Asklepios Fachkliniken München-Gauting, erläutert im Gespräch mit Elke Klug, was betroffene Patienten über eine Lungentransplantation wissen sollten.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Erkrankungen können eine Lungentransplantation erforderlich machen?</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erkrankungen sind sehr vielfältig. Bei Jugendlichen und Kindern ist es vor allem die Mukoviszidose (eine angeborene Stoffwechselerkrankung), die zu einer Transplantation führt. Bei Erwachsenen stehen momentan die Lungenfibrosen (Lungengerüsterkrankungen) unterschiedlicher Ursache im Vordergrund.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">An dritter Stelle folgt die COPD und damit verbunden der Antitrypsin-Mangel, eine erbliche Erkrankung, die zu einer frühen Manifestation eines Lungenemphysems führt. Diese Patienten tauchen oft in der Gruppe der COPD-Patienten mit auf, weil das Fortschreiten dieser Erkrankung zusätzlich durch das Zigarettenrauchen befördert wird, obwohl ein starker genetische Aspekt vorhanden ist. COPD-Patienten ohne diesen genetischen Defekt sind aber ebenso gefährdet, ein Lungenemphysem zu entwickeln, nur nicht so früh und aus anderen Gründen: Sie rauchen oder sind z. B. im Beruf Schadstoffen ausgesetzt, die eine schwere COPD auslösen können.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Weiterhin können Patienten mit Lungenhochdruckerkrankungen, die sich ebenfalls im fortgeschrittenen Stadium befinden, nach Ausreizung aller medikamentöser Therapien, einer Transplantation zugeführt werden.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie profitieren die Patienten?</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa 60 % der Patienten überleben die Transplantation mindestens fünf Jahre. Das ist zwar schlechter als bei anderen Organen, wie z. B. Herz, Leber oder Nieren, liegt aber in der Natur der Sache, da die Lunge in ständigem Kontakt zur Außenwelt und im Austausch steht. Eingeatmete Infektionserreger und andere Schadstoffeinflüsse können möglicherweise zu Problemen führen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann kann ein Patient zur Transplantation gelistet werden?</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Listung ist möglich, wenn aufgrund der Schwere der Erkrankung eine begrenzte Lebenserwartung besteht − im Mittel bedeutet dies zwei bis drei Jahre – und die Wahrscheinlichkeit bei mindestens 50 % liegt, dass der Patient in dieser Zeit verstirbt. Statistisch betrachtet kann der Patient von einer Transplantation dann einen mehr oder weniger deutlichen Überlebensvorteil erwarten.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Hätte ein Patient mit seiner eigenen Lunge, wenn auch vielleicht mit geringerer Belastbarkeit und etwas eingeschränkter Lebensqualität, hingegen noch eine Lebenserwartung von 10 Jahren, würde er nicht gelistet werden. Denn dadurch würden ihm bei einer Transplantation, wiederum statistisch gesehen, vier bis fünf potenzielle Jahre an Lebenszeit vorenthalten.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei COPD weiß man, dass ein Teil der Patienten eine sehr schlechte Lebensqualität aufweist, dennoch überleben die Patienten sehr lange. Das bedeutet, dass COPD-Patienten innerhalb der sog. Lungenallokation (Zuordnung von Organen) häufig weniger schwer bewertet werden, als z. B. Fibrosepatienten mit einer zu erwartenden kürzeren Lebenszeit.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Anzahl der Fibrosepatienten steigt, hat diese Tatsache dazu geführt, dass die Zahl der Transplantationen bei COPD-Patienten rückläufig ist. Die Wartelistensterblichkeit der Fibrosepatienten hat sich verbessert, die der COPD-Patienten ist hingegen konstant geblieben, sie liegt derzeit bei 10 bis 15 %.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://patienten-bibliothek.org/wp-content/uploads/2020/08/DOT_2017_20_58_Anmeldung_Lunge-1024x943.jpg" alt class="wp-image-3407" width="560" height="515"></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was sollten insbesondere COPD/Lungenemphysem-Patienten bzgl. einer Transplantation wissen?</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst ist wichtig zu wissen, dass die Möglichkeit einer Transplantation besteht. Manche COPD-Patienten haben das Gefühl − was ihnen leider auch allzu oft vermittelt wird − dass sie ja eigentlich selbst schuld an ihrer Erkrankung sind und somit eine Transplantation überhaupt nicht in Erwägung ziehen.&nbsp;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem sollten Patienten wissen, dass für eine Transplantation bestimmte Kriterien gelten, die zu erfüllen sind. Eine gesetzliche Vorgabe ist beispielsweise ein über mindestens sechs Monate bestehender Rauchstopp − je länger nicht mehr aktiv geraucht wird desto besser. Und auch andere Suchtverhalten wie z. B. Tabletten‑, Alkohol- bzw. eine nicht kurierte Sucht sind Kontraindikationen einer Transplantation.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wer nicht in der Lage ist, sich an notwendige Therapievorgaben zu halten, ist kein Kandidat für eine Transplantation. Ein Organempfänger muss intellektuell in der Lage sein, an der gesamten Therapie aktiv mitzuarbeiten. Regelmäßige Nachbetreuungen und Medikamenteneinnahmen, die zum langfristigen Erfolg einer Transplantation gehören, müssen zwingend eingehalten werden.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Patienten werden daher auf ihre Verlässlichkeit, ihre Compliance (Therapietreue) und ihr Suchtverhalten hin psychiatrisch untersucht, bevor sie gelistet werden.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Lungentransplantation können immer wieder einmal medizinische Probleme auftreten, bei denen der Patient viel Unterstützung benötigt. Ist er dann ganz auf sich allein gestellt ist, wird die Situation schwierig. Daher ist ein geeignetes soziales Umfeld notwendig. Es muss sichergestellt sein, dass das Organ weiterhin „gepflegt“ wird.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Des Weiteren gibt es einige absolute Kontraindikationen einer Transplantation, wie z. B. Krebserkrankungen und nicht ausgeheilte Infektionen, wie beispielsweise eine Tuberkulose.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn auch selten, so kommt es leider doch vor, dass Patienten eine Abstoßung erleben müssen oder plötzlich ein anderes medizinisches Problem auftritt.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="http://patienten-bibliothek.org/wp-content/uploads/2020/08/DOT_2017_57_Lungen_TX_inkl_Kombinationen-1024x981.jpg" alt class="wp-image-3408"></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Werden die Patienten auf dem Weg zu einem Transplantationslistenplatz unterstützt?</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, selbstverständlich. Viele Patienten, die sich mit der Frage: „Bin ich ein Transplantationskandidat?“ befassen, werden in unserer Klinik ambulant vorstellig. Während wir uns ein Bild des Patienten machen, werden gleichzeitig eventuell vorliegende Kontraindikationen überprüft.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den bereits benannten Kontraindikationen, ist auch ein massives Über- oder Untergewicht ein Grund, nicht für eine Transplantation geeignet zu sein. Allerdings wird jedem Patienten angeboten, mögliche Hinderungsgründe im Rahmen des medizinisch Machbaren zu beheben − um so den Weg für eine Transplantation zu ebnen. Hierzu können beispielweise eine Sucht- und Ernährungsberatung oder ggf. Operationen gehören.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine stationäre Rehabilitation ermöglicht, neben vielen integrierten weiteren Maßnahmen, eine umfassende Information und Schulung zur Vorbereitung auf eine Transplantation sowie den äußerst wertvollen Erfahrungsaustausch der Patienten untereinander – auch mit bereits transplantierten Patienten.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch stehen wir manchmal vor der Situation, in der einer Patientin/einem Patienten mitgeteilt werden muss: „Wir können eine Transplantation nicht verantworten“. Eine Entscheidung, die für den betroffenen Patienten oder die Familie oft sehr bitter und schwer zu akzeptieren ist.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Doch es gilt zu verstehen, dass wir letztendlich auch eine moralische Verantwortung tragen: zum einen gegenüber dem Spender, dass sein Organ mit Bedacht weitergegeben wird, und zum anderen gegenüber den Wartenden, indem wir dafür Sorge tragen, dass das Organ einem Patienten zugute kommt, der einen möglichst optimalen Nutzen davon hat und in der Lage ist, sorgfältig und verantwortlich mit dieser Situation umzugehen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichermaßen tragen wir eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, zumal eine Transplantation enorm kostenintensiv ist. Wir dürfen nicht sehenden Auges transplantieren, obwohl bereits im Vorfeld klar ist, dass die Transplantation keinen Erfolg haben wird.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Kontaktaufnahme-1024x682.jpg" alt class="wp-image-3409" srcset="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Kontaktaufnahme-980x653.jpg 980w, https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Kontaktaufnahme-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie sollte ein Patient vorgehen, wenn er sich beraten und ggf. listen lassen möchte?</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die beste Möglichkeit ist, seine betreuende Fachärztin/seinen betreuenden Facharzt ins Vertrauen zu ziehen. Der Lungenfacharzt/die Fachärztin ist in der Regel gut informiert, sodass er eine erste Wegweisung geben kann.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im nächsten Schritt sollte der Patient das Lungentransplantationszentrum kennenlernen, von dem er sich vorstellen kann, dort behandelt zu werden. Hier in München haben wir z. B. eine Ambulanz für Patienten zur Erstvorstellung. Ein erfahrener Kollege ist in dieser Ambulanz tätig, der die Patienten nach den oben genannten Kriterien begutachtet.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst wird überprüft, ob eine Transplantation erforderlich ist oder doch noch eine andere Therapie in Erwägung gezogen werden kann. Ist eine Transplantation angezeigt, werden alle vorbereitenden Maßnahmen besprochen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was erwartet den Patienten nach der Transplantation?</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Transplantation ist weder ein „Jungbrunnen“ noch eine Heilung. Im Gegenteil, es handelt sich um eine äußerst komplexe Therapie, an der der Patient „mit vollem Einsatz“ beteiligt sein muss, um maximal von dem neuen Organ zu profitieren.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen haben wir Lungenpatienten, die bereits vor 20 Jahren transplantiert wurden und noch immer gut mit derselben Lunge leben. Solche Langzeiterfolge verbuchen aber vor allem jene Patienten, die alle Regeln konsequent einhalten – wobei natürlich immer auch ein Quäntchen Glück dazu gehört.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Einschnitte nach der Transplantation betreffen die ganz alltägliche Lebensführung. Hier ist zunächst die Medikamenteneinnahme zu <s>be</s>nennen, denn es handelt sich dabei um eine wirklich große Anzahl von Medikamenten, die vor allem am Anfang aufgrund der umfangreichen Infektionsprophylaxe notwendig ist und unbedingt konsequent, trotz zu tolerierender Nebenwirkungen, eingenommen werden muss.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Begonnen wird die Therapie mit einer recht aggressiven Immunsuppression. Je länger wir jedoch sehen, dass die Situation des Patienten stabil ist, kann die Therapie langsam auf das minimal Nötige reduziert werden. So, dass eine Organabstoßung verhindert wird und dennoch das Immunsystem in der Lage ist, mögliche Infektionserreger zu bekämpfen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Hat der Patient das erste Jahr gut überstanden, kann er mehr und mehr ein normales Leben führen. Nichtsdestotrotz muss er ständig auf sein Verhalten achten und eigenständig in der Lage sein, Infektionsrisiken zu erkennen und zu vermeiden. Nehmen wir als Beispiel die Grippesaison, so ist es während dieser Zeit nicht ratsam, ein Theater oder ein Kino zu besuchen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Tragen eines Mundschutzes ist insbesondere am Anfang von Bedeutung und den Handschlag zur Begrüßung haben wir in unserem Krankenhaus schon lange abgeschafft. Es sind die vielen kleinen Dinge, auf die jeder Lungentransplantierte stetig zu achten hat.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen Fragen zur Ernährung und der Umgebung im täglichen Leben. Alles, was potenziell mit Schimmelpilzsporen und Krankheitserregern behaftet ist, gilt es zu meiden.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eines müssen die Patienten vor allem verinnerlichen: Ihre Lebensführung nach der Transplantation ist eine andere als vor der Transplantation.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Worin bestehen die aktuellen Änderungen des Transplantationsgesetzes und wie beurteilen Sie die Erfolgsaussichten, dass damit mehr Spenderorgane zur Verfügung stehen?</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aus meiner Sicht ist das noch in Diskussion befindliche Transplantationsgesetz ein richtiger Schritt mit guten Ansätzen. Um die Versorgung schwerstkranker Lungenpatienten deutlich zu verbessern, wäre jedoch eine Änderung der zurzeit für die Organspende vorgeschriebenen aktiven Zustimmungslösung in eine Widerspruchslösung wünschenswert – so wie es in einigen anderen europäischen Ländern längst realisiert ist.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin davon überzeugt, dass sich die Menschen in Deutschland durch eine Gesetzesänderung in einem höheren Maße als bisher mit den Fragen der Organspende auseinandersetzen würden und die Spenderraten in dessen Folge ansteigen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings zeigt die bereits wieder aufkeimende, sehr kritische Diskussion, dass an der politischen Durchsetzbarkeit der Widerspruchslösung Zweifel angebracht sind.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Umso wichtiger erscheint es mir, dass in dem am 1. April 2019 in Kraft getretenen 2. Gesetz zur Änderung des Transplantationsgesetzes zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende wichtige andere Ansatzpunkte adressiert werden, wie z. B<s>.</s> die Stärkung der Transplantationsbeauftragten an den Kliniken und die finanzielle Aufwertung der Organspende, sprich der Explantation (Organentnahme). Diese beiden Maßnahmen sind aus meiner Sicht wichtige Elemente, damit sich die bekanntermaßen hohe Spendebereitschaft der Bevölkerung in tatsächliche Organspendezahlen umsetzen lässt.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator">



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:24px"><strong>… mehr Wissen</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="http://www.eurotransplant.org/" target="_blank" rel="noopener">www.eurotransplant.org</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stiftung Eurotransplant ist als Service-Organisation verantwortlich für die Zuteilung von Spenderorganen in acht europäischen Ländern und arbeitet hierzu eng mit den Organspende-Organisationen, Transplantationszentren, Laboratorien und Krankenhäusern zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter „Patients“ finden Sie alle Angaben in deutscher Sprache und zur Situation in Deutschland</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="http://www.organspende-info.de/" target="_blank" rel="noopener">www.organspende-info.de</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="http://www.organspende-widerspruch.de/" target="_blank" rel="noopener">www.organspende-widerspruch.de</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Informationen des Bündnisses gegen den Gesetzentwurf der Widerspruchslösung.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="http://www.dso.de/" target="_blank" rel="noopener">www.dso.de</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutsche Stiftung Organtransplantation, Koordinierung der Organspende in Deutschland</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielfältige Hintergrundinformationen, Qualitätsberichte von Transplantationszentren etc.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator">



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bildnachweis:</strong><br>Deutsche Stiftung Organtransplantation<br>Professor Dr. Jürgen Behr</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Text/Interview:</strong><br>Elke Klug, Medizinjournalistin, Berlin</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator">



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="http://patienten-bibliothek.de/_pb2015/pb/ratgeber/2019-Atemwege-2//COPD%202019%20Sommer.pdf" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://atemwegeundlunge.de/wp-content/uploads/2020/08/Deckblatt-Endversion-II-2019-725x1024.jpg" alt class="wp-image-3374" width="152" height="215"></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beitrag wurde in der Sommerausgabe 2019 der Patienten-Bibliothek – Atemwege und Lunge veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
